Baby an Bord
Czernin (Verlag)
978-3-7076-0254-8 (ISBN)
Die Ausstellung "Baby an Bord. Mit dem Kinderwagen durch das 20. Jahrhundert" verknüpft erstmals den Gebrauchsartikel Kinderwagen mit der Stadtgeschichte. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wer schiebt? Das Kindermädchen? Die Mutter? Oder doch der Vater?Um 1870 tauchten vermehrt Kinderwägen im Wiener Stadtbild auf - handgefertigte "Luxuskarossen", die fürs Promenieren im Park gedacht waren. Aufstieg des Bürgertums, Industrialisierung und die Pflasterung der Straßen ermöglichten erst die großräumigere Nutzung des Kinderwagens. In ärmeren Kreisen blieb noch lange das Tragen die vorherrschende Form des Säuglingstransportes. Erst in den 1920ern sollte der Kinderwagen auch in weniger begüterte Schichten Eingang finden. Lange Zeit waren es ausschließlich Frauen, die Kinderwägen schoben: Dieses Mutter-Image findet sich in der politischen Propaganda bis zur Gegenwart wieder. Für die Ausstellung hat der Filmemacher Robert Schabus eine Kinderwagenfahrt durchs heutige Wien festgehalten - ein Statement zum Thema Mobilität in der Stadt.In den 1950er-Jahren erinnerten stromlinien-förmige Wägen an Straßenkreuzer, heute sind Buggies und Designermodelle allgegenwärtig. Lange Zeit waren es ausschließlich Frauen, die Kinderwägen schoben: Dieses Mutter-Image findet sich in der politischen Propaganda bis zur Gegenwart wieder. Manche Hürden für Kinderwägen in der Stadt sind heute beseitigt, verschwunden sind aber auch die Hersteller für Kinderwagen, die es einst in Wien gab. Die Ausstellung präsentiert historische Kinderwagenmodelle, darunter Raritäten wie einen 130 Jahre alten Dreiradwagen. Weiters gezeigt werden u. a. Werbeprospekte von Wiener Kinderwagenerzeugern, Fotoalben und Interviews. Für die Ausstellung hat der Filmemacher Robert Schabus eine Kinderwagenfahrt durchs heutige Wien festgehalten - ein Statement zum Thema Mobilität in der Stadt
Werner Koroschitz, geb. 1961, lebt und arbeitet als freiberuflicher Historiker in Villach. Wissenschaftliche Leitung des Vereins Industriekultur und Alltagsgeschichte. Zahlreiche Publikationen und Ausstellungen zu kultur- und zeitgschichtlichen Themen.
Dr. Lisa Rettl, Historikerin, Ausstellungsmacherin, Biografin, gehört zu den renommiertesten österreichischen Zeithistorikern und verfasste als Autorin zahlreiche Sachbücher und Biografien. Mit ihrem Arbeitsschwerpunkt der biografischen Erinnerungsarbeit trägt sie einer gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung, die im anglo-amerikanischen Raum seit vielen Jahren Tradition und Bestand hat: dem Bedürfnis, sich in einer rasend schnell verändernden Welt mit der eigenen Familien- und Firmengeschichte auseinanderzusetzen und diese für die Nachwelt professionell festzuhalten.
| Verlagsort | Wien |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Maße | 202 x 264 mm |
| Gewicht | 815 g |
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Allgemeines / Lexika |
| Sachbuch/Ratgeber ► Geschichte / Politik ► Regional- / Landesgeschichte | |
| Geschichte ► Teilgebiete der Geschichte ► Kulturgeschichte | |
| Sozialwissenschaften | |
| Schlagworte | Ausstellungskataloge • HC/Sachbücher/Kunst, Literatur/Kunst/Allgemeines, Nachschlagewerke • Katalog zur Ausstellung • Kinderwagen • Stadtgeschichte • Wien; Museen • Wien Museum • Wien Museum Karlsplatz |
| ISBN-10 | 3-7076-0254-0 / 3707602540 |
| ISBN-13 | 978-3-7076-0254-8 / 9783707602548 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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