Anmerkungen zum Antisemitismus
Die Funktion der Judenfeindschaft und das westliche Selbstverhältnis
Seiten
2026
C.H.Beck (Verlag)
978-3-406-84639-7 (ISBN)
C.H.Beck (Verlag)
978-3-406-84639-7 (ISBN)
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Armin Nassehi über die Funktion des Antisemitismus in unserer Zeit
Antisemitische Denkfiguren, Chiffren, Symbole und Taten erfahren derzeit eine erhebliche Sichtbarkeit - was nicht nur mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel im Jahre 2023 und den militärischen und politischen Folgen dieses Ereignisses zu tun hat. In seinem neuen Buch nimmt der Soziologe Armin Nassehi den verbindenden Kern antisemitischer Formen rechtsradikaler, bürgerlicher, linker, postkolonialer und islamistischer Natur in den Blick.
Es widmet sich der gleichzeitigen Persistenz und Plastizität dieses Phänomens. Die nicht historisch, sondern explizit soziologisch gestellte Leitfrage lautet: Was ist die Funktion des Antisemitismus in westlichen Gesellschaften? Sie wird mit der These beantwortet, dass antisemitische Denkungsarten stets mit ungeklärten Selbstverhältnissen derer zu tun haben, für die der Antisemitismus exakt dieses Problem löst: Fragen der Selbstbeschreibung und ihres Selbstverhältnisses zu lösen. Nassehis Buch ist damit zugleich ein Beitrag zu der Frage, wie die Selbstbezogenheit des "Westens" seine paradoxen Selbstverhältnisse auf etwas Fremdes richtet, das zugleich sein Vertrautestes selbst ist, das imaginierte Jüdische nämlich.
Antisemitische Denkfiguren, Chiffren, Symbole und Taten erfahren derzeit eine erhebliche Sichtbarkeit - was nicht nur mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel im Jahre 2023 und den militärischen und politischen Folgen dieses Ereignisses zu tun hat. In seinem neuen Buch nimmt der Soziologe Armin Nassehi den verbindenden Kern antisemitischer Formen rechtsradikaler, bürgerlicher, linker, postkolonialer und islamistischer Natur in den Blick.
Es widmet sich der gleichzeitigen Persistenz und Plastizität dieses Phänomens. Die nicht historisch, sondern explizit soziologisch gestellte Leitfrage lautet: Was ist die Funktion des Antisemitismus in westlichen Gesellschaften? Sie wird mit der These beantwortet, dass antisemitische Denkungsarten stets mit ungeklärten Selbstverhältnissen derer zu tun haben, für die der Antisemitismus exakt dieses Problem löst: Fragen der Selbstbeschreibung und ihres Selbstverhältnisses zu lösen. Nassehis Buch ist damit zugleich ein Beitrag zu der Frage, wie die Selbstbezogenheit des "Westens" seine paradoxen Selbstverhältnisse auf etwas Fremdes richtet, das zugleich sein Vertrautestes selbst ist, das imaginierte Jüdische nämlich.
Armin Nassehi Vizepräsident der Ludwig-Maximilians- Universität München, 1998 bis 2025 Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie. Bei C.H.Beck sind von ihm bisher erschienen: "Kritik der großen Geste" (2024), "Gesellschaftliche Grundbegriffe" (2023), "Unbehagen" (2021) und "Muster" (2019).
| Erscheint lt. Verlag | 20.3.2026 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Beck Paperback ; 6630 |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 124 x 205 mm |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Geschichte / Politik ► Politik / Gesellschaft |
| Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie ► Judentum | |
| Schlagworte | Antisemitismus • Diskriminierung • Feindbilder • Fremdheit • Gesellschaft • Gesellschaftsanalyse • Gewalt • HIS022000 • Identität • Ideologiekritik • Islamismus • Israel • Judenfeindschaft • Kulturkritik • Postkolonialismus • Rechtsradikalismus • Selbstverhältnis • SOC020000 • SOC049000 • Sozialpsychologie • Soziologie • Stereotype • Symbolik |
| ISBN-10 | 3-406-84639-4 / 3406846394 |
| ISBN-13 | 978-3-406-84639-7 / 9783406846397 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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