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Berühmte Frauen der 50er und 60er Jahre

Schicksale, Erfolge, Karrieren, Vorbilder
Buch
136 Seiten
2024 | 1. Erstausgabe
Edition Karo (Verlag)
978-3-945961-37-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Berühmte Frauen der 50er und 60er Jahre - Charlotte Ueckert
CHF 29,90 inkl. MwSt
Die Sechziger sind nicht denkbar ohne die Fünfziger. Deshalb enthält dieses Buch Betrachtungen über Frauen, die ihre Karriere überwiegend in den Fünfziger begannen und den Höhepunkt in den Sechzigern, vor ’68, erlebten. Natürlich wird auch ihr weiterer Lebensweg verfolgt: Eine Generation von Frauen, die Beschränkungen aufgrund ihres Geschlechts zwar erleben musste, dennoch triumphal überwand und uns mit ihren Erfolgen über alles, was wir, die Nachgeborenen, wollten und nicht erreichten, hinweggezaubert hat. Nichts braucht die Wirklichkeit mehr als den Zauber der Schönheit. Nicht als Tünche, sondern als Utopie. Denn es hat sich etwas für die Frauen in Europa und Amerika verändert, trotz, nicht unbedingt wegen der schönen Leitbilder, die vor der Frauenbewegung Erfolg symbolisierten. Heute spielen Frauen selbstverständlich eine größere Rolle im gesellschaftlichen Leben, wirtschaftlich, politisch und kulturell.

CHARLOTTE UECKERT studierte Literaturwissenschaft, Psychologie und Kunstgeschichte und arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hamburg in den Bereichen Exil- und Nachkriegsliteratur. Es folgten Lehraufträge an Fachhochschulen und Akademien, zudem Arbeiten für Zeitungen und den Rundfunk, auch Veröffentlichungen mehrerer Lyrikbände, Reiseessays, Anthologien und Künstlerbiografien z. B. von Paula Modersohn-Becker und Niki de Saint Phalle. In der edition karo erschienen von ihr die Biografie über "Christina von Schweden" und die Reiseerzählungen "Das Meer und der Norden" und K"ünstler und Entdecker in der Südsee" sowie der Gedichtband "Andere Wesen". Die Autorin veranstaltet zudem Lesungen und Workshops und nimmt an Lyrikfestivals teil; ihre bisherigen Gedichte wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Sie ist Mitglied des PEN, lebt als freie Autorin in Hamburg, und hat viele Jahre im Vorstand des Literaturzentrums Hamburg gearbeitet. Von 2006 bis 2018 war sie Vizepräsidentin der Europäischen Autorenvereinigung "Die Kogge".

INHALT

Zuvor7
Aus dem Tagebuch einer Studentenfrau15
Vorsicht, das Alter ... 19
Lieselotte Pulver 22
Niki de Saint Phalle 31
Brigitte Bardot 42
Maria Callas, Prinzessin Soraya 51
Doris Lessing 58
Françoise Sagan 63
Angelica Krogmann 70
Dorothee Sölle 83
Simone de Beauvoir 92
Marion Gräfin Dönhoff101
Karen Horney108
Margarte Susmann 111

Qellenangaben 119
Impressum 121

Selbstbewusst tingelte Liselotte Pulver Ende der vierziger Jahre durch die Schweizer Lande, um ein Engagement zu bekommen. Und am berühmtesten Theater der Schweiz, dem Züricher Schauspielhaus, das vor allem von Emigranten aus Nazideutschland, wie Kurt Hirschfeld, Leonhard Steckel und Therese Giese zu einer der führenden Bühnen Europas gemacht wurde, gelang es ihr, angenommen zu werden. Die älteren Herren, die dort das Sagen hatten, Don Juans, Homosexuelle oder beides, mochten das jungenhafte Mädchen. "Sie sah nicht so aus, wie Mädchen aussehen, die Schauspielerin werden wollen, eher wie eine Sportlerin, um nicht zu sagen, wie ein großer Junge, nicht schön, jedoch mit einem lebendigen, eher frechen Gesicht", heißt es in einer Besprechung über die Inszenierung von "Unsere kleine Stadt". Der Typus der frechen, unweiblichen Frau hat bei Männern wie Frauen zu allen Zeiten großen Erfolg. Sie ist ein Kumpel, nicht gefährlich. Anders als die Femme fatale, von Männern sowohl geliebt wie gefürchtet, von Frauen zugleich beneidet und abgelehnt, ist der androgyne Hosentypus für alle da. Viele, die sie als junge Schauspielerin in Zürich in "Faust II" mit Will Quadflieg, in Shakespeare- und Schillerrollen sahen, mögen bedauert haben, sie so schnell an den Film verloren zu haben. Auch hier fing sie gleich recht etabliert an: "Swiss Tour" hieß der Film, in dem sie neben Cornel Wilde, Simone Signoret und Heinrich Gretler spielen durfte. Und ebenfalls 1950 spielte sie mit Hans Albers und Adrian Hoven die weibliche Hauptrolle in Föhn. Nicht erst damit begann die schier endlose Verliebtheit der Liselotte Pulver in ihre Partner, die dann allerdings wie Hans Albers erstaunt waren, dass sie nicht so leicht zum Zuge bei ihr kamen, wie sie dachten.

Erscheinungsdatum
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Maße 150 x 220 mm
Gewicht 213 g
Themenwelt Literatur
Geisteswissenschaften Sprach- / Literaturwissenschaft Literaturwissenschaft
Schlagworte Frauenbewegung • Künstlerin • Lebenswege • Mutterschaft • Philosophin • Schauspielerin • Schönheit • Schriftstellerin • Vereinbarkeit
ISBN-10 3-945961-37-8 / 3945961378
ISBN-13 978-3-945961-37-7 / 9783945961377
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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