Throne der Schöpfung
Ein Deutungsversuch der Schöpfungsgeschichte zur Begründung der Naturwissenschaften
Seiten
2025
winterwork (Verlag)
978-3-98913-219-1 (ISBN)
winterwork (Verlag)
978-3-98913-219-1 (ISBN)
In diesem Essay wird die Schöpfungsgeschichte unter Berücksichtigung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse modern interpretiert. Die biblischen Beschreibungen der einzelnen Schöpfungstage werden nicht in Frage gestellt, sondern sie werden insofern neu interpretiert, als dass sie jeweils einem naturwissenschaftlichen Schöpfungsprinzip zugeordnet werden.
Das Schöpfungsprinzip wird jedoch zunächst nicht auf einer naturwissenschaftlichen Ebene behandelt, sondern auf der hohen göttlichen Schöpfungsebene betrachtet. Da wir Menschen hierzu keinen unmittelbaren für alle Menschen nachvollziehbaren Zugang haben, bedient sich dieser Essay des Stilmittels eines Traums.
Als Vorbild für dieses Stilmittel wird die „Divina Comedia“ zu Deutsch „Göttliche Komödie“ des italienischen Dichters Dante Alighieri (1265–1321) verwendet. Dort wird eine mittelalterliche Vision vom Jenseits mittels einer Reise mit verschiedenen Jenseitsführern durch die folgenden drei Jenseitsbereiche vorgeführt: den neun Höllenkreisen, dem Fegefeuer und den neun himmlischen Sphären.
Im Unterschied dazu wird in diesem Essay eine Analogie zu Jakobs Traum mit der Himmelsleiter (siehe Genesis 28, 12) hergestellt, in dem es heißt: „Da hatte er einen Traum: Siehe, eine Treppe stand auf der Erde, ihre Spitze reichte bis zum Himmel. Und siehe: Auf ihr stiegen die Engel Gottes auf und nieder“. Dieses Bild wird aufgenommen, indem der Erzähler im Traum von den Boten Gottes begleitet in die himmlische Sphäre aufsteigt, wo sich die göttliche Herrlichkeit in den Bildern der Bibel zeigt.
Dort begegnet der Träumer den Thronen der Bibel, die in der Offenbarung des Johannes im Neuen Testament erwähnt werden (siehe Offenbarung 4, 4). Alle Throne sind Kinder Gottes und haben ihren Verantwortungsbereich in der himmlischen Ordnung. Sie nehmen eine wichtige Rolle im göttlichen Schöpfungsplan ein und sind dem Schöpfer treu zu Diensten. Diese stellen sich und ihren Wirkungskreis im Kapitel „Throne der Schöpfung“ selbst vor.
In der Bibel tragen die einzelnen Throne nicht zuletzt deshalb Kronen tragen, weil sie einen eigenen ihnen von Gott zugewiesenen Aufgabenbereich verantworten. Dieser Essay nimmt gewissermaßen im Traum eine Anleihe an der griechischen Mythologie, indem er die Throne mit analogen Eigenschaften einzelner griechischer Götter ausstattet, sie aber im christlichen Kontext ausgestaltet.
Diese Throne bilden den Rat Gottes, dem Christus als König des Himmels und Stellvertreter Gottes vorsteht. In diesem Rat treten die jeweiligen Throne vor und beraten je Schöpfungstag, wie dieser umgesetzt werden kann. Dabei wird der Träumer wie in der göttlichen Komödie als Beobachter miteinbezogen, indem die einzelnen namentlich genannten Throne dem Träumer persönlich ihr Vorgehen erläutern.
Im ersten Schöpfungstag wird der Schöpfungsauftrag Gottes „Es werde Licht“ als „hochfrequente“ Schwingungen der Worte Gottes gedeutet, welche den
Thronwagen Gottes (siehe Ezechiel 10) umgeben und der deshalb von den Feuermachern, den Seraphim, hochenergetisch umgeben ist.
Der zweite Schöpfungstag wird hingegen der ideellen Vorbereitung der Schöpfung gewidmet. Dazu werden in der Deutung dieses Essays insbesondere die Ideen der Mathematik als ein wichtiges Ergebnis dieses Schöpfungstags sowie die geistige Vorbereitung der Erschaffung des Kosmos erwogen.
Der dritte Schöpfungstag ist der Erzeugung der Materie („das Trockene der Erde“ und „das Wasser des Meeres“) und des Mikrokosmos gewidmet, welche eine sehr gute naturwissenschaftliche Zuordnung durch das Standardmodell der Elementarteilchenphysik und durch das Periodensystem der Elemente erhalten.
Der vierte Schöpfungstag hingegen dient der Erzeugung des Makrokosmos und seinen Ordnungsprinzipien auf Grundlage der zuvor geschaffenen Gesetze der Materie. Diese findet eine naturwissenschaftliche Zuordnung in der Kosmologie und den Gesetzen der Relativitätstheorie.
Im fünften Schöpfungstag erfährt die irdische Erschaffung des Lebens auf Erden, der Pflanzen und Tiere, eine wesentliche Deutung nach Rudolf Steiner (1861-1925), in der die geistigen daran beteiligten Wesen in der Schöpfung miteinbezogen werden. Dabei erläutern die Schirmherrin der Pflanzen „Flora“ und die Schirmherrin „Fauna“ der Tiere das wesentliche Geschehen.
Der sechste Schöpfungstag erfährt mit der Erschaffung des Menschen einen bedeutsamen Höhepunkt der Schöpfungsgeschichte. Aus naturwissenschaftlicher Sicht mutet die Heraushebung der Erschaffung des Menschen merkwürdig an, da ihm allein ein ganzer Schöpfungstag gewidmet ist.
Es wird eine Deutung versucht, indem auf den Fall der Menschheit, symbolisch vertreten durch Adam und Eva, im Paradies Bezug genommen wird. Die herausragende Bedeutung besteht in dieser Interpretation darin, dass der Mensch dazu berufen ist, am Erlösungsplan Gottes von der materiellen Gebundenheit aller Lebewesen entscheidend mitzuwirken.
Ebenso erstaunlich ist die Heraushebung des siebenten Schöpfungstags, an dem Gott von allen seinen Werken ruht. Er scheint deshalb so bedeutend, weil er nicht nur der Kontemplation des Schöpfungswerks und der Danksagung an den Schöpfer dient, sondern von der Betrachtung der Schöpfung im Äußeren zu ihrer Sublimierung im Innern führt.
Diese Verinnerlichung der äußeren Schöpfung entspricht dem Aufruf des romantischen Dichters Novalis (1772-1801), der in seinem „Blütenstaub“ forderte: „Nach Innen führt der geheimnisvolle Weg. In uns oder nirgends liegt die Zukunft und die Vergangenheit mit ihren Welten“.
Nach Verabschiedung des Träumers von dem Rat der Throne erfolgt sein Abstieg auf derselben Himmelsleiter, wo der Träumer dem Himmel noch so nahe ist, dass er in seinen Naturbeschreibungen eine Anleihe bei dem Dichter Jean Paul (1763-1826) nimmt.
Auf der Erde angekommen erwacht der Träumer von seiner Reise in den Himmel und dankt Gott mit der Hymne „Im Abendrot“ des Dichters Karl Gottlieb Lappe (1773-1843) für die Schöpfung, um dann sein irdisches Tagewerk aufzunehmen.
Das Schöpfungsprinzip wird jedoch zunächst nicht auf einer naturwissenschaftlichen Ebene behandelt, sondern auf der hohen göttlichen Schöpfungsebene betrachtet. Da wir Menschen hierzu keinen unmittelbaren für alle Menschen nachvollziehbaren Zugang haben, bedient sich dieser Essay des Stilmittels eines Traums.
Als Vorbild für dieses Stilmittel wird die „Divina Comedia“ zu Deutsch „Göttliche Komödie“ des italienischen Dichters Dante Alighieri (1265–1321) verwendet. Dort wird eine mittelalterliche Vision vom Jenseits mittels einer Reise mit verschiedenen Jenseitsführern durch die folgenden drei Jenseitsbereiche vorgeführt: den neun Höllenkreisen, dem Fegefeuer und den neun himmlischen Sphären.
Im Unterschied dazu wird in diesem Essay eine Analogie zu Jakobs Traum mit der Himmelsleiter (siehe Genesis 28, 12) hergestellt, in dem es heißt: „Da hatte er einen Traum: Siehe, eine Treppe stand auf der Erde, ihre Spitze reichte bis zum Himmel. Und siehe: Auf ihr stiegen die Engel Gottes auf und nieder“. Dieses Bild wird aufgenommen, indem der Erzähler im Traum von den Boten Gottes begleitet in die himmlische Sphäre aufsteigt, wo sich die göttliche Herrlichkeit in den Bildern der Bibel zeigt.
Dort begegnet der Träumer den Thronen der Bibel, die in der Offenbarung des Johannes im Neuen Testament erwähnt werden (siehe Offenbarung 4, 4). Alle Throne sind Kinder Gottes und haben ihren Verantwortungsbereich in der himmlischen Ordnung. Sie nehmen eine wichtige Rolle im göttlichen Schöpfungsplan ein und sind dem Schöpfer treu zu Diensten. Diese stellen sich und ihren Wirkungskreis im Kapitel „Throne der Schöpfung“ selbst vor.
In der Bibel tragen die einzelnen Throne nicht zuletzt deshalb Kronen tragen, weil sie einen eigenen ihnen von Gott zugewiesenen Aufgabenbereich verantworten. Dieser Essay nimmt gewissermaßen im Traum eine Anleihe an der griechischen Mythologie, indem er die Throne mit analogen Eigenschaften einzelner griechischer Götter ausstattet, sie aber im christlichen Kontext ausgestaltet.
Diese Throne bilden den Rat Gottes, dem Christus als König des Himmels und Stellvertreter Gottes vorsteht. In diesem Rat treten die jeweiligen Throne vor und beraten je Schöpfungstag, wie dieser umgesetzt werden kann. Dabei wird der Träumer wie in der göttlichen Komödie als Beobachter miteinbezogen, indem die einzelnen namentlich genannten Throne dem Träumer persönlich ihr Vorgehen erläutern.
Im ersten Schöpfungstag wird der Schöpfungsauftrag Gottes „Es werde Licht“ als „hochfrequente“ Schwingungen der Worte Gottes gedeutet, welche den
Thronwagen Gottes (siehe Ezechiel 10) umgeben und der deshalb von den Feuermachern, den Seraphim, hochenergetisch umgeben ist.
Der zweite Schöpfungstag wird hingegen der ideellen Vorbereitung der Schöpfung gewidmet. Dazu werden in der Deutung dieses Essays insbesondere die Ideen der Mathematik als ein wichtiges Ergebnis dieses Schöpfungstags sowie die geistige Vorbereitung der Erschaffung des Kosmos erwogen.
Der dritte Schöpfungstag ist der Erzeugung der Materie („das Trockene der Erde“ und „das Wasser des Meeres“) und des Mikrokosmos gewidmet, welche eine sehr gute naturwissenschaftliche Zuordnung durch das Standardmodell der Elementarteilchenphysik und durch das Periodensystem der Elemente erhalten.
Der vierte Schöpfungstag hingegen dient der Erzeugung des Makrokosmos und seinen Ordnungsprinzipien auf Grundlage der zuvor geschaffenen Gesetze der Materie. Diese findet eine naturwissenschaftliche Zuordnung in der Kosmologie und den Gesetzen der Relativitätstheorie.
Im fünften Schöpfungstag erfährt die irdische Erschaffung des Lebens auf Erden, der Pflanzen und Tiere, eine wesentliche Deutung nach Rudolf Steiner (1861-1925), in der die geistigen daran beteiligten Wesen in der Schöpfung miteinbezogen werden. Dabei erläutern die Schirmherrin der Pflanzen „Flora“ und die Schirmherrin „Fauna“ der Tiere das wesentliche Geschehen.
Der sechste Schöpfungstag erfährt mit der Erschaffung des Menschen einen bedeutsamen Höhepunkt der Schöpfungsgeschichte. Aus naturwissenschaftlicher Sicht mutet die Heraushebung der Erschaffung des Menschen merkwürdig an, da ihm allein ein ganzer Schöpfungstag gewidmet ist.
Es wird eine Deutung versucht, indem auf den Fall der Menschheit, symbolisch vertreten durch Adam und Eva, im Paradies Bezug genommen wird. Die herausragende Bedeutung besteht in dieser Interpretation darin, dass der Mensch dazu berufen ist, am Erlösungsplan Gottes von der materiellen Gebundenheit aller Lebewesen entscheidend mitzuwirken.
Ebenso erstaunlich ist die Heraushebung des siebenten Schöpfungstags, an dem Gott von allen seinen Werken ruht. Er scheint deshalb so bedeutend, weil er nicht nur der Kontemplation des Schöpfungswerks und der Danksagung an den Schöpfer dient, sondern von der Betrachtung der Schöpfung im Äußeren zu ihrer Sublimierung im Innern führt.
Diese Verinnerlichung der äußeren Schöpfung entspricht dem Aufruf des romantischen Dichters Novalis (1772-1801), der in seinem „Blütenstaub“ forderte: „Nach Innen führt der geheimnisvolle Weg. In uns oder nirgends liegt die Zukunft und die Vergangenheit mit ihren Welten“.
Nach Verabschiedung des Träumers von dem Rat der Throne erfolgt sein Abstieg auf derselben Himmelsleiter, wo der Träumer dem Himmel noch so nahe ist, dass er in seinen Naturbeschreibungen eine Anleihe bei dem Dichter Jean Paul (1763-1826) nimmt.
Auf der Erde angekommen erwacht der Träumer von seiner Reise in den Himmel und dankt Gott mit der Hymne „Im Abendrot“ des Dichters Karl Gottlieb Lappe (1773-1843) für die Schöpfung, um dann sein irdisches Tagewerk aufzunehmen.
| Erscheinungsdatum | 11.10.2025 |
|---|---|
| Verlagsort | Borsdorf |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 170 x 240 mm |
| Gewicht | 334 g |
| Themenwelt | Religion / Theologie ► Christentum ► Kirchengeschichte |
| Schlagworte | Schöpfung • Schöpfungsgeschichte • Schöpfungsmythos |
| ISBN-10 | 3-98913-219-9 / 3989132199 |
| ISBN-13 | 978-3-98913-219-1 / 9783989132191 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
Mehr entdecken
aus dem Bereich
aus dem Bereich
eine andere Geschichte der Papststadt
Buch | Softcover (2024)
C.H.Beck (Verlag)
CHF 25,20