Den Kindern das Paradies ...
Seiten
2024
|
1. Künstlerbuch, Handgebunden, Nummeriert, Signiert
atelier für kunstrealisation
978-3-00-077437-9 (ISBN)
atelier für kunstrealisation
978-3-00-077437-9 (ISBN)
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Chronik eines Künstlers über das unauffällige Verschwinden einer Schicksalsgemeinschaft.
Den Kindern das Paradies …
Eine Buch über die Irrungen und Wirrungen eines Kindes, später pubertierenden Jugendlichen und schließlich jungen Erwachsenen, der sich seiner Außenseiterrolle immer bewusster wird. Er weiß, dass er anders tickt, anders denkt und fühlt, sensibler ist als seine oft grobschlächtige Umwelt, die uns in das Österreich der frühen Nachkriegsjahre entführt. Wir hören von reichlich Familienclinch, Gewalt, Prostitution, seltsamen Todesfällen, üblen Praktiken der Fremdenlegion – ein überaus verschrobenes Panoptikum.
Der Erzähler wird schon in früher Kindheit und in der Schule auffällig, weil er die Regeln, die überall an der Tagesordnung sind, hinterfragt, nicht als gegeben hinnehmen will. Er nimmt eine „U-Boot-Existenz“ an, um aus dieser geheimen Beobachterperspektive heraus Rückschlüsse über die Wirklichkeit des Lebens zu erlangen. Aber was heißt schon Wirklichkeit?
Für die weiteren Stadien der Adoleszenz werden äußere Faktoren, ominöse Bekanntschaften, prägend. Ob Franz, Georg, Ferdinand oder die weiblichen Hauptfiguren – sie alle treiben ähnliche Fragen nach dem Sinn des Lebens um, sie sind ihrerseits Suchende. Die ungleiche Clique bildet in dieser Hinsicht so etwas wie eine Schicksalsgemeinschaft. Die Gedanken kreisen um Fragen des Glaubens, der Geschlechterrollen, der Ausübung von Sexualität, der Spiritualität … Sie kanalisieren sich auf ganz unterschiedliche Weise, die von mystischen Grübeleien und Askese bis zu exzessiv ausgelebten und machohaften Lebemannmanieren reicht. Das Gemeinsame: Alle Versuche, eine alternative Lebensführung zum Prinzip zu machen, enden tragisch. Nur der Chronist bildet eine Ausnahme. Er leitet hieraus die Aufgabe, ja Pflicht ab, den Untergang seiner ehemaligen Weggefährten zu Papier zu bringen.
Das titelgebende Paradies entpuppt sich als ein Irrgarten. Letztlich sind es die Reflexionen selbst und deren künstlerische Ausgestaltung, die den Weg weisen. Jeremias H. Vondrlik hat in dieser Hinsicht ein differenziertes, eigenwilliges, vielperspektivisches und hochkomplexes Künstlerbuch geschaffen, das durch wechselnde Textformen und im wahrsten Sinne des Wortes fantastischen Illustrationen eine wenn nicht die Kernfrage von Kunst berührt: für komplexe Inhalte eine neue, unverbrauchte Sprache zu finden. (Walter Gödden)
Den Kindern das Paradies …
Eine Buch über die Irrungen und Wirrungen eines Kindes, später pubertierenden Jugendlichen und schließlich jungen Erwachsenen, der sich seiner Außenseiterrolle immer bewusster wird. Er weiß, dass er anders tickt, anders denkt und fühlt, sensibler ist als seine oft grobschlächtige Umwelt, die uns in das Österreich der frühen Nachkriegsjahre entführt. Wir hören von reichlich Familienclinch, Gewalt, Prostitution, seltsamen Todesfällen, üblen Praktiken der Fremdenlegion – ein überaus verschrobenes Panoptikum.
Der Erzähler wird schon in früher Kindheit und in der Schule auffällig, weil er die Regeln, die überall an der Tagesordnung sind, hinterfragt, nicht als gegeben hinnehmen will. Er nimmt eine „U-Boot-Existenz“ an, um aus dieser geheimen Beobachterperspektive heraus Rückschlüsse über die Wirklichkeit des Lebens zu erlangen. Aber was heißt schon Wirklichkeit?
Für die weiteren Stadien der Adoleszenz werden äußere Faktoren, ominöse Bekanntschaften, prägend. Ob Franz, Georg, Ferdinand oder die weiblichen Hauptfiguren – sie alle treiben ähnliche Fragen nach dem Sinn des Lebens um, sie sind ihrerseits Suchende. Die ungleiche Clique bildet in dieser Hinsicht so etwas wie eine Schicksalsgemeinschaft. Die Gedanken kreisen um Fragen des Glaubens, der Geschlechterrollen, der Ausübung von Sexualität, der Spiritualität … Sie kanalisieren sich auf ganz unterschiedliche Weise, die von mystischen Grübeleien und Askese bis zu exzessiv ausgelebten und machohaften Lebemannmanieren reicht. Das Gemeinsame: Alle Versuche, eine alternative Lebensführung zum Prinzip zu machen, enden tragisch. Nur der Chronist bildet eine Ausnahme. Er leitet hieraus die Aufgabe, ja Pflicht ab, den Untergang seiner ehemaligen Weggefährten zu Papier zu bringen.
Das titelgebende Paradies entpuppt sich als ein Irrgarten. Letztlich sind es die Reflexionen selbst und deren künstlerische Ausgestaltung, die den Weg weisen. Jeremias H. Vondrlik hat in dieser Hinsicht ein differenziertes, eigenwilliges, vielperspektivisches und hochkomplexes Künstlerbuch geschaffen, das durch wechselnde Textformen und im wahrsten Sinne des Wortes fantastischen Illustrationen eine wenn nicht die Kernfrage von Kunst berührt: für komplexe Inhalte eine neue, unverbrauchte Sprache zu finden. (Walter Gödden)
Geb. in Wien, seit 1973 als "Freier Künstler" in Deutschland tätig.
| Erscheint lt. Verlag | 2.1.2024 |
|---|---|
| Zusatzinfo | Alle Seiten sind als Bild mit Text gestaltet. |
| Verlagsort | Wuppertal |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 210 x 250 mm |
| Gewicht | 700 g |
| Themenwelt | Literatur |
| Kunst / Musik / Theater ► Malerei / Plastik | |
| Geisteswissenschaften ► Sprach- / Literaturwissenschaft ► Literaturwissenschaft | |
| Schlagworte | Biografischer Roman • Chronik • Kunst • Künstlerbuch |
| ISBN-10 | 3-00-077437-8 / 3000774378 |
| ISBN-13 | 978-3-00-077437-9 / 9783000774379 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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