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Die reformatorische Bilderfrage in den schwäbischen Reichsstädten - Gudrun Litz

Die reformatorische Bilderfrage in den schwäbischen Reichsstädten

Gudrun Litz (Autor)

Online Resource
2020
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-158542-5 (ISBN)
CHF 179,95 inkl. MwSt
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Die Diskussion um rechten Gebrauch oder Mißbrauch des Kultbildes sorgte im Reformationszeitalter für Aufsehen. Gudrun Litz hinterfragt den Kampf gegen die 'Götzen' in den schwäbischen Reichsstädten und ihren Territorien nach dem Zusammenspiel allgemein-politischer, spezifisch-innerstädtischer, obrigkeitlicher, theologisch-frömmigkeitsgeschichtlicher und persönlicher Gründe und schildert die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten.
Die Diskussion um die Bedeutung des Kultbildes erregte im Reformationszeitalter die Gemüter. Anhand von zwölf Fallstudien zu schwäbischen Reichsstädten und ihren - in der bisherigen Forschung meist vernachlässigten - Landgebieten untersucht Gudrun Litz, welche allgemein-politischen, spezifisch-innerstädtischen, obrigkeitlichen, theologisch-frömmigkeitsgeschichtlichen und persönlichen Faktoren Einfluß nahmen und die praktizierten Lösungsformen bestimmten. Eine besonders kritische Sorgfalt widmet sie dabei den schriftlichen Quellen, v. a. der in den städtischen, kirchlichen und privaten Archiven erhaltenen Überlieferung. Darüber hinaus spielt aber auch die materielle Kultur der noch erhaltenen Bildwerke eine wichtige Rolle, können doch die Schicksale der nicht oder erst später zerstörten Kultobjekte Hinweise auf Fragen der genauen Vorgänge in den Städten und Territorien sowie auf ihre Weiter-, Um- und Nichtnutzung liefern. Bestätigt die quantitative Häufigkeit der Vorfälle gegen sakrale Kunstwerke den Eindruck einer 'Bildersturmlandschaft', zeigt sich - trotz der überlieferungsbedingten Schwierigkeiten - bei der Auswertung ein heterogenes Bild. Blieben auch wirkliche 'Bilderstürme' die Ausnahme, kennzeichnen die häufig zu beobachtenden Aktionen einzelner Personen oder kleiner Gruppen gegen ein Bildwerk, die sog. Bilderfrevel, den gesamten Untersuchungszeitraum. Die charakteristischste Form des Kampfes gegen die 'Götzen' in den schwäbischen Reichsstädten ist jedoch die von der städtischen Obrigkeit ver- und geordnete Entfernung der Bilder aus den Gotteshäusern, seltener die Ablehnung solcher Entfernungen. The debate concerning the alleged abuse or rightful use of religious images was ignited during the Reformation. Using twelve case studies of Swabian imperial cities and communities in their rural hinterlands, Gudrun Litz examines the political, urban, official, theological and personal factors that influenced this problem and determined the solutions which were put into practice. She focuses on written sources, which consist mainly of unprinted material from city, church and private archives. In addition, of considerable importance is the material culture of those images which have been preserved, since the fate of those religious objects which were not destroyed during the Reformation or were destroyed later can provide information on the exact occurrences in the cities and territories. Taking all of these elements into account, this work offers a cogent interpretation of Reformation iconoclasm.
Erscheint lt. Verlag 31.8.2020
Reihe/Serie Spätmittelalter, Humanismus, Reformation / Studies in the Late Middle Ages, Humanism, and the Reformation
Verlagsort Tübingen
Sprache deutsch
Themenwelt Geschichte Allgemeine Geschichte Mittelalter
Religion / Theologie Christentum Kirchengeschichte
Schlagworte Bilderfrage • Bildersturm • Reformation
ISBN-10 3-16-158542-9 / 3161585429
ISBN-13 978-3-16-158542-5 / 9783161585425
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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