Festrituale in der römischen Kaiserzeit
2008
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-151347-3 (ISBN)
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-151347-3 (ISBN)
Antike Feste waren der Ort, an der religiöse Kommunikation besonders intensiv und breitenwirksam wurde. Rituelle Elemente wie Schauspiele, Zirkusspiele oder Prozessionen ermöglichten vielen eine Beteiligung und wurden zum Anziehungspunkt für 'Touristen'. Wettbewerb zwischen städtischen Eliten war ein wichtiger Motor von Innovationen.
Gegenstand dieses Bandes sind die Feste der antiken Gesellschaften. Die Beiträge blicken auf das Fest als Ort von religiösem Austausch auch über die Grenzen einer politischen oder religiösen Gemeinschaft hinweg. Die Diffusion von Festen und Festpraktiken gerät in den Blick. Große öffentliche Feste waren der Ort, an der religiöse Kommunikation an einem Ort besonders intensiv und breitenwirksam wurde. Die ständig vorhandenen Zeichen - Kultstätten oder gar Kultstatuen, religiöse Rollen - wurden ins Licht gerückt, wurden für wenigstens ein Fest im Jahr aktualisiert. Die Dramaturgie des Festes machte viele zu Akteuren, mehr Personen noch zu Zuschauern: Rituelle Elemente wie Schauspiele, Zirkusspiele oder Prozessionen ermöglichten eine solche Beteiligung für viele in Städten und wurden zum Anziehungspunkt für Festgäste von außerhalb, 'Touristen'. Professionelle Athleten, Schauspieler und Festredner verbreiteten neue Praktiken und Standards. Der Wettbewerb zwischen den Städten und in den städtischen Eliten war ein wichtiger Motor von Innovationen und der Neuerfindung von Festen. Beiträge über auswärtige Festbesucher, Kalenderexporte und über Feste zu Ehren des römischen Herrscherhauses lassen diese Funktionen wie die Realität antiker Feste greifbar werden, die Weinkulte wie Mysterien einschlossen. Ancient festivals served to promote religious communication beyond the boundaries of political or religious communities. It was in these festivals that religious communication was intensified and practised extensively. Permanent religious signs - sanctuaries, statues, religious roles - were highlighted and adapted for at least one festival each year. Due to the dramaturgy of the festivals, many of the people concerned became actors, and even more became part of the audience. Games, theatrical performances and processions in particular attracted many local people as well as those from outside the city. Professional actors, athletes and orators introduced new practices and established new standards. The competition between cities and their elites was the driving force behind many innovations and the development of new festivals.
Gegenstand dieses Bandes sind die Feste der antiken Gesellschaften. Die Beiträge blicken auf das Fest als Ort von religiösem Austausch auch über die Grenzen einer politischen oder religiösen Gemeinschaft hinweg. Die Diffusion von Festen und Festpraktiken gerät in den Blick. Große öffentliche Feste waren der Ort, an der religiöse Kommunikation an einem Ort besonders intensiv und breitenwirksam wurde. Die ständig vorhandenen Zeichen - Kultstätten oder gar Kultstatuen, religiöse Rollen - wurden ins Licht gerückt, wurden für wenigstens ein Fest im Jahr aktualisiert. Die Dramaturgie des Festes machte viele zu Akteuren, mehr Personen noch zu Zuschauern: Rituelle Elemente wie Schauspiele, Zirkusspiele oder Prozessionen ermöglichten eine solche Beteiligung für viele in Städten und wurden zum Anziehungspunkt für Festgäste von außerhalb, 'Touristen'. Professionelle Athleten, Schauspieler und Festredner verbreiteten neue Praktiken und Standards. Der Wettbewerb zwischen den Städten und in den städtischen Eliten war ein wichtiger Motor von Innovationen und der Neuerfindung von Festen. Beiträge über auswärtige Festbesucher, Kalenderexporte und über Feste zu Ehren des römischen Herrscherhauses lassen diese Funktionen wie die Realität antiker Feste greifbar werden, die Weinkulte wie Mysterien einschlossen. Ancient festivals served to promote religious communication beyond the boundaries of political or religious communities. It was in these festivals that religious communication was intensified and practised extensively. Permanent religious signs - sanctuaries, statues, religious roles - were highlighted and adapted for at least one festival each year. Due to the dramaturgy of the festivals, many of the people concerned became actors, and even more became part of the audience. Games, theatrical performances and processions in particular attracted many local people as well as those from outside the city. Professional actors, athletes and orators introduced new practices and established new standards. The competition between cities and their elites was the driving force behind many innovations and the development of new festivals.
Born 1962; permanent fellow in Religious Studies at the Max Weber Centre for Advanced Cultural and Social Studies at the University of Erfurt and co-director of the International research group »Religion and Urbanity: Reciprocal Formations.«
| Erscheint lt. Verlag | 17.7.2008 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Studien und Texte zu Antike und Christentum / Studies and Texts in Antiquity and Christianity |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Religion / Theologie ► Christentum ► Kirchengeschichte |
| Schlagworte | Festrituale • Kaiserzeit • römischen |
| ISBN-10 | 3-16-151347-9 / 3161513479 |
| ISBN-13 | 978-3-16-151347-3 / 9783161513473 |
| Zustand | Neuware |
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