Bürgerliches Leben zwischen literarischem Markt und christlicher Norm
Vandenhoeck & Ruprecht (Verlag)
978-3-525-30344-3 (ISBN)
Ottilie Wildermuth war eine der meistgelesenen deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts. Ihre Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und erschienen bis weit in das 20. Jahrhundert in hunderten Ausgaben. Sie wurde von angesehenen Literaturkritikern, hohen Adligen und bildungsfernen Schichten gleichermaßen geschätzt. Während Wildermuth um 1900 einen kanonischen Status in der Literaturgeschichte einnahm, ist sie heute weitgehend vergessen. Als einer der besterhaltenen bürgerlichen Frauennachlässe des 19. Jahrhunderts, erweist sich ihr Nachlass jedoch als Fundgrube für die Forschung.
Wildermuths Leben, ihr Werk und ihre Rezeption wurden bisher nicht grundlegend erforscht. Die wissenschaftliche Biografie untersucht erstmals die unterschiedlichen Facetten ihres Wirkens: Die Studie wertet mehr als 3000 Briefe sowie Tagebücher aus 30 Jahren erstmals umfassend wissenschaftlich aus. Wildermuth wird dabei in ihren unterschiedlichen Rollen beleuchtet – als Bürgerin, Christin, Frau, Freundin, Staatsbürgerin und schließlich als Schriftstellerin. Eine neue, konsequent angewendete Methode zur quellenbasierten Schätzung ihrer Gesamtauflage zeigt zudem die Konjunkturen ihrer Popularität.
Die Dissertation wurde mit dem Johannes-Brenz-Preis des Vereins für württembergische Kirchengeschichte ausgezeichnet.
Jonathan Schilling wurde an der Universität Münster in Neuerer und Neuester Geschichte promoviert. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Geschichte der protestantischen Frömmigkeit und die deutsche Filmgeschichte. Er arbeitet bei der Schüler-SMD in Württemberg.
Manfred Hettling war bis 2021 Professor für Neuere Geschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und ist Mitherausgeber von „Bürgertum. Neue Folge“; 2015 und 2022/23 war er Gastprofessor an der Universität Tokio.
Dr. Anna Karla ist Juniorprofessorin für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts am Friedrich-Meinecke-Institut an der Freien Universität Berlin.
Prof. Dr. Paul Nolte ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte in ihren internationalen Verflechtungen an der Freien Universität Berlin.
| Erscheinungsdatum | 02.09.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Bürgertum Neue Folge ; Band 026 |
| Mitarbeit |
Herausgeber (Serie): Manfred Hettling, Theo Jung, Anna Karla, Paul Nolte |
| Zusatzinfo | mit 12 Abb., 10 Diagrammen u. 4 Tab. |
| Verlagsort | Göttingen |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 160 x 235 mm |
| Gewicht | 877 g |
| Themenwelt | Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► Neuzeit (bis 1918) |
| Geisteswissenschaften ► Sprach- / Literaturwissenschaft ► Literaturwissenschaft | |
| Schlagworte | 19. Jahrhundert • Bürgertum • deutschsprachige Schriftstellerin • Erweckungsbewegung • Literaturgeschichte • Realismus |
| ISBN-10 | 3-525-30344-0 / 3525303440 |
| ISBN-13 | 978-3-525-30344-3 / 9783525303443 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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