125 Jahre Bürgerliches Gesetzbuch
Kodifikation, Rechtsprechung und Wissenschaft
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In der 125jährigen Geschichte des BGB hat die Privatrechtswissenschaft ihre Kodifikation lange Zeit nicht als Identifikationssymbol begriffen. Die im vorliegenden Band versammelten Beiträge fragen nach den Ursachen und nehmen dazu das Verhältnis von Kodifikation, Wissenschaft und Rechtsprechung in den Blick.
Anders als das Grundgesetz ist das BGB nie zu einem Identifikationssymbol der deutschen Rechtswissenschaft geworden, und es scheint, dass die Privatrechtswissenschaft erst in den letzten Jahrzehnten begonnen hat, die tragenden Ideen ihrer Kodifikation (systematische Anlage; Trennung von Gesellschaft und Staat; Individualismus; formale Konzeptionen bürgerlicher Freiheit und Gleichheit) wertzuschätzen. Der Band, Ergebnis einer Ringvorlesung an der Universität Münster, nimmt das Gesetzbuch vor diesem Hintergrund aus historisch-vergleichender Perspektive in den Blick. Die Beiträge fragen nach den Hintergründen für das distanzierte Verhältnis der Wissenschaft zum BGB; sie untersuchen, wie Rechtsprechung und Wissenschaft immer wieder eigene Wertungen an die Kodifikation herangetragen haben; sie rekonstruieren das Verhältnis von Kodifikation und Verfassung in der Geschichte des BGB; sie nehmen das BGB und die deutsche Wissenschaft aus der Distanz anderer Rechtsordnungen in den Blick; sie fragen nach der Tragfähigkeit bürgerlich-rechtlicher Systemvorstellungen; und sie suchen schließlich nach neuen Formen zukunftsorientierter Privatrechtswissenschaft. Unlike the Basic Law, the German Civil Code has never become a symbol of identification for German jurisprudence. It is only recently that it has begun to appreciate the fundamental ideas of codification (systematic structure, separation of society and state, individualism). The articles in this work examine the reasons behind the distant relationship between academia and the German Civil Code (BGB); they investigate how case law and academia have repeatedly applied their own values to codification; they reconstruct the historical relationship between codification and the constitution; they view the German Civil Code and German scholarship from the distance of other legal systems; they question the viability of civil law system concepts; and finally, they look for new forms of future-oriented private law jurisprudence.
Anders als das Grundgesetz ist das BGB nie zu einem Identifikationssymbol der deutschen Rechtswissenschaft geworden, und es scheint, dass die Privatrechtswissenschaft erst in den letzten Jahrzehnten begonnen hat, die tragenden Ideen ihrer Kodifikation (systematische Anlage; Trennung von Gesellschaft und Staat; Individualismus; formale Konzeptionen bürgerlicher Freiheit und Gleichheit) wertzuschätzen. Der Band, Ergebnis einer Ringvorlesung an der Universität Münster, nimmt das Gesetzbuch vor diesem Hintergrund aus historisch-vergleichender Perspektive in den Blick. Die Beiträge fragen nach den Hintergründen für das distanzierte Verhältnis der Wissenschaft zum BGB; sie untersuchen, wie Rechtsprechung und Wissenschaft immer wieder eigene Wertungen an die Kodifikation herangetragen haben; sie rekonstruieren das Verhältnis von Kodifikation und Verfassung in der Geschichte des BGB; sie nehmen das BGB und die deutsche Wissenschaft aus der Distanz anderer Rechtsordnungen in den Blick; sie fragen nach der Tragfähigkeit bürgerlich-rechtlicher Systemvorstellungen; und sie suchen schließlich nach neuen Formen zukunftsorientierter Privatrechtswissenschaft. Unlike the Basic Law, the German Civil Code has never become a symbol of identification for German jurisprudence. It is only recently that it has begun to appreciate the fundamental ideas of codification (systematic structure, separation of society and state, individualism). The articles in this work examine the reasons behind the distant relationship between academia and the German Civil Code (BGB); they investigate how case law and academia have repeatedly applied their own values to codification; they reconstruct the historical relationship between codification and the constitution; they view the German Civil Code and German scholarship from the distance of other legal systems; they question the viability of civil law system concepts; and finally, they look for new forms of future-oriented private law jurisprudence.
ist Inhaber des Lehrstuhls für Römisches Recht und Privatrechtsgeschichte sowie Deutsches und Europäisches Privatrecht an der Universität Münster.
ist Inhaber des Lehrstuhls für Römisches Recht und Vergleichende Rechtsgeschichte, Bürgerliches Recht und Europäisches Privatrecht an der Universität Münster.
| Erscheinungsdatum | 17.09.2025 |
|---|---|
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 155 x 232 mm |
| Themenwelt | Geschichte ► Teilgebiete der Geschichte ► Militärgeschichte |
| Recht / Steuern ► Privatrecht / Bürgerliches Recht | |
| Recht / Steuern ► Rechtsgeschichte | |
| Schlagworte | BGB • Bürgerliche Freiheit • Bürgerliches Gesetzbuch • Gleichheit • Grundgesetz • Individualismus • Kodifikation • Privatrecht • Rechtseinheit • Rechtsgeschichte • Rechtsprechung • Rechtsvergleichung • Rechtswissenschaft • Systemdenken • Zivilrecht |
| ISBN-10 | 3-16-200013-0 / 3162000130 |
| ISBN-13 | 978-3-16-200013-2 / 9783162000132 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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