Fritz Mordechai Kaufmann und »Die Freistatt«
Zum 'alljüdischen' Literaturkonzept einer deutsch-jüdischen Monatsschrift
Seiten
2007
|
1. Reprint 2012
De Gruyter (Verlag)
978-3-484-65163-0 (ISBN)
De Gruyter (Verlag)
978-3-484-65163-0 (ISBN)
Die 1992 gegründete Buchreihe ist interdisziplinär ausgerichtet; sie umfasst wissenschaftliche Monographien, Aufsatzsammlungen und kommentierte Quelleneditionen vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Der Begriff deutsch-jüdische Literatur bzw. Kultur verweist auf Werke jüdischer Autoren in deutscher Sprache, insoweit jüdische Aspekte erkennbar sind. Aber auch das häufig vom Antisemitismus geprägte Judenbild nichtjüdischer Autoren wird zu einem Faktor der literarisch vermittelten deutsch-jüdischen Beziehungsgeschichte. Der Erforschung des gesamten Problemfelds bietet die Reihe ein angemessenes Forum.
Bislang gibt es trotz der großen Anzahl deutsch-jüdischer Periodika (von 1806 bis 1938) nur wenige Arbeiten, die sich einzelnen Titeln widmen. »Die Freistatt« (1913/14) ist als Zeitdokument besonders interessant, weil sie als einziges deutsch-jüdisches Periodikum eine 'alljüdische' Richtung propagiert, die sich sowohl vom liberalen als auch vom zionistischen Judentum in Deutschland abgrenzt. Geprägt ist dieses Konzept vor allem durch Fritz Mordechai Kaufmann (1888--1921). Da über ihn wenig bekannt ist, steht zunächst seine Biographie im Mittelpunkt, bevor der für ihn zentrale Kontext der 'Jüdischen Renaissance' skizziert wird. Schwerpunkte liegen in der Analyse des deutsch-jüdischen Bildes vom Ostjudentum sowie der entsprechenden Literaturdiskussionen. Zudem wird die zeitgenössische Sicht jüdischer (National-)Literatur der Literaturauffassung Kaufmanns gegenübergestellt. Die Untersuchung der Programmatik und des Literaturkonzeptes der »Freistatt« steht im Zentrum der Studie. Zudem wird die "Freistatt"-Debatte als Abbild der problematischen innerjüdischen Situation der Zeit beleuchtet. Abschließend wird Kaufmanns 'Vermächtnis' dargestellt, denn auch nach dem frühen Ende der »Freistatt« trat deren verantwortlicher Redakteur für die alljüdische Idee ein, bevor er 1921 trotz seines großen politischen wie literarischen Erfolges den Freitod wählte.
Bislang gibt es trotz der großen Anzahl deutsch-jüdischer Periodika (von 1806 bis 1938) nur wenige Arbeiten, die sich einzelnen Titeln widmen. »Die Freistatt« (1913/14) ist als Zeitdokument besonders interessant, weil sie als einziges deutsch-jüdisches Periodikum eine 'alljüdische' Richtung propagiert, die sich sowohl vom liberalen als auch vom zionistischen Judentum in Deutschland abgrenzt. Geprägt ist dieses Konzept vor allem durch Fritz Mordechai Kaufmann (1888--1921). Da über ihn wenig bekannt ist, steht zunächst seine Biographie im Mittelpunkt, bevor der für ihn zentrale Kontext der 'Jüdischen Renaissance' skizziert wird. Schwerpunkte liegen in der Analyse des deutsch-jüdischen Bildes vom Ostjudentum sowie der entsprechenden Literaturdiskussionen. Zudem wird die zeitgenössische Sicht jüdischer (National-)Literatur der Literaturauffassung Kaufmanns gegenübergestellt. Die Untersuchung der Programmatik und des Literaturkonzeptes der »Freistatt« steht im Zentrum der Studie. Zudem wird die "Freistatt"-Debatte als Abbild der problematischen innerjüdischen Situation der Zeit beleuchtet. Abschließend wird Kaufmanns 'Vermächtnis' dargestellt, denn auch nach dem frühen Ende der »Freistatt« trat deren verantwortlicher Redakteur für die alljüdische Idee ein, bevor er 1921 trotz seines großen politischen wie literarischen Erfolges den Freitod wählte.
"Martina Willemsen hat eine wichtige, genau recherchierte Studie geschrieben, wobei vor allem auch die biographischen und bibliographischen Kapitel über Kaufmann eine wesentliche Ergänzung und Hilfe für die Forschung sind."
Evelyn Adunka in: David,Dezember 2007
| Erscheint lt. Verlag | 6.3.2007 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Conditio Judaica ; 63 |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 155 x 230 mm |
| Gewicht | 663 g |
| Themenwelt | Geschichte ► Teilgebiete der Geschichte ► Kulturgeschichte |
| Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie ► Judentum | |
| Geisteswissenschaften ► Sprach- / Literaturwissenschaft ► Germanistik | |
| Geisteswissenschaften ► Sprach- / Literaturwissenschaft ► Literaturwissenschaft | |
| Schlagworte | 1900-1945 • Allemagne • Analyse • Auteurs juifs • Beschr. • Biographie • Cultural History • D • Debatte • Definition • Deutsch • Deutschland • dt.-russ.Gesch.2 • Elite • Erfolg • Essay • European • Forum • Freistatt • German • Germany • Geschichte • Grammatik • Hardcover, Softcover / Deutsche Sprachwissenschaft, Deutschsprachige Literaturwi • HC/Deutsche Sprachwissenschaft, Deutschsprachige Literaturwissenschaft • Histoire et critique • History • History and Criticism • Hochschulschrift • Image • Integral • Jewish • Jewish Literature • Jewish literature, History and criticism • Jewish Periodicals • Jewish periodicals, Germany, History • Juden • Judentum • Kaufmann • Kaufmann, Fritz Mordechai <b. 1888> • Konzept • Kulturzionismus • Literary criticism • Literatur • Litte rature allemande • Littérature allemande • Littérature allemande, Auteurs juifs, Histoire et critique • Litte rature juive • Littérature juive • Littérature juive, Histoire et critique • Miscellaneous • Nation • Opening • Orient • Ovid • Presse juive • Presse juive, Allemagne, 1900-1945 • Renaissance • Schließe • Schrift • Sionisme et judaisme • Sionisme et judaïsme • Sionisme et litte rature • Sionisme et littérature • Sionisme et littérature, Allemagne, 1900-1945 • Specht • Sprechen • Statistik • Themes • Tradition • Unternehmensf.Mitteilungen • Vogel • Zeit |
| ISBN-10 | 3-484-65163-6 / 3484651636 |
| ISBN-13 | 978-3-484-65163-0 / 9783484651630 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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