Im Dienste des »Volkskörpers«
Vandenhoeck & Ruprecht (Verlag)
978-3-525-37000-1 (ISBN)
Der Erste Weltkrieg stellte in den Augen vieler deutscher und französischer Ärzte ein immenses Beobachtungsfeld dar, das es praktisch und wissenschaftlich auszuwerten galt. Die Gelegenheit, eine so große Anzahl von Personen unter ärztliche Obhut zu stellen und erzieherisch auf ihr Gesundheitsverhalten einzuwirken, war einmalig. In einer Art überdimensionierten Versuchsanordnung diagnostizierten Ärzte die Konstitution und den Gesundheitszustand der Kriegsgesellschaft und stellten eine Prognose über die zukünftigen Genesungsaussichten des geschundenen "Volkskörpers". Susanne Michl vergleicht deutsche und französische Ärzte und fragt danach, ob sie, konfrontiert mit den gleichen gesellschaftlichen Problemen, zu vergleichbaren Gesellschaftsdiagnosen und Handlungsempfehlungen kamen.
Einleitung
Erster Teil
Der Arzt als Wächter der Volksgesundheit
I. Grundzüge des ärztlichen Professionsverständnisses
II. Der "Volkskörper" im Krieg
III. Zusammenfassung
Zweiter Teil
Der Kampf gegen die inneren Feinde - Sexualhygiene im Krieg
I. Die Syphilis als nationale Gefahr
II. Der Krieg - eine Gefahr für die Zivilbevölkerung?
III. Zusammenfassung
Dritter Teil "Les blesses sans blessure". Die Schockwirkungen des Krieges
I. Kriegsverwundete oder "seelische Krüppel"?
II. Das mangelnde Gesundheitsgewissen
III. Die Rolle der inneren Krankheitsdisposition
IV. Erschöpfung und Emotion
VI. Psychische Kriegsfolgen an der Heimatfront
VII. Zusammenfassung und der französische Blick auf die deutsche Kriegspsychiatrie
Schlussbetrachtung und Bilanzierung
Quellenverzeichnis
Literaturverzeichnis
Register
During the First World War physicians in France and in Germany saw their main professional and patriotic duty not only in guaranteeing the medical care of the military and civil population. But this immense destructive force on body and soul was also a large field of medical observation and experimentation. The physicians seized the singular opportunity to medically control the population and to diagnose their healthiness and sanity before, during and after the traumatic impacts of the war. It was in the self-assigned competence of the physicians to determine how the healthy and the sick parts of the population seemed to react to the overwhelming mechanical, acoustical and emotional effects of the war. What is the relationship between disease and war? Were there either degenerating or regenerating effects? Finally, how could the medical profession and the patients themselves contribute to a healthier and more vigorous nation-building for the present and coming generations?>
| Erscheint lt. Verlag | 11.9.2007 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft ; Band 177 |
| Verlagsort | Göttingen |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 155 x 232 mm |
| Gewicht | 517 g |
| Themenwelt | Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► Neuzeit (bis 1918) |
| Schlagworte | 1. Weltkrieg • 1. Weltkrieg / Erster Weltkrieg • Arzt • Berufsbild • Deutsches Reich 1871-1918; Militär-/Kriegs-Geschichte • Deutschland • Frankreich • Frankreich, Geschichte; Militär-/Kriegs-Geschichte • Geschichte /Zeitgeschichte • Geschlechtskrankheit • Gesundheitsförderung • Gesundheitsverhalten • Medizingeschichte • Medizin, Geschichte • Medizin, Geschichte / Medizingeschichte • Sexualverhalten • Weltkrieg (1914-1918) |
| ISBN-10 | 3-525-37000-8 / 3525370008 |
| ISBN-13 | 978-3-525-37000-1 / 9783525370001 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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