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Baby an Bord -

Baby an Bord

Mit dem Kinderwagen durch das 20. Jahrhundert
Buch | Softcover
192 Seiten
2007 | 1., Aufl.
Czernin (Verlag)
978-3-7076-0254-8 (ISBN)
CHF 26,60 inkl. MwSt
Mit dem Kinderwagen lassen sich viele Geschichten erzählen: Vom Bedürfnis nach Mobilität und sich ändernden Geschlechterrollen. Von technischen Neuerungen und dem Wandel der städtischen Infrastruktur. Die Ausstellung 'Baby an Bord. Mit dem Kinderwagen durch das 20. Jahrhundert' verknüpft erstmals den Gebrauchsartikel Kinderwagen mit der Stadtgeschichte. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wer schiebt? Das Kindermädchen? Die Mutter? Oder doch der Vater? Um 1870 tauchten vermehrt Kinderwägen im Wiener Stadtbild auf, handgefertigte 'Luxuskarossen', die fürs Promenieren im Park gedacht waren. Aufstieg des Bürgertums, Industrialisierung und die Pflasterung der Straßen ermöglichten erst die großräumigere Nutzung des Kinderwagens. In ärmeren Kreisen blieb noch lange das Tragen die vorherrschende Form des Säuglingstransportes. Erst in den 1920ern sollte der Kinderwagen auch in weniger begüterte Schichten Eingang finden. Der Kinderwagen war von Anfang auch an ein Lifestyle-Objekt. Bereits in der Zwischenkriegszeit waren zusammenlegbare Modelle en vogue. In den 1950er-Jahren erinnerten stromlinien-förmige Wagen an Straßenkreuzer, heute sind Buggies und Designermodelle allgegenwärtig. Lange Zeit waren es ausschließlich Frauen, die Kinderwägen schoben: Dieses Mutter-Image findet sich in der politischen Propaganda bis zur Gegenwart wieder. Manche Hürden für Kinderwägen in der Stadt sind heute beseitigt, verschwunden sind aber auch die Hersteller für Kinderwagen, die es einst in Wien gab. Die Ausstellung präsentiert historische Kinderwagenmodelle, darunter Raritäten wie einen 130 Jahre alten Dreiradwagen. Weiters gezeigt werden u. a. Werbeprospekte von Wiener Kinderwagenerzeugern, Fotoalben und Interviews.
Die Ausstellung "Baby an Bord. Mit dem Kinderwagen durch das 20. Jahrhundert" verknüpft erstmals den Gebrauchsartikel Kinderwagen mit der Stadtgeschichte. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wer schiebt? Das Kindermädchen? Die Mutter? Oder doch der Vater?Um 1870 tauchten vermehrt Kinderwägen im Wiener Stadtbild auf - handgefertigte "Luxuskarossen", die fürs Promenieren im Park gedacht waren. Aufstieg des Bürgertums, Industrialisierung und die Pflasterung der Straßen ermöglichten erst die großräumigere Nutzung des Kinderwagens. In ärmeren Kreisen blieb noch lange das Tragen die vorherrschende Form des Säuglingstransportes. Erst in den 1920ern sollte der Kinderwagen auch in weniger begüterte Schichten Eingang finden. Lange Zeit waren es ausschließlich Frauen, die Kinderwägen schoben: Dieses Mutter-Image findet sich in der politischen Propaganda bis zur Gegenwart wieder. Für die Ausstellung hat der Filmemacher Robert Schabus eine Kinderwagenfahrt durchs heutige Wien festgehalten - ein Statement zum Thema Mobilität in der Stadt.In den 1950er-Jahren erinnerten stromlinien-förmige Wägen an Straßenkreuzer, heute sind Buggies und Designermodelle allgegenwärtig. Lange Zeit waren es ausschließlich Frauen, die Kinderwägen schoben: Dieses Mutter-Image findet sich in der politischen Propaganda bis zur Gegenwart wieder. Manche Hürden für Kinderwägen in der Stadt sind heute beseitigt, verschwunden sind aber auch die Hersteller für Kinderwagen, die es einst in Wien gab. Die Ausstellung präsentiert historische Kinderwagenmodelle, darunter Raritäten wie einen 130 Jahre alten Dreiradwagen. Weiters gezeigt werden u. a. Werbeprospekte von Wiener Kinderwagenerzeugern, Fotoalben und Interviews. Für die Ausstellung hat der Filmemacher Robert Schabus eine Kinderwagenfahrt durchs heutige Wien festgehalten - ein Statement zum Thema Mobilität in der Stadt

Werner Koroschitz, geb. 1961, lebt und arbeitet als freiberuflicher Historiker in Villach. Wissenschaftliche Leitung des Vereins Industriekultur und Alltagsgeschichte. Zahlreiche Publikationen und Ausstellungen zu kultur- und zeitgschichtlichen Themen.

Dr. Lisa Rettl, Historikerin, Ausstellungsmacherin, Biografin, gehört zu den renommiertesten österreichischen Zeithistorikern und verfasste als Autorin zahlreiche Sachbücher und Biografien. Mit ihrem Arbeitsschwerpunkt der biografischen Erinnerungsarbeit trägt sie einer gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung, die im anglo-amerikanischen Raum seit vielen Jahren Tradition und Bestand hat: dem Bedürfnis, sich in einer rasend schnell verändernden Welt mit der eigenen Familien- und Firmengeschichte auseinanderzusetzen und diese für die Nachwelt professionell festzuhalten.

Verlagsort Wien
Sprache deutsch
Maße 202 x 264 mm
Gewicht 815 g
Einbandart Paperback
Themenwelt Kunst / Musik / Theater Allgemeines / Lexika
Sachbuch/Ratgeber Geschichte / Politik Regional- / Landesgeschichte
Geschichte Teilgebiete der Geschichte Kulturgeschichte
Sozialwissenschaften
Schlagworte Ausstellungskataloge • HC/Sachbücher/Kunst, Literatur/Kunst/Allgemeines, Nachschlagewerke • Katalog zur Ausstellung • Kinderwagen • Stadtgeschichte • Wien; Museen • Wien Museum • Wien Museum Karlsplatz
ISBN-10 3-7076-0254-0 / 3707602540
ISBN-13 978-3-7076-0254-8 / 9783707602548
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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