Wege zur Freiheit
Menschliche Selbstbestimmung von Homer bis Origenes
2022
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-161657-0 (ISBN)
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-161657-0 (ISBN)
Die Gedanken zur Selbstbestimmung des Menschen in der Antike mündeten im frühen Christentum in eine nachdrückliche Propagierung der Freiheit der Entscheidung. Alfons Fürst zeichnet nach, wie es dazu kam, und zeigt, dass Origenes auf dieser Basis die erste Freiheitsmetaphysik schuf, in der die Freiheit als Prinzip von Gott, Mensch und Welt gedacht wird.
Im vorliegenden Band spürt Alfons Fürst den Wegen zur Freiheit nach, die im paganen und jüdischen Denken der Antike bis in die Zeit des frühen Christentums beschritten wurden. Leitend ist die Frage, inwiefern der Mensch angesichts der vielfachen Bedingtheiten des Daseins über sich und sein Leben selbst bestimmen kann. Die in der griechischen Mythologie, der Bibel und der Philosophie, besonders in der Stoa, entwickelten Konzepte von Selbstbestimmung wurden von den frühchristlichen Philosophen aufgegriffen, die die Freiheit der Entscheidung mit einer Intensität propagierten, wie das nie zuvor der Fall gewesen war. Bei Origenes mündete die frühchristliche Freiheitstheorie in eine dynamische Freiheitslehre, in der die Freiheit als Prinzip des Seins fungiert. Das künftige Nachdenken über Determinismus und Freiheit fand im Rahmen der solchermaßen begründeten Freiheitsmetaphysik statt. Alfons Fürst traces the paths to freedom etched out in the pagan, Jewish and Christian thinking of antiquity. The early Christians drew on ancient concepts of self-agency as developed especially by the Stoics, and propagated heavily the freedom of choice. The study demonstrates how Origen of Alexandria forged the first metaphysics of freedom in which freedom is conceived of as a fundamental principle of being.
Im vorliegenden Band spürt Alfons Fürst den Wegen zur Freiheit nach, die im paganen und jüdischen Denken der Antike bis in die Zeit des frühen Christentums beschritten wurden. Leitend ist die Frage, inwiefern der Mensch angesichts der vielfachen Bedingtheiten des Daseins über sich und sein Leben selbst bestimmen kann. Die in der griechischen Mythologie, der Bibel und der Philosophie, besonders in der Stoa, entwickelten Konzepte von Selbstbestimmung wurden von den frühchristlichen Philosophen aufgegriffen, die die Freiheit der Entscheidung mit einer Intensität propagierten, wie das nie zuvor der Fall gewesen war. Bei Origenes mündete die frühchristliche Freiheitstheorie in eine dynamische Freiheitslehre, in der die Freiheit als Prinzip des Seins fungiert. Das künftige Nachdenken über Determinismus und Freiheit fand im Rahmen der solchermaßen begründeten Freiheitsmetaphysik statt. Alfons Fürst traces the paths to freedom etched out in the pagan, Jewish and Christian thinking of antiquity. The early Christians drew on ancient concepts of self-agency as developed especially by the Stoics, and propagated heavily the freedom of choice. The study demonstrates how Origen of Alexandria forged the first metaphysics of freedom in which freedom is conceived of as a fundamental principle of being.
Geboren 1961; 1996 Promotion (Dr. phil.); 1998 Habilitation (Dr. theol. habil.); 1998-2000 Professor für Kirchengeschichte in Bamberg; seit 2000 Professor für Alte Kirchengeschichte, Patrologie und Christliche Archäologie in Münster; 2010-11 Fellow am Department of Classics in Princeton; 2017-18 Fellow am Institute for Advanced Studies in Jerusalem.
| Erscheint lt. Verlag | 30.7.2022 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Tria Corda |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Philosophie ► Philosophie Altertum / Antike |
| Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie ► Christentum | |
| Schlagworte | Determinismus • Kompatibilismus • Libertarismus • Verantwortung |
| ISBN-10 | 3-16-161657-X / 316161657X |
| ISBN-13 | 978-3-16-161657-0 / 9783161616570 |
| Zustand | Neuware |
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