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Jesus & Christus (eBook)

was stimmt und was stimmt nicht im Neuen Testament

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025
404 Seiten
BoD - Books on Demand (Verlag)
978-3-7693-9551-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Jesus & Christus - schachar shahar
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Ein merkwürdiger Gedanke über den Unterschied zwischen Antisemitismus und Antijudaismus.

»Deine Kinder eilen herbei, deine Zerstörer und deine Verwüster ziehen aus dir weg.«

(Jesaja 49-10)

Vorgeschichte


Eine der ältesten bekannten Konfrontationen, die zu einem unlösbaren Konflikt führten, ereignete sich nach dem Aufstand der Israeliten gegen die von Wissenschaftlern in „Hyksos“ umgetauften Amoriter, dem der Auszug aus Ägypten folgte, was rein lokale Bedeutung hatte und im Vorfeld bereits bildhaft geschildert wurde. Jedoch wurde das Fundament für den europäischen Antisemitismus in der Antike von griechischen und römischen Autoren reichlich angelegt. Schon damals zeigten sich die Griechen gegenüber den „Juden“ nicht ganz empathisch, so dass sich Josephus Flavius in seinen Schriften gegen Ausfälle griechischer Historiker wehren musste, vor allem gegen Apion - in seinem Buch „Antiquitates Judaica“ fügte er in Klammern „gegen Apion“ hinzu.

Die Geschichtsschreibung von Apion und seinen Berufskollegen war möglicherweise einseitig, zum Beispiel über den Spartakusaufstand. Die sparsamen Auskünfte über Spartakus ergänzt Apion mit dem Bericht des Plutarch, wonach Spartakus, aus Thrakien gebürtig, im römischen Heer als Söldner diente, desertierte, dann wieder eingefangen und unter die Gladiatoren gesteckt wurde. (N.A. Maschkin „Römische Geschichte“) Für aufgeklärte Wissenschaftler waren die Thraker ein „indogermanisches“ Volk bzw. eine Völkergruppe in der Antike.

(1) Eine unüberwindbare Logik besagt dann, wenn Spartakus aus der Provinz Thrakien kam und die thrakische Gladiatorenschule besuchte, muss er ein „Indogermane“ gewesen sein. Und ist auch die Erklärung, dass Spartakus so hieß, nur weil er aus Sparta stammte, überhaupt nötig?

Die Indizien sprechen für etwas anderes. Zum Dienst im römischen Heer wurde er scheinbar gezwungen, was seine Fahnenflucht erklärbar macht. Bemerkenswert ist noch, dass, obwohl der Weg Richtung Alpen frei war, Spartakus durch das ganze Land bis Sizilien marschierte, immerhin 700 km, anstatt sich in Gallien niederzulassen, um sich in den wohlverdienten Ruhestand zu begeben. Um sein Profil zu erstellen, können ein paar charakteristische Merkmale helfen, „er nahm keine Überläufer auf und verbot, an sein Heer Gold– und Silbersachen zu verkaufen, nur Kupfer und Eisen.“ Und sein bescheidenes Ziel war, „alle Sklaven, die ihren Herren entlaufen waren und sich ihm angeschlossen hatten, in ihre Heimat zurückzuführen und ihnen die Freiheit wiederzugeben.“ Und wenn Plutarch sagt, Spartakus „habe mehr einem gebildeten Hellenen als einem Barbaren geglichen“, dann war Spartakus weder Grieche noch „Indogermane“. Vor allem auch, weil nur jemand aus einem wesentlich anderen Geschichtskreis solchen Satz äußern konnte: „Es ist Unrecht, dass die Menschen für das Vergnügen von anderen sterben.“, übrigens der einzige bekannte Spruch von Spartakus.

Am Ende: „Nach dem Tode des Spartakus löste sich seine Armee auf. Um diese Zeit kam aus Spanien Pompeius gerade noch zurecht, der gemeinsam mit Crassua eine regelrechte Jagd auf die flüchtigen Sklaven veranstaltete. Zwischen Rom und Capua wurden etwa 6000 Menschen gekreuzigt.“ Chronologisch gesehen folgte der Spartakusaufstand (71 v.) dem Aufstand der Makkabäer (Hasmonäer) gegen die Griechen (165 - 63 v.), und vielleicht war unter den in diesem Krieg erbeuteten Sklaven auch „Spartakus“. Kurz darauf, im Jahr 63 v., schlug der gleiche Pompeius einen Aufstand gegen Rom nieder und eroberte Jerusalem. (504)

Dem Buch „Antiquitates Judaica“ ist zu entnehmen, dass die mangelhafte Begeisterung der Griechen für die Hebräer mit Neid erklärbar sein könnte, denn die Hebräer waren Verbündete von Alexander dem Großen und nahmen an seinen Kriegszügen in Asien teil. Aus Dankbarkeit erlaubte er ihnen, seine ägyptische Stadt Alexandria zu bewohnen und ließ als Anerkennung eine Stele errichten. Im Gegenzug geben die Hebräer ihren Kindern bis zum heutigen Tag seinen Namen. Außerdem galten die Griechen für die Hebräer als Heiden. Verständlicherweise konnten die Griechen solch eine Einstellung nicht gut finden, auch wenn sie selber die anderen Völker herablassend behandelten und ihre berühmte Demokratie nur für Griechischstämmige reserviert war. Aber allein die Kränkung und schreckliche Diskriminierung durch die Hebräer können keinen Grund für so nachhaltige Vorurteile der Griechen sein.

Bei den Römern war die Anfeindung gegenüber den „Juden“ ein Zacken schärfer, so schrieb jemand:

„Die Urteile der griechischen und römischen Literatur über die Juden sind, wie gesagt, sehr absprechend und zeugen von großer Verachtung gegen dieses Volk. Die Gebildeten erblickten in der jüdischen Religion einen barbarischen Aberglauben. Man verbreitete über die Juden sowie über ihre Geschichte die lächerlichsten und boshaftesten Fabeln, zum Teil aus Unwissenheit.“ Und weiter schrieb jemand: „Also gab es in der griechischen und römischen Welt überhaupt gar keinen Antisemitismus, sondern nur einen Antijudaismus, der selbst wieder mit der angeblichen jüdischen Rasse gar nichts, mit der jüdischen Religion dagegen alles zu tun hatte, was sonnenklar daraus folgt, dass sich die römische und griechische Antipathie gegen die Juden auch auf die nach Tausenden zählenden jüdischen Proselyten nichtjüdischer Abstammung erstreckte.“ (55)

Ein merkwürdiger Gedanke über den Unterschied zwischen Antisemitismus und Antijudaismus. Was darunter zu verstehen ist, wird tragischer Weise nicht erklärt, so steht es jedem frei, nach eigenem geistigen Vermögen zu urteilen. Ein Beispiel von Abu Abbas, PA Führer im Rang eines Abu Mazen: „Anti-Zionism can not be Antisemitism because Zionism itself is Antisemitism.“

Scheinbar hatte die römische und griechische Antipathie reale Gründe. Mit den Hebräern und ihrer Verwandtschaft haben es die Griechen und dann die Römer schwer gehabt, angefangen vom Punischen Krieg, als Hannibals Elefanten Rom beinahe platt gemacht hatten, bis hin zu den Aufständen im Römischen Reich, ausgelöst durch den ersten großen Sklavenaufstand in Sizilien (137 v.). Der Anführer, kaum zu glauben, war weder ein nobler Hellene, noch ein heroischer Thraker, sondern ein „syrischer Sklave Namens Eunus“, nach Enos, Adams Enkel, genannt. Auch seine Truppen bestanden hauptsächlich „aus Sklaven syrischer Herkunft“. Aufs Entschiedenste jedoch belastete die Beziehung zu „Juden“ die im NT geschilderten Ereignisse.

Definition von „Jude“


Das Verständnis für diese Fragen wird dadurch erschwert, dass die Frage aller Fragen, „Wer ist ein Jude?“, bis heute nicht geklärt wurde. Im Vorfeld wurde bereits geschildert, wie die Wissenschaft vor, während und nach dem Nationalsozialismus die „Juden“ einmal als „Mischvolk“, also ethnisch undefinierbar bezeichnete und einmal für eine Religionsgemeinschaft hielt. Aus der Sicht von guten Christen, der noch besseren Juden und Nationalsozialisten sind die „Juden“ ein „Mischvolk“ und gleichzeitig eine geschlossene, hochwertig gezüchtete Gruppe, um nicht „Rasse“ zu sagen. Das ist ein Widerspruch in sich, weil sich Inzest und „Mischvolk“ gegenseitig ausschließen. Nach halachistischer (nicht zu verwechseln mit „Holocaust“) Auslegung ist „Jude“, dessen Mutter „Jüdin“ ist, ein Mutterjude, sozusagen. Anders leiten Hebräer ihre Nationalität vom Vater, sowie von der Mutter ab. Und manche andere wiederum meinen, einer, der sich für einen „Juden“ hält, ist einer.

Die Umstellung auf die Mutter beruht auf der rabbinischen Legende über Vergewaltigungen und Pogrome im Mittelalter, als massenhaft uneheliche „Bastarde“ geboren wurden. Um sie zu schützen und in die Gesellschaft integrieren zu können, war eine Legitimierung notwendig, und deshalb wurde die Abstammung von der Mutter eingeführt. So eine Sorge um den Nächsten! Dass die Nationalität gleichermaßen von Vater und Mutter abgeleitet werden kann, wie es bei den Hebräern seit Adam gängig war, erahnten die Rabbiner nicht. Dazwischen vergingen 15 Jahrhunderte, und obwohl die Pogrome vorbei (das Mittelalter auch) und die armen „Bastarde“ längst verstorben, wurde diese Einstellung nicht geändert und überhaupt nicht mehr hinterfragt. Scheinbar sahen die Gründe für einen Koordinatenwechsel ein wenig anders aus.

Vielleicht erforderte die Ausbreitung des Islam diese Umstellung, um Araber aus Abrahams Erbschaft auszuschließen und dadurch Isaak zum einzigen und unangefochtenen Erben zu erklären. Danach müssten sich die Ismaeliten mit dem Nachlass, einem Schlauch mit Wasser, begnügen. Unbestritten ist aber, dass nach arabischem Vaterrecht Abrahams Nachlass dem erstgeborenen Ismael zu-

steht, und gegen diesen Anspruch hilft auch die Umstellung auf das Mutterrecht nicht. Schon längst wurde dieser Fall einwandfrei abgeschlossen, denn...

Erscheint lt. Verlag 28.1.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften Religion / Theologie Christentum
Schlagworte Jesus Christus • Josephus Flavius • König David • Paulus • Philister
ISBN-10 3-7693-9551-4 / 3769395514
ISBN-13 978-3-7693-9551-8 / 9783769395518
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