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Das Haushaltsbuch der Elsa Chotzen - Gorch Pieken, Cornelia Kruse

Das Haushaltsbuch der Elsa Chotzen

Schicksal einer jüdischen Familie in Berlin 1937-1946
Buch | Hardcover
288 Seiten
2008 | 1., Aufl.
Nicolaische Verlagsbuchhandlung
978-3-89479-298-5 (ISBN)
CHF 13,90 inkl. MwSt
  • Titel ist leider vergriffen, Neuauflage unbestimmt
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In ein großformatiges Haushaltsbuch trug"Mutti Chotzen"von 1937 bis 1946 auf den Pfennig genau sämtliche Einkünfte und Ausgaben ihrer sechsköpfigen Familie ein - ein weltweit einzigartiges Dokument! Protokolliert ist so der Alltag einer jüdischen Familie im nationalsozialistischen Berlin, Tag für Tag, über neun Jahre hinweg.

Diese sensationelle"Chronik"der Familie Chotzen zeigt die unbarmherzige Ausweglosigkeit und brutale Gewalt, der diese Menschen auseiner eigentlich ganz normalen Familie im Nationalsozialismus ausgesetzt waren. Spürbar darin ist aber auch die große Liebe einer Mutter zu ihren Kindern: Mehrmals bettelt sie die Kinder aus Sammellagern frei, nach deren Deportation nach Theresienstadt versorgt sie sie mit Paketen. Am Ende erreichen diese die Söhne nicht mehr. Sie sind bereits in Auschwitz. Im Februar 1946 schließlich verliert Elsa Chotzen die Hoffnung auf ihre Rückkehr. Unter den Einnahmen vermerkt sie den Verkauf der Oberhemden ihrer Söhne ...

Das Leben der Familie Chotzen ist eine der am besten dokumentierten Verfolgungsgeschichten der Nazizeit - in diesem Band wird sie erzählt und gezeigt. Denn über das Haushaltsbuch hinaus existieren mehr als 1.000 Fotografien aus den Alben der Familie - alle vier Söhne setzten sich über den Erlass von 1941 hinweg, nach dem Juden ihre Fotoapparate abzugeben hatten. Von ihrer Familie blieb Mutti Chotzen am Ende nicht viel mehr als diese Alben, die sie bis zu ihrem Tod 1982 wie das Haushaltsbuch sorgsam verwahrte.

Gorch Pieken, geboren 1961 in Sanderbusch bei Jever, ist promovierter Historiker und Autor zahlreicher Dokumentarfilme (für Arte, ZDF und ARD). Von 1995 bis 2005 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Museum Berlin, seit 2006 ist er Projektleiter der Dauerausstellung am Militärhistorischen Museum Dresden.

Cornelia Kruse, geboren 1968 in Wuppertal, studierte Neuere Deutsche Literatur, Romanistik und Slawistik in München. Nach redaktioneller Tätigkeit in Paris und Moskau lebt sie seit 1999 als freie Autorin in Berlin.

Erscheint lt. Verlag 29.2.2008
Zusatzinfo 100 farbige Abb., 200 s/w-Abb.
Sprache deutsch
Maße 225 x 210 mm
Gewicht 970 g
Einbandart gebunden
Themenwelt Geisteswissenschaften Religion / Theologie Judentum
Schlagworte 2. Weltkrieg • Antisemitismus • Berlin • Berlin, Geschichte; Berichte/Erinnerungen • Drittes Reich / 3. Reich; Berichte/Erinnerungen • Drittes Reich; Berichte/Erinnerungen • Holocaust; Berichte/Erinnerungen • Holocaust / Shoah; Berichte/Erinnerungen • Judenverfolgung • Judenverfolgung (Nationalsozialismus); Berichte/Erinnerungen • Jüdisches Leben • Theresienstadt (Konzentrationslager); Berichte/Erinnerungen
ISBN-10 3-89479-298-1 / 3894792981
ISBN-13 978-3-89479-298-5 / 9783894792985
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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