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Abend- und Morgenlob (eBook)

Offizium der Tagzeiten altkirchlicher Tradition

F. Irenäus Herzberg (Herausgeber)

eBook Download: EPUB
2024 | 8. Auflage
180 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-7597-4467-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Abend- und Morgenlob -
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Dieser Band lädt dazu ein, das altkirchliche Gebet der Tagzeiten wiederzuentdecken: das gemeindliche, weder auf Klöster noch auf Kathedralen beschränkte Morgen- und Abendlob der Gläubigen. Die liturgischen Ordnungen folgen den frühesten Formen mit kontinuierlicher Tradition, woraus sich auf natürliche Weise viele konfessionsverbindende Elemente ergeben - sogar eine Harmonisierung alter west- und ostkirchlicher Formen. Selbstverständlich sind die liturgischen Ordnungen auch für den Gesang eingerichtet. Enthalten ist ferner eine Aufteilung des ganzen Psalters auf 30 Tage, welche die altkirchliche Zuordnung bestimmter Psalmen zum Abend- oder zum Morgenlob aufnimmt. Die Leseordnung für das Tagzeitengebet folgt dem traditionellen westlichen Kirchenjahr; in dessen Verlauf führt sie durch den größten Teil der Heiligen Schrift, durch die Evangelien sogar zweimal. Die vorliegende verbesserte und erweiterte Neuauflage enthält ausführliche Fürbitten in Form einer Ektenie. In einem Anhang sind, nach Wochentag und Tagzeit gegliedert, zahlreiche Psalmen für das Abend- und Morgenlob abgedruckt, zudem auch eine entsprechende Zahl biblischer Lesungen.

Psalmodie


Entweder vom Tage oder die Psalmen 104, 141, 130, 117.

Psalm des Kosmos—Benedic, anima mea

VII

Lobe den HERRN, meine Seele! /

O HERR, mein Gott, wie bist Du so groß!

In Erhabenheit und Pracht bist Du gekleidet,

Du, der in Licht sich hüllt wie in ein Gewand,

der den Himmel ausspannt wie ein Zeltdach,

der die Balken seines Palastes im Wasser festlegt, /

der Wolken macht zu seinem Wagen,

einherfährt auf den Flügeln des Windes;

der Winde zu seinen Boten bestellt,

zu seinen Dienern lohendes Feuer.

Er hat die Erde gegründet auf ihre Pfeiler,

so dass sie in alle Ewigkeit nicht wankt.

Mit der Urflut gleich einem Kleide bedecktest Du sie:

bis über die Berge standen die Wasser;

doch vor Deinem Schelten flohen sie,

vor der Stimme Deines Donners wichen sie angstvoll zurück.

Da stiegen die Berge empor, /

und die ler senkten sich

an den Ort, den Du ihnen verordnet.

Eine Grenze hast Du gesetzt, die sie nicht überschreiten:

sie dürfen die Erde nicht nochmals bedecken.

Quellen lässt er den chen zugeh’n:

zwischen den Bergen rieseln sie dahin;

sie tränken alles Getier des Feldes,

die Wildesel schen ihren Durst;

an ihnen wohnen die gel des Himmels,

lassen ihr Lied aus den Zweigen erschallen.

Er tränkt die Berge aus seinem Himmelspalast:

vom Segen Deines Schaffens wird die Erde satt.

Gras lässt er sprossen für das Vieh

und Pflanzen für den Bedarf der Menschen,

um Brotkorn aus der Erde hervorgeh’n zu lassen

und Wein, der des Menschen Herz erfreut;

um jedes Antlitz erglänzen zu lassen vom Öl

und durch Brot das Herz des Menschen zu stärken.

Es trinken sich satt die Bäume des HERRN,

die Zedern des Libanons, die er gepflanzt,

wo die Vögel ihre Nester bauen,

der Storch, der Zypressen zur Wohnung wählt.

Die hohen Berge geren den Gämsen,

die Felsen sind der Klippdachse Zuflucht.

Er hat den Mond gemacht zur Bestimmung der Zeiten,

die Sonne, die ihren Niedergang kennt.

Lässt Du Finsternis entsteh’n, so wird es Nacht,

da regt sich alles Getier des Waldes:

die jungen Löwen brüllen nach Raub,

indem sie von Gott ihre Nahrung fordern.

Geht die Sonne auf, so zieh’n sie sich zurück

und lagern sich in ihren Höhlen;

dann geht der Mensch hinaus an seine Arbeit

und an sein Tagwerk bis zum Abend.

Wie sind Deiner Werke so viele, o HERR! /

Du hast sie alle mit Weisheit geschaffen,

voll ist die Erde von Deinen Geschöpfen.

Da ist das Meer, so groß und weit nach allen Seiten:

drin wimmelt es ohne Zahl von Tieren klein und groß.

Dort fahren die Schiffe einher;

da ist der Wal, den Du geschaffen, darin sich zu tummeln.

Sie alle schauen aus zu Dir hin,

dass Du Speise ihnen gebest zu seiner Zeit;

gibst Du sie ihnen, so lesen sie auf;

tust Deine Hand Du auf, so werden sie satt des Guten;

doch verbirgst Du Dein Angesicht, so befällt sie Schrecken; /

nimmst Du weg ihren Odem, so sterben sie

und kehren zurück zum Staub, woher sie gekommen.

Lässt Du ausgeh’n Deinen Odem, so werden sie geschaffen,

und so erneuerst Du das Antlitz der Erde.

Ewig bleibe die Ehre des HERRN bestehen,

es freue der HERR sich seiner Werke!

Blickt er die Erde an, so erbebt sie;

rührt er die Berge an, so steh’n sie in Rauch.

Singen will ich dem HERRN mein Leben lang,

will spielen meinem Gott, solange ich bin.

Möge mein Sinnen ihm wohlgefällig sein:

ich will meine Freude haben am HERRN!

Mögen die Sünder verschwinden vom Erdboden

und die Gottlosen nicht mehr sein! –

Lobe den HERRN, meine Seele!

Halleluja!

Ps 104

Alle verneigen sich zum Gloria Patri.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn

und dem Heiligen Geist,

wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit

und in Ewigkeit. Amen.

Weihrauchpsalm — Domine, clamavi

Text: nach Ps 104,32.35, Melodie: Johann Sebastian Bach (BWV 582), Satz/Ison: Hg.

I

HERR, ich rufe Dich, eile mir zu Hilfe!

Vernimm meine Stimme, wenn ich zu Dir rufe!

Lass mein Gebet Dir als Räucherwerk gelten,

das Aufheben meiner Hände als Abendopfer!

Stelle, o HERR, eine Wache vor meinen Mund,

behüte das Tor meiner Lippen!

Lass mein Herz sich nicht neigen zu bösem Tun,

dass ich gottlose Taten verübe

im Verein mit Männern, die Übeltäter sind:

ich mag nicht essen von ihren Leckerbissen!

Schlägt mich ein Gerechter: das ist Liebe,

und weist er mich zurecht: das ist Salbe fürs Haupt;

nicht soll mein Haupt dagegen sich sträuben; /

denn noch ist’s der Fall, dass für ihre Bosheit

mein Gebet erfolgt.

Sind ihre Richter eine Felswand hinabgestürzt worden,

so wird man hören, dass meine Worte liebreich sind.

Wie einer das Erdreich zerfurcht und aufreißt, /

so sind unsere Gebeine hingestreut

für den Rachen der Unterwelt.

Denn auf Dich, o Allherr, sind meine Augen gerichtet, /

bei Dir such’ ich Zuflucht:

gib mein Leben nicht hin in den Tod!

Behüte mich vor der Schlinge, die sie mir gelegt,

und vor den Fallstricken der Übeltäter!

Lass die Frevler fallen in ihre eigenen Netze,

während ich zugleich daran vorübergehe!

Ps 141

Bußpsalm —De profundis

Melodie: Johann Sebastian Bach (BWV 528), Satz/Ison: Hg.

II

Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu Dir: /

»Allherr, höre auf meine Stimme,

lass Deine Ohren merken auf mein lautes Flehen!«

Wenn Du, HERR, Sünden anrechnen willst,

o Allherr, wer kann besteh’n!

Doch bei Dir ist die Vergebung,

auf dass man Dich fürchte.

Ich harre des HERRN, meine Seele harrt,

und ich warte auf sein Wort;

meine Seele harrt auf den Allherrn

sehnsuchtsvoller als Wächter auf den Morgen.

Sehnsuchtsvoller als Wächter auf den Morgen

harre, Israel, auf den HERRN!

Denn beim HERRN ist die Gnade

und Erlösung bei ihm in Fülle,

und er wird Israel ersen

von allen seinen Sünden.

Ps 130

Dankpsalm der Völker — Laudate...

Erscheint lt. Verlag 15.4.2024
Reihe/Serie SYNODOS : Schriftenreihe des Martinuswerks
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften Religion / Theologie Christentum
Schlagworte Abendlob • Morgenlob • Stundengebet • Tagzeitengebet • Vesper
ISBN-10 3-7597-4467-2 / 3759744672
ISBN-13 978-3-7597-4467-8 / 9783759744678
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