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Pflanzen für Palästina - Dana von Suffrin

Pflanzen für Palästina

Otto Warburg und die Naturwissenschaften im Jischuw
Online Resource
2019
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-156817-6 (ISBN)
CHF 96,55 inkl. MwSt
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Was erzählt Eukalyptus, Weizen und Wald in Palästina über Menschen, Politik und Ideologie? Dana von Suffrin untersucht das Wirken einer Gruppe von Zionisten um Otto Warburg (1859-1938), die mit Hilfe von Wissenschaft einen jüdischen Staat gründen wollte.
In der Geschichtsschreibung war der sogenannte Botanische Zionismus, der sich um 1900 um den deutsch-jüdischen Kolonialbotaniker Otto Warburg (1859-1938) formierte, nur eine Fußnote. Tatsächlich aber hat der Botanische Zionismus bis in die Gegenwart Spuren hinterlassen. Die neu gepflanzten Eukalypten und Wälder Palästinas waren nicht nur praktisch von Nutzen, sondern auch aufs Engste mit dem zionistischen Projekt verknüpft: Pflanzen waren nützlich, sie veränderten und europäisierten die Landschaft, sie symbolisierten aber auch Nachhaltigkeit, Permanenz und das Produktivitätsethos des Zionismus. Dana von Suffrin erzählt eine Geschichte der Verwandlung Palästinas, die sich nicht nur auf die Beschreibung von Natur, Bäumen oder Pflanzen beschränkt. Der Botanische Zionismus verband Natur, Politik, Nationenbildung und Wissenschaft. Wissenschaft und Technik, so wird argumentiert, konnten zumindest teilweise die fehlenden politischen, finanziellen und militärischen Ressourcen der Zionisten kompensieren und das zionistische Siedlungsprojekt in ideologischer und praktischer Hinsicht vorantreiben. So waren die botanischen Zionisten Wissenschaftler, aber zugleich auch politische Akteure. In diesem Fall sollte die Wissenschaft der Errichtung eines jüdischen Staates in Palästina den Weg ebnen. As history was being recorded, the so-called botanical Zionism that grew up around the German-Jewish colonial botanist Otto Warburg (1859-1938) was a mere footnote. The fact is though that traces of botanical Zionism are still evident to this today. This story of Palestine's transformation is not limited by nature, trees, or plants, however. As the author reveals, botanical Zionism united nature, politics, nation building, and science. She argues that science and technology at least partially compensated the Zionists' lack of political, financial, and military resources, and were the ideological and practical driving force behind their settlement plans. The botanical Zionists were thus scientists as well as political actors, with science the means used to smooth the way for the establishment of a Jewish state in Palestine.

Geboren 1985; Studium der Politikwissenschaft, jüdischen Geschichte und Kultur und Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft in München, Jerusalem und Neapel; Fellowship des Leo Baeck Programms der Deutschen Studienstiftung; Mitarbeit im DFG-Projekt "Pflanzen für Palästina! Naturwissenschaften im Jischuw, 1900-1930"; 2017 Promotion; wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordinatorin der DFG-Forschungsgruppe "Kooperation und Konkurrenz in den Wissenschaften" an der Universität München.

Erscheint lt. Verlag 22.10.2019
Reihe/Serie Schriftenreihe wissenschaftlicher Abhandlungen des Leo Baeck Instituts
Verlagsort Tübingen
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften Geschichte Allgemeines / Lexika
Geisteswissenschaften Religion / Theologie Judentum
Schlagworte Umweltgeschichte • Wissenschaftsgeschichte • Zionismus
ISBN-10 3-16-156817-6 / 3161568176
ISBN-13 978-3-16-156817-6 / 9783161568176
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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