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Habit und Habitus - Harald Müller

Habit und Habitus

Mönche und Humanisten im Dialog

Harald Müller (Autor)

Online Resource
2020
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-158544-9 (ISBN)
CHF 179,95 inkl. MwSt
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Harald Müller untersucht anhand ausgewählter Briefwechsel von Mönchen, die sich für humanistische Bildung interessierten, die Verhaltensspielregeln des Renaissance-Humanismus. Bei seiner Analyse findet er gemeinsame Interessen und sprachlichen Vorlieben, stößt aber auch auf teils tragische Rollenkonflikte zwischen antikeorientierter Bildungsbegeisterung und klösterlicher Norm.
Der Renaissance-Humanismus und die klösterliche Welt des späten Mittelalters stehen in einem ambivalenten Verhältnis zueinander. Je nach Blickrichtung wird in der Forschung entweder Trennendes hervorgehoben oder auf Synergien von Klosterreform und humanistischer Bildung hingewiesen und dabei gestützt auf wenige Einzelfälle ein eigenständiger 'Klosterhumanismus' betont. Harald Müller untersucht die aktive Teilhabe von Mönchen am Humanismus. Im Gegensatz zur traditionell literaturgeschichtlich ausgerichteten Forschung, die auf eine Bilanz humanistischer Einflüsse in den Werken zielt, entwirft er anhand der Briefkontakte zwischen Mönchen und ausgewiesenen Humanisten ein Bild von der Verankerung der Mönche im Humanismus. 'Die Humanisten' sind eine Gemeinschaft, die sich im Gespräch über humanistische Themen und in einer Sprache, die nach gemeinsamen Stil-Idealen geformt ist, immer wieder neu konstituiert. Auch Mönche sind in diese Korrespondenzgemeinschaft integriert, doch geraten sie bei der Übernahme des humanistischen Habitus schnell in grundsätzliche Konflikte mit den Normen des Klosterlebens. Anhand der Analyse ausgewählter Briefwechsel werden Verläufe, Inhalte und Grenzen der Teilhabe von Mönchen an der kulturellen Welt der Humanisten im 15. und beginnenden 16. Jahrhundert anschaulich präsentiert. Zugleich wird damit ein neuartiger Zugang zum Gesamtphänomen 'Humanismus' gewonnen, welcher der sozialen und inhaltlichen Dynamik dieser Bildungsbewegung in besonderer Weise gerecht wird. Harald Müller focuses on the correspondence of monks interested in Renaissance scholarship. His analysis of letters and letter collections demonstrates how and to which degree these monks were able to join the community of humanists. He shows the polemic discussions about the conformity of humanist studies with the monastic vocation inside and outside the monasteries. In contrast to traditional approaches which concentrate mostly on the history of literature, this study regards humanist behavior as the pivotal point of humanism itself. It thus sheds new light on humanism as a phenomenon of changing intellectual and stylistic ideals shared and developed by the humanists.

Geboren 1962; Studium der Geschichte und Philosophie in Aachen; 1996 Promotion; 2005 Habilitation; Privatdozent an der HU Berlin.

Erscheint lt. Verlag 31.8.2020
Reihe/Serie Spätmittelalter, Humanismus, Reformation / Studies in the Late Middle Ages, Humanism, and the Reformation
Verlagsort Tübingen
Sprache deutsch
Themenwelt Geschichte Allgemeine Geschichte Mittelalter
Religion / Theologie Christentum Kirchengeschichte
Schlagworte Humanisten • Klosterhumanismus • Mönche • Renaissance-Humanismus
ISBN-10 3-16-158544-5 / 3161585445
ISBN-13 978-3-16-158544-9 / 9783161585449
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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