Propheten, Schwärmer, Rottengeister
Semantiken und Strategien innerreformatorischer Devianzkonstruktion bei Martin Luther und in der frühen Wittenberger Reformation
2025
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-164500-6 (ISBN)
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-164500-6 (ISBN)
Luther verwendete und prägte ein reiches Arsenal an Kampfnamen und abwertenden Begriffen für 'Abweichler' aus den eigenen Reihen. Durch sprachliche Ein- und Ausgrenzung wurde das Eigene im Gegenüber zum Anderen geformt und konturiert. Diesen sprachlichen Prozessen und Strategien geht Thomas Hahn-Bruckart in diesem Werk nach.
Das polemische Konstrukt des "Schwärmers" bzw. des "Schwärmertums" stellt im Luthertum bis ins 20. Jahrhundert hinein ein wirkmächtiges Modell der Wahrnehmung und Bewertung religiöser Phänomene und politischer Optionen dar. Luther selbst verwendete und prägte ein reiches Arsenal an Kampfnamen und pejorativen Begriffen, mit denen er seine 'radikalen' Gegner belegte und durch die er 'Abweichung' von der sich als normativ durchsetzenden eigenen Position markierte. Thomas Hahn-Bruckart geht in seiner Studie diesen und weiteren Strategien sprachlichen Ein- und Ausgrenzungshandelns nach, um nachzuzeichnen, wie das vom 'Eigenen' abweichende 'Andere' in der frühen Wittenberger Reformation markiert und konturiert wurde. In seiner bis Anfang 1525 reichenden Perspektive wird deutlich, wie ursprünglich auf einzelne Aspekte und Personen bezogene Verdikte zu einem Gesamtphänomen verdichtet wurden. Luther used and coined a rich arsenal of battle names and pejorative terms with which he labelled his 'radical' opponents and through which he marked 'deviation' from his own position. Thomas Hahn-Bruckart explores these and other strategies of linguistic inclusion and exclusion to trace how identity and alterity was marked and contoured in the early Wittenberg Reformation.
Das polemische Konstrukt des "Schwärmers" bzw. des "Schwärmertums" stellt im Luthertum bis ins 20. Jahrhundert hinein ein wirkmächtiges Modell der Wahrnehmung und Bewertung religiöser Phänomene und politischer Optionen dar. Luther selbst verwendete und prägte ein reiches Arsenal an Kampfnamen und pejorativen Begriffen, mit denen er seine 'radikalen' Gegner belegte und durch die er 'Abweichung' von der sich als normativ durchsetzenden eigenen Position markierte. Thomas Hahn-Bruckart geht in seiner Studie diesen und weiteren Strategien sprachlichen Ein- und Ausgrenzungshandelns nach, um nachzuzeichnen, wie das vom 'Eigenen' abweichende 'Andere' in der frühen Wittenberger Reformation markiert und konturiert wurde. In seiner bis Anfang 1525 reichenden Perspektive wird deutlich, wie ursprünglich auf einzelne Aspekte und Personen bezogene Verdikte zu einem Gesamtphänomen verdichtet wurden. Luther used and coined a rich arsenal of battle names and pejorative terms with which he labelled his 'radical' opponents and through which he marked 'deviation' from his own position. Thomas Hahn-Bruckart explores these and other strategies of linguistic inclusion and exclusion to trace how identity and alterity was marked and contoured in the early Wittenberg Reformation.
Geboren 1978; Studium der Ev. Theologie in Bonn, Jerusalem und Kiel; 2011 Promotion; 2020 Habilitation; Professor für Kirchengeschichte an der Universität Rostock.
| Erscheint lt. Verlag | 30.11.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Beiträge zur historischen Theologie |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Religion / Theologie ► Christentum ► Kirchengeschichte |
| Schlagworte | Andreas Bodenstein gen. Karlstadt • Ausgrenzung/Devianz • Nonkonformismus • radikale Reformation • Thomas Müntzer |
| ISBN-10 | 3-16-164500-6 / 3161645006 |
| ISBN-13 | 978-3-16-164500-6 / 9783161645006 |
| Zustand | Neuware |
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