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Sermones II (1443–1452) Fasciculus 6 -  Nikolaus von Kues

Sermones II (1443–1452) Fasciculus 6

Sermones LXXVI-CXXI.
Buch | Softcover
146 Seiten
2007 | 1. Auflage
Meiner, F (Verlag)
978-3-7873-1732-5 (ISBN)
CHF 277,20 inkl. MwSt
Der Faszikel der Sermones umfasst die Predigten der Legationsreise 1451/52 sowie zwei in Koblenz gehaltene Predigten - die letzten, von denen wir wissen, dass Nikolaus von Kues sie diesseits der Alpen gehalten hat.

Die erste Predigt, Sermo LXXVI, ist eine Nachschrift einer in Wien im März 1451 gehaltenen Erklärung des Vaterunsers in deutscher Sprache, was darauf hindeutet, dass Nikolaus vor und während der Legationsreise auch auf Deutsch gepredigt hat, obwohl uns seine Entwürfe in Latein überliefert sind.

Die übrigen, lateinischen Predigtentwürfe sind meist in nur zwei Handschriften überliefert. Der Entwurfcharakter der Texte wird dabei besonders deutlich. Neben längeren Textpassagen sind oft nur Gliederungspunkte, Stichworte und kurze Hinweise notiert, was sich aus der jeweiligen Situation erklären mag; manchmal reichte zur Vorbereitung und Ausarbeitung kaum die Zeit. Josef Koch bezeichnete die Sermones als »Niederschriften seiner einsamen Betrachtungen, die er während der Nachtzeit oder am frühen Morgen in dem jeweiligen Hospitium anstellte«. Für groß angelegte thematische Predigten war die Situation der Legationsreise nicht geeignet; dass man seinen Predigten trotzdem gern zuhörte, beweisen Berichte in den Chroniken der Zeit.

Nikolaus von Kues (Nicolaus Cusanus) kommt 1401 im heutigen Bernkastel-Kues zur Welt. Nach kurzem Studium der freien Künste in Heidelberg widmet er sich an der Universität Padua dem Kirchenrecht. Nach der Priesterweihe um 1440 wird Nikolaus 1448 zum Kardinal ernannt. 1433 verfaßt Nikolaus auf dem Basler Konzil seine erste grundlegende Schrift De concordantia catholica, in der er als Jurist und Theologe eine neue Ekklesiologie, eine allgemeine Konzils- und Staatstheorie sowie eine darauf aufbauende Reichsreform entwirft. Die erste von Nikolaus zur Veröffentlichung bestimmte philosophisch-theologische Schrift De docta ignorantia ist grundlegend für das Verständnis seines Denkens. Hier entwickelt er seinen berühmt gewordenen Begriff der „coincidentia oppositorum“ der theologisch von der Suche nach Gott und philosophisch von der Jagd nach Weisheit geleitet ist. Mit der Einsicht in das Nichtwissen des Wissens distanziert sich Nikolaus von der ontologisch bedingten Erkenntnismetaphysik der Hochscholastik, um ein neuzeitliches Wahrheitsverständnis zu begründen. Nikolaus von Kues verbringt die letzten sechs Jahre seines Lebens am Hofe des Papstes in Rom und stirbt 1464.

Erscheint lt. Verlag 1.12.2007
Reihe/Serie Nicolai de Cusa Opera omnia ; 17,6
Sprache lateinisch
Maße 225 x 285 mm
Gewicht 534 g
Themenwelt Geisteswissenschaften Philosophie Philosophie des Mittelalters
Religion / Theologie Christentum Kirchengeschichte
Schlagworte Gotteserkenntnis • Hardcover, Softcover / Philosophie/Mittelalter • HC/Philosophie/Mittelalter • Metaphysik • Ontologie • Philosophie der Renaissance • Philosophie des Mittelalters • Theologie
ISBN-10 3-7873-1732-5 / 3787317325
ISBN-13 978-3-7873-1732-5 / 9783787317325
Zustand Neuware
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