'NS-Offizier war ich nicht'
Psychosozial-Verlag
978-3-89806-504-7 (ISBN)
Die eigene Mitläufer- und Mittäterschaft wurde von den meisten Anhängern und Nutznießern des Nationalsozialismus nach dem Krieg geleugnet: Niemand hatte etwas mit diesem mörderischen System zu tun gehabt ein Mythos, der sich bis heute in vielen Familien hält.
Anhand von Zeitdokumenten rekonstruiert Ute Althaus die Geschichte ihres Vaters, eines intelligenten jungen Universitätsassistenten aus einer angesehenen Professorenfamilie. Sie findet heraus, dass ihr Vater in der nationalsozialistischen Bewegung die Chance sah, seinem autoritären Elternhaus zu entfliehen und als Mitglied der "Herrenrasse" jemand zu sein. In der hierarchischen Partei war seine Individualität jedoch genauso wenig gefragt wie in seiner Familie, dafür wurde ihm für diese Selbstaufgabe Erfolg und Macht versprochen.
Mit dieser hintergründigen und persönlichen Untersuchung liefert Ute Althaus ein differenziertes Psychogramm eines faschistischen Mitläufers und Nazitäters.
Ute Althaus studierte Mathematik und Physik. Nach zehn Jahren Lehrtätigkeit am Gymnasium begann sie ein Zweitstudium in Psychologie und eine Psychotherapieausbildung. Heute arbeitet die verheiratete Mutter dreier Kinder und Großmutter von sechs Enkelkindern als Psychotherapeutin in eigener Praxis. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist die Traumatologie und die Weitergabe von Traumata zwischen den Generationen.
'Ohne Zweifel ein Buch, das für den Mut der Autorin nicht nur Respekt verlangt. Es löst zudem intensive Gefühle aus, denn es konfrontiert beim Lesen automatisch mit Fragen, wie sich die eigenen Eltern oder Großeltern bis 1945 politisch und menschlich verhalten haben. Ein Ansatz, auch einmal tiefenpsychologisch in Familiengeschichten zu schauen, den es sich für die Forschung lohnt weiterzuverfolgen.'
Ursula Frey in Süddeutsche Zeitung
'Die biographische Studie in der eigenen Familie zeigt, wie ein junger Universitätsassistent aus einer angesehenen Professorenfamilie durch Mitmachen in der NS-Bewegung eine Möglichkeit ergriff, sich dem autoritären Elternhaus zu entziehen und als Mitglied der ›Herrenrasse‹ persönliche Geltung zu beanspruchen. Die Partei forderte für hierarchische und ideologische Unterwerfung ebenfalls den Verzicht auf Individualität, bot
dafür jedoch Aussichten auf Erfolg und Macht.'
Roland Kaufhold in Newsletter Politische Psychologie
| Reihe/Serie | Haland & Wirth |
|---|---|
| Verlagsort | Gießen |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 148 x 210 mm |
| Gewicht | 446 g |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Geschichte / Politik ► 20. Jahrhundert bis 1945 |
| Geisteswissenschaften ► Geschichte | |
| Schlagworte | Biografie • Identität • Nationalsozialismus • Nationalsozialismus, Biografie • Nationalsozialismus (Ideologie); Biografien • Nazitäter • NS-Täter / NS-Verbrecher; Biografien • NS-Verbrecher; Biografien • NZ-Zeit • Politik und Gesellschaft |
| ISBN-10 | 3-89806-504-9 / 3898065049 |
| ISBN-13 | 978-3-89806-504-7 / 9783898065047 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
aus dem Bereich