Politische Scholastik - Spätmittelalterliche Theorien der Politik
Probleme, Traditionen, Positionen - Gesammelte Studien
2021
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-159852-4 (ISBN)
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-159852-4 (ISBN)
Diese Auswahl aus (erstmals zwischen 1980 und 2018 erschienenen) Studien untersucht nicht enge 'geistesgeschichtliche' Genealogien, sondern will den Hintergrund konkreter praktisch-politischer Konflikte erhellen, um so dem Beitrag der scholastischen Universität zur inneren Geschichte des Spätmittelalters näher zu kommen.
Dieser Band versammelt zwischen 1980 und 2018 erstmals erschienene Studien, die politiktheoretischen Traktaten der scholastischen Universität des Spätmittelalters gelten. Die wissenschaftlichen Experten legten ihre Texte als Resultat eigenen Nachdenkens vor, oder ihre Stellungnahmen wurden aus der politischen Praxis angefordert. Die einzelnen Texte sollen jetzt nicht in eine lineare Ideengeschichte des politischen Denkens eingegliedert werden, vielmehr soll ihr Hintergrund aus dem Bezug zu konkreten Konflikten deutlich hervortreten. Denn mit ihren Ratschlägen leistete die Scholastik einen fundamentalen Beitrag zur Formulierung und Legitimation politischer Interessen und damit zum Bewusstsein der Zeitgenossen. Die meist für die Außenwelt und nicht für die Hörsäle bestimmten Texte trugen dazu bei, eine "politische Öffentlichkeit" auszubilden, wie sie in der Neuzeit noch eine große Zukunft haben sollte. The essays in this collection do not explore linear intellectual traditions such as Augustinianism or Aristotelianism (which nevertheless are taken into account) but study definite conflicts of interest in practical politics where expert advice was requested or scholars presented their texts to the public as scholarly findings without being asked. These texts, intended for the outside world and not for the universities, contributed to the development of the modern "political public" to come.
Dieser Band versammelt zwischen 1980 und 2018 erstmals erschienene Studien, die politiktheoretischen Traktaten der scholastischen Universität des Spätmittelalters gelten. Die wissenschaftlichen Experten legten ihre Texte als Resultat eigenen Nachdenkens vor, oder ihre Stellungnahmen wurden aus der politischen Praxis angefordert. Die einzelnen Texte sollen jetzt nicht in eine lineare Ideengeschichte des politischen Denkens eingegliedert werden, vielmehr soll ihr Hintergrund aus dem Bezug zu konkreten Konflikten deutlich hervortreten. Denn mit ihren Ratschlägen leistete die Scholastik einen fundamentalen Beitrag zur Formulierung und Legitimation politischer Interessen und damit zum Bewusstsein der Zeitgenossen. Die meist für die Außenwelt und nicht für die Hörsäle bestimmten Texte trugen dazu bei, eine "politische Öffentlichkeit" auszubilden, wie sie in der Neuzeit noch eine große Zukunft haben sollte. The essays in this collection do not explore linear intellectual traditions such as Augustinianism or Aristotelianism (which nevertheless are taken into account) but study definite conflicts of interest in practical politics where expert advice was requested or scholars presented their texts to the public as scholarly findings without being asked. These texts, intended for the outside world and not for the universities, contributed to the development of the modern "political public" to come.
Geboren 1938; 1984â2003 Ordinarius für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Heidelberg.
| Erscheint lt. Verlag | 20.7.2021 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Spätmittelalter, Humanismus, Reformation / Studies in the Late Middle Ages, Humanism, and the Reformation |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Religion / Theologie ► Christentum ► Kirchengeschichte |
| Schlagworte | Kirche und Staat • Konflikt und Streit • Legitimation politischer Ansprüche • Politische Praxis |
| ISBN-10 | 3-16-159852-0 / 3161598520 |
| ISBN-13 | 978-3-16-159852-4 / 9783161598524 |
| Zustand | Neuware |
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