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Wolkig im Kopf -  Jennifer Subke

Wolkig im Kopf (eBook)

Innere Unruhe, Überforderung und Ängste loslassen. 5000+ Cloudy Minds Cleared!
eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
250 Seiten
Goldegg Verlag GmbH
978-3-99060-418-2 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
9,99 inkl. MwSt
(CHF 9,75)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
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Ruhe und Harmonie statt Stress und Unzufriedenheit!

Innere Unruhe, die sich durch Meditation und Entspannungstechniken nicht beheben lässt, ständige Erschöpfung, ohne je Erholung zu spüren: Manchmal fühlt sich das Leben an, wie ein Gewitter im eigenen Kopf - wolkig, undurchsichtig, unkontrollierbar. Wenn Überforderung zum Dauerzustand wird, liegt das oft daran, dass du verlernt hast, Körper und Geist als Ganzes zu begreifen.

Die Psychologin Jennifer Subke ist Begründerin der Traumaorientierten, Körperzentrierten Hypnose. In ihrem Selbsthilfe-Buch zeigt sie dir Wege auf, wie du deinem Nervensystem Sicherheit vermittelst und zur Ruhe kommst.

  • Gedankenkarussell stoppen, Verhaltensmuster ändern: Werde vom Opfer zur Heldin deines Lebens!
  • Selbstwahrnehmung und Körperbewusstsein verbessern: Lerne die Signale deines Körpers kennen
  • Ursachenforschung: Wo Überforderung und innere Unruhe ihren Ursprung haben
  • Selbstfürsorge leben: Der Intuition vertrauen, Grenzen ziehen und dir selbst am nächsten sein
  • Anleitung zur Selbsttherapie: Ängste überwinden, Blockaden lösen, Heilung ermöglichen
Die eigene Wahrnehmung verstehen: Unsicherheit überwinden und Vergangenheit aufarbeiten

Weg von den Wolken im Kopf und hin zu einer Zukunft voller Freiheit und Glück: Kindheitstraumata und Prägungen hinterlassen Spuren - nicht nur in deiner mentalen Gesundheit, sondern auch in deinem Körper. Jennifer Subke hat eine Methode entwickelt, wie du diese alten Wunden und Mikrotraumata heilen kannst.
Ihr Ratgeber ist voller wertvoller Impulse und Übungen, um mit Mut und Zuversicht Verhaltensmuster zu ändern. Angstbewältigung beginnt im Körper - damit du zukünftigen Herausforderungen mit Sicherheit und Kraft begegnen kannst!



Jennifer Subke ist Psychologin, Selbsterfahrerin, Autorin und die Begründerin der Traumaorientierten, Körperzentrierten Hypnose. Mit ihrem tiefen Verständnis für die menschliche Psyche und ihrer einfühlsamen Herangehensweise unterstützt sie Menschen dabei, ihre Ängste und Anspannung zu überwinden und zu einem erfüllten Leben zu finden. Durch die Hypnose, Traumatherapie und Körpertherapie konnte sie ihre eigenen Ängste und Entwicklungstraumata auflösen. Heute begleitet sie Menschen in Online-Betreuung, Retreats und Seminaren aus der Angst in die innere Ruhe & Kraft. Ihr Ansatz, durch innere und äußere Bewegung, zu heilen, ist im deutschsprachigen Raum einzigartig und gibt wertvolle Erkenntnisse preis. Neben ihren Büchern hat die Autorin den Podcast 'Moment Mal! Dein Psychologiepodcast für innere Ruhe und Kraft!' ins Leben gerufen, in welchem sie Menschen hilft in ein tiefes Verständnis mit sich zu kommen. https://jennifersubke.de/

Wir Menschen haben Angst,
während wir versuchen,
keine Angst zu haben.

Jennifer Subke

Angst, Überforderung und innere Unruhe – wie du sie selbst erzeugst und wieder auflösen kannst!


Ein reguliertes Nervensystem – oder auch: das Unbeeindrucktsein von der Welt


Die Selbstregulation ist eine der wichtigsten und größten Kompetenzen für ein Leben in Sicherheit und Vertrauen. Diese besteht, wenn eine Herausforderung in deinem Leben kommt und du sie wie eine Welle durch dich gleiten lassen kannst, ohne dich aber von ihr mitreißen zu lassen. Das heißt, das Leben an sich beeindruckt dich weniger – und gleichzeitig ist alles weniger dramatisch und überwältigend. Immer dann, wenn du das Leben als überwältigend wahrnimmst – im positiven wie im negativen Sinne –, entsteht in dir ein Trauma. Folglich speichert sich in dir ab: Das Leben ist mehr als ich und ich bin zu wenig. Du hast es also nicht geschafft, dich so zu regulieren, dass du wieder im grünen Bereich deines Nervensystems landest. Dieser ist der sichere Bereich, wo du dich pudelwohl in deinem Leben und in deiner Haut fühlst.

Selbstregulation an sich ist somit die Fähigkeit, den Widrigkeiten des Lebens aufrecht und in Entspannung zu begegnen, während du aus diesen in einem Wachstum und nicht in einem Durchhalten oder einer Überwältigung herausgehst. Ich beschreibe das auch gerne damit, die Wellen des Lebens surfen zu lernen. Hier gibt es noch einen zweiten Begriff, den ich als wichtig erachte: das Containment. Das bedeutet, die Höhe der Wellen, die anrollen, containen (= halten) zu können und auch zu lernen, schnell wieder aus dem Zustand des Unangenehmen in einen sicheren Zustand zu wechseln. Dabei kannst du dir Selbstregulation so vorstellen, als würdest du ein Sportler sein, der – wenn es anstrengend wird – danach sehr schnell aus dem erhöhten Puls wieder in den Ruhepuls gelangt. Containment meint hier, den hohen Puls und die hohe Anstrengung länger halten und auch als angenehmer empfinden zu können. Dies kannst du eins zu eins auf Herausforderungen in deinem Leben übertragen.

Die Selbstregulation lernst du in den ersten Jahren deines Lebens. Denn hier musst du zwingend über deine Mama, deinen Papa oder andere nahe Bezugspersonen reguliert werden. Du wirst nicht mit der Fähigkeit geboren, dich selbst zu regulieren. Ein Baby kann sich nicht selbst regulieren, genauso wenig wie es sich selbst füttern oder ernähren kann. Also gerade in den ersten Monaten ist das Nähren durch die Bezugsperson auch im übertragenen Sinne entscheidend. Wenn du in diesem Zeitraum auf allen Ebenen physisch, seelisch und psychisch richtig und gut genährt wirst, dann wird dein Nervensystem Sicherheit, Liebe und Ankommen verspüren. Die Regulation erfolgt durch deine Eltern oder eine andere nahe Bezugsperson und dabei vor allem durch Körperkontakt, Stimme und indem deine Bedürfnisse richtig erkannt und dann auch adäquat befriedigt werden. Das heißt, dass deine Eltern spüren, wann du Hunger hast, wann du Liebe und Geborgenheit benötigst (wobei das permanent nötig ist), wann du schlafen möchtest oder andere Leiden oder Bedürfnisse hast. Nach dem Neugeborenen-Stadium werden sich deine Bedürfnisse zunehmend erweitern. So wird jenes nach Erkundung und Entdeckung der Welt hinzukommen und auch nach Bewegung. Jedoch ist es in den ersten Lebensjahren die Basis für alles, dass du Sicherheit spürst und Regulation erlebst. Wenn du also schreist, dann sollte deine Bezugsperson sofort kommen und dich beruhigen. Die Art von Beruhigung ist unbedingt durch Singen, Summen, Körperkontakt und vor allem durch physisches und PSYCHISCHES Präsentsein zu erzeugen. Denn viele Eltern glauben, es reiche aus, wenn sie einfach physisch präsent sind. Dem ist aber nicht so, denn das kleine Wesen, das sehr offen, spürig und sensibel ist, merkt, ob die Bezugsperson gerade am Handy, gestresst ist oder andere Themen wichtiger sind – oder ob es und seine Bedürfnisse und seine Regulation an erster Stelle stehen. Blicken wir zeitlich ein wenig zurück, dann war die Generation meiner Eltern, die jetzt ungefähr 60-Jährigen, die Generation der »Mitläufer« – das bedeutet, dass es in den Familien oft mehrere Kinder gab, die einfach da waren. Außerdem waren es ja noch die Eltern der Nachkriegsjahre, die meine Mutter und meinen Vater großzogen. So war mein Großvater noch im Krieg gewesen und meine Großmutter eher kalt und abwesend aufgrund der Nachkriegszeit und der damaligen widrigen Umstände. Kinder hatten nicht die gleichen Rechte und die gleiche Wichtigkeit wie Eltern, sie waren einfach da. Die Erlebnisse der Großeltern wirkten sich auf die Erziehung und Prägung unserer Eltern aus.

Wenn wir in die Zeit meiner Kindheit schauen, die durch die wiederum weitergegebenen Erfahrungen unserer Eltern, also der nächsten Generation, geprägt wurde, war es schon anders. Meine Eltern hatten mich und meine Schwester bekommen und meine Mutter war drei Jahre für uns da, bis sie wieder arbeiten ging. Allerdings war es damals so, dass die moderne Medizin Frauen primär in Krankenhäusern gebären ließ. Zu den Zeiten, als meine Großmutter Kinder bekam, war eine Hausgeburt noch völlig normal. Die letzten Jahrzehnte war eine solche hingegen undenkbar, da sie als zu gefährlich abgetan wurde – aber heute kommt sie wieder neu auf und erlebt ein Revival, möglicherweise, weil wir Menschen uns mit Trauma und Rahmenbedingungen für ein gutes und sicheres Leben beschäftigen, was bereits vor und mit der Geburt startet. Die moderne Medizin hat damals noch nicht die Regulation an erste Stelle gestellt – teilweise ist das heute noch so. Allerdings muss ein Kind zwingend zur ersten Regulation und Erdung direkt nach der Geburt an die Brust der Mutter gelegt werden. Dadurch können beide ihr Nervensystem regulieren und wieder in einen grünen Bereich der Sicherheit gelangen. Zur Zeit meiner Geburt vor 30 Jahren war dies aber noch nicht üblich. Ich wurde damals für 20 Minuten auf die Seite gelegt und verspürte wohl Todesangst und konnte mich eben nicht regulieren. Ich erzähle dir später noch mehr davon. Das prägte mein Leben jedenfalls über viele Jahre immens. Denn die ersten Momente und Jahre im Leben, in denen wir Menschen geprägt werden, haben eine enorme Auswirkung auf die Basis, mit der wir dann durch das Leben laufen. Es ist unerlässlich, sich als werdende Mutter und als Mensch im Allgemeinen mit diesen Themen zu beschäftigen. Denn Selbstregulation und Containment sind zwei Grundbausteine, die das Fundament des Lebens bilden. Und ja, du kannst dir das wie bei einem Haus vorstellen: Baust du dein Haus auf einem instabilen Fundament, so wird der Rest nicht richtig halten und auch nicht gut getragen werden und an einem gewissen Punkt im Leben und bei deinem Anbau am Haus wird es einfach in sich zusammenbrechen.

Diese essenzielle Basis durch die Regulation und Erdung nach der Geburt haben wenige Menschen, da die Umstände der ersten Sekunden, Minuten und Stunden auf dieser Welt bis heute in zahlreichen Leben sehr widrig sind und waren, wenngleich wir Menschen diese als normal empfinden. Nun ist es aber so, dass es nicht natürlich ist, dass die Mama nach der Geburt nicht direkt das Baby an der Brust spürt. Es ist auch nicht natürlich, dass Menschen mit Instrumenten, Medikamenten oder Kaiserschnitten auf diese Welt gezerrt werden, obwohl sie noch nicht so weit sind. Und ich möchte hier die Medizin gar nicht als schlecht bezeichnen, denn ich bin sehr davon überzeugt, dass sie mein und auch dein Leben zu einem Vielfachen verbessert und erleichtert hat – und dennoch weiß ich, dass – gerade was Schwangerschaft, Geburt und Kindheit betrifft – sehr viel im Modus »zu früh« und »zu schnell« passiert und so zahlreiche Verletzungen und Traumata entstehen, die Erwachsene noch beeinflussen.

In meiner Kindheit, als meine Eltern mich erzogen haben, war es auch verpönt, Neugeborene an der Brust zu tragen. Frauen, die ihre Kinder mit einem Tuch am Körper trugen, wie wir das auch bei beispielsweise afrikanischen Stämmen sehen, wurden als »alternativ« und »anders« abgestempelt. Zudem wurden Kinder früher viel zu früh in ihr eigenes Zimmer verfrachtet. Doch das ist für ein Kind sehr schlimm und es ist auch völlig unnatürlich, ein Baby in den ersten Wochen oder auch Monaten von den Eltern abzuschotten. Denn wie bereits erwähnt, benötigt es die Liebe und Zuwendung der Mutter und den Körperkontakt. Ansonsten kann es sich nicht regulieren – und Einsamkeit und Dissoziation beginnen bereits in den ersten Sekunden, Minuten, Tagen, Wochen, Monaten und Jahren auf dieser Welt. Daher ist es sehr wichtig, dass das Kind lange bei seiner Mama bleibt, es spüren kann und teilnehmen darf. In diesem Zusammenhang habe ich kürzlich eine interessante Erfahrung mit dem neugeborenen Sohn meiner Schwester machen dürfen. Ich hatte diesen an meine Brust gelegt und nur geatmet. In diesem Moment ist mein Herz aufgegangen, mein Herzschlag hat sich verlangsamt und ich bin in eine tiefe Ruhe gekommen. Hautnah habe ich erlebt, was es heißt, wenn Mama und Kind sich gegenseitig regulieren. Die Natur ist so einfach und auch kleine Babys sind in ihren Bedürfnissen sehr einfach: Alles, was sie brauchen, ist Zuwendung und Liebe in Form von Körperkontakt und Präsenz. Ist dies vorhanden, dann ergibt sich der Rest von selbst.

Ich möchte noch einmal darauf eingehen, dass diese einfachen Gegebenheiten für viele Menschen heute aber zu einer absoluten Herausforderung geworden sind. Vielen fällt es sehr schwer, sich auf eine Sache zu konzentrieren, sich selbst zu spüren und im Hier und Jetzt zu landen. Das Einfache ist schwer geworden und das Schwere einfach – eine komplett...

Erscheint lt. Verlag 20.2.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften
ISBN-10 3-99060-418-X / 399060418X
ISBN-13 978-3-99060-418-2 / 9783990604182
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