Der Tod als Herrscher in Ugarit und Israel
2007
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-151120-2 (ISBN)
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-151120-2 (ISBN)
Stefanie Ulrike Gulde untersucht anhand des Phänomens 'Tod' die besonderen Möglichkeiten von Bildsprache im Alten Testament und seiner Umwelt. Eines haben alle Todesfiguren, sei es als Fresser, Eindringling oder Räuber, Hirte oder Bundespartner, gemeinsam: der Tod wird immer als Herrscher dargestellt. Daher spiegelt dieses Attribut die Erfahrung der Machtlosigkeit der Menschen wieder, wenn es um Sterben und Tod geht.
Das Phänomen 'Tod' beschäftigte den Menschen zu allen Zeiten, was sich unter anderem darin zeigt, daß der Austausch über den Tod eine beträchtliche Menge an Literatur prägt. Da über den Tod an sich kein Lebender Wissen haben kann, erfolgt dieser Austausch durch alle Kulturen und Zeiten hindurch zum Großteil über bildsprachliche, besonders metaphorische Versuche. Stefanie Ulrike Gulde untersucht anhand des Phänomens 'Tod' die besonderen Möglichkeiten von Bildsprache im Alten Testament und seiner Umwelt. Gleichzeitig konzentriert sich die Autorin auf ganz bestimmte bildsprachliche Annäherungen an den Tod, die im Vorderen Alten Orient kursierten und dann auch im Alten Testament zu finden sind. Es ist der Tod als Figur, der motivgeschichtlich betrachtet wird. Diese Figur tritt in zwei unterschiedlichen Traditionen in Erscheinung, was Rückschlüsse auf den Austausch zwischen den ägyptischen, mesopotamischen und westsyrischen Kulturkreisen zuläßt. Beide Traditionen finden sich erwartungsgemäß im Alten Testament wieder. Doch sind dort auch weitere Figuren des Todes erhalten, die keine Parallelen zu Personifikationen aus der Umwelt des Alten Testaments zu haben scheinen. Sie zeugen vom souveränen Umgang der biblischen Autoren mit althergebrachten Motiven und Traditionen. Eine Gemeinsamkeit findet sich dennoch bei den verschiedenen Todesfiguren, sei es als Fresser, Eindringling oder Räuber, Hirte oder Bundespartner: Immer ist der Tod als Herrscher dargestellt. Erwartungsgemäß spiegelt dieses Attribut die Erfahrung der Machtlosigkeit der Menschen wieder, wenn es um Sterben und Tod geht. Human beings have always been interested in the phenomenon of "death". Since no living person can have any knowledge about death itself, the exchange of information on this subject in all cultures and eras has largely been in pictures, and in particular metaphors. Using the phenomenon of "death" as an example, Stefanie Ulrike Gulde studies the special possibilities provided by pictorial language in the Old Testament. All the figures which symbolize death, whether as a glutton, an intruder or a robber, a shepherd or a partner in the covenant, have one thing in common: death is always shown as a ruler. As expected, this attribute reflects the helplessness of human beings where death and dying are concerned.
Das Phänomen 'Tod' beschäftigte den Menschen zu allen Zeiten, was sich unter anderem darin zeigt, daß der Austausch über den Tod eine beträchtliche Menge an Literatur prägt. Da über den Tod an sich kein Lebender Wissen haben kann, erfolgt dieser Austausch durch alle Kulturen und Zeiten hindurch zum Großteil über bildsprachliche, besonders metaphorische Versuche. Stefanie Ulrike Gulde untersucht anhand des Phänomens 'Tod' die besonderen Möglichkeiten von Bildsprache im Alten Testament und seiner Umwelt. Gleichzeitig konzentriert sich die Autorin auf ganz bestimmte bildsprachliche Annäherungen an den Tod, die im Vorderen Alten Orient kursierten und dann auch im Alten Testament zu finden sind. Es ist der Tod als Figur, der motivgeschichtlich betrachtet wird. Diese Figur tritt in zwei unterschiedlichen Traditionen in Erscheinung, was Rückschlüsse auf den Austausch zwischen den ägyptischen, mesopotamischen und westsyrischen Kulturkreisen zuläßt. Beide Traditionen finden sich erwartungsgemäß im Alten Testament wieder. Doch sind dort auch weitere Figuren des Todes erhalten, die keine Parallelen zu Personifikationen aus der Umwelt des Alten Testaments zu haben scheinen. Sie zeugen vom souveränen Umgang der biblischen Autoren mit althergebrachten Motiven und Traditionen. Eine Gemeinsamkeit findet sich dennoch bei den verschiedenen Todesfiguren, sei es als Fresser, Eindringling oder Räuber, Hirte oder Bundespartner: Immer ist der Tod als Herrscher dargestellt. Erwartungsgemäß spiegelt dieses Attribut die Erfahrung der Machtlosigkeit der Menschen wieder, wenn es um Sterben und Tod geht. Human beings have always been interested in the phenomenon of "death". Since no living person can have any knowledge about death itself, the exchange of information on this subject in all cultures and eras has largely been in pictures, and in particular metaphors. Using the phenomenon of "death" as an example, Stefanie Ulrike Gulde studies the special possibilities provided by pictorial language in the Old Testament. All the figures which symbolize death, whether as a glutton, an intruder or a robber, a shepherd or a partner in the covenant, have one thing in common: death is always shown as a ruler. As expected, this attribute reflects the helplessness of human beings where death and dying are concerned.
Geboren 1970; Studium der katholischen Theologie in Tübingen und Dublin; 2005 Promotion; derzeit Akademische Rätin an der Katholisch-Theologischen Fakultät in Tübingen.
| Erscheint lt. Verlag | 12.2.2007 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Forschungen zum Alten Testament 2. Reihe |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Religion / Theologie ► Christentum ► Bibelausgaben / Bibelkommentare |
| Schlagworte | Herrscher • Mohr Siebeck • Tod |
| ISBN-10 | 3-16-151120-4 / 3161511204 |
| ISBN-13 | 978-3-16-151120-2 / 9783161511202 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
Mehr entdecken
aus dem Bereich
aus dem Bereich
Die Begründung von Lebensformen angesichts gesellschaftlicher …
Online Resource (2025)
Mohr Siebeck (Hersteller)
CHF 39,95