Judentum und Hellenismus
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-163537-3 (ISBN)
Die Preisträgerin des Dr. Leopold Lucas-Preises des Jahres 2022 Maren Niehoff gibt in dieser Preisrede exemplarischen Einblick in ihre innovativen Studien zum Verhältnis von jüdischer und hellenistischer Kultur in der Antike. Anhand der Rezeption Alexanders des Großen in der griechisch-römischen, jüdisch-hellenistischen und rabbinischen Literatur zeigt sie paradigmatisch die Wechselbeziehungen und Aushandlungsprozesse zwischen Judentum und Hellenismus. Sie zeigt, dass Judentum und Hellenismus sich im Laufe der Spätantike nicht etwa voneinander trennen, sondern sich weiterhin im politisch-kulturellen Rahmen des Römischen Reiches gegenseitig befruchten. Die verschiedenen jüdischen Autoren verorten sich mit ihrer Alexanderdeutung individuell je neu in diesem komplexen Dreiecksverhältnis und können nicht einfach auf feste ethnische oder religiöse Schemata reduziert werden. Damit streicht Niehoff über die konkrete Epoche hinaus die Bedeutung und die Verantwortung des Individuums nachdrücklich heraus. In this acceptance speech, Maren Niehoff provides an exemplary insight into her innovative studies on the relationship between Jewish and Hellenistic culture in antiquity. Using the reception of Alexander the Great in Greco-Roman, Jewish-Hellenistic and rabbinic literature, she paradigmatically demonstrates the interrelationships and negotiation processes between Judaism and Hellenism.
is the Max Cooper Professor of Jewish Thought at The Hebrew University of Jerusalem, and a member of the Israel Academy of Sciences and Humanities.
Geboren 1964; Professorin für Praktische Theologie und Dekanin der Ev.-Theol. Fakultät in Tübingen.
Geboren 1989; Studium der Ev. Theologie und Latinistik in Erlangen; 2021 Promotion in der Ev. Theologie in Erlangen; Fakultätsassistent an der Ev.-Theol. Fakultät in Tübingen.
Geboren 1982; Studium der Ev. Theologie und Judaistik in Jena, Leipzig und Jerusalem; 2011-18 wiss. Mitarbeiter an den Ev.-Theol. Fakultäten der Universitäten Leipzig, Tübingen und Münster; 2018 Promotion; 2018-20 Marie Skłodowska-Curie Fellow an der Universität Oxford; seit 2020 wiss. Angestellter am Department Neues Testament an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen.
Geboren 1985; Studium der Anglistik und Klassischen Altertumswissenschaften an der Michigan State University und Tulane University; 2017 Promotion in Klassischen Altertumswissenschaften an der University of Southern California; Wissenschaftlicher Mitarbeiter im SFB 1391 "Andere Ästhetik" in der Gräzistik in Tübingen.
| Erscheint lt. Verlag | 17.4.2024 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Lucas-Preis |
| Co-Autor | Florian Zacher |
| Übersetzer | Daniel Schumann, Matthew Chaldekas |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Religion / Theologie ► Christentum ► Kirchengeschichte |
| Schlagworte | Alexander der Große • Jüdische und hellenistische Kultur in der Antike • Römisches Reich • Spätantike |
| ISBN-10 | 3-16-163537-X / 316163537X |
| ISBN-13 | 978-3-16-163537-3 / 9783161635373 |
| Zustand | Neuware |
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