Mein Weg als deutscher Jude
PHILO Fine Arts (Verlag)
978-3-86572-362-8 (ISBN)
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Das Bild an der Wand
Julius H. Schoeps ist einer der umtriebigsten Erforscher und Popularisierer der Geschichte des deutschen Judentums. Seine Autobiografie ist schon darum interessant. Jungen Lesern macht sie klar, dass auch aus einem mehrfachen Sitzenbleiber ein erfolgreicher deutscher Professor werden kann. Seinen Altersgenossen ruft Schoeps nicht nur etwa die Theaterbegeisterung der frühen sechziger Jahre in Erinnerung, deutlich wird auch, wie lange es dauerte, bis der am 1. Juni 1942 im schwedischen Exil geborene Sohn des berühmtesten preußischen Juden der Zeit sein Judentum entdeckte; erst nach vielen Fluchten vor seinem Vater wurde auch er ein Erforscher der deutschen Geistesgeschichte, wie jener einer gewesen war. Schoeps hat einen Blick für das bezeichnende Detail. Dass zum Beispiel das Wiener Theodor-Herzl-Symposium vom Mai 1985 unter einem Bild des berüchtigten antisemitischen Bürgermeisters der Stadt Karl Lueger stattfand, das sieht er nicht nur, sondern er erkennt auch das Symbolische darin.
Von Arno Widmann
Julius H. Schoeps ist einer der profiliertesten Vertreter des deutschen Judentums nach 1945, und er hat mit vielen klugen, unbequemen und manchmal auch provozierenden Einmischungen das deutsch-jüdische Verhältnis geprägt. In seinen Erinnerungen werden Motive und Motivationen für seinen faszinierenden Lebensweg lebendig: seine Kindheit im schwedischen Exil, die Jugend in Erlangen, die prägenden Erfahrungen innerhalb der Studentenbewegung in Berlin, sein Weg in die Wissenschaft, seine Jahre als Gründungsdirektor des Jüdischen Museums in Wien, sein besonderes Verhältnis zu Berlin. Zugleich wird aber auch das Unbehagen über die »deutsche Krankheit« deutlich: über die Besonderheiten, die das jüdische Leben in Deutschland noch immer prägen und belasten, vom Antisemitismus bis hin zur Goldhagendebatte. »Das Buch Mein Weg als deutscher Jude ist hochinteressant, gut geschrieben und spannend zu lesen.« Südwestpresse »In Schoeps’ Autobiographie lernt der Leser ein gelebtes Leben mit all seinen Widersprüchen kennen, das am Ende der Lektüre in der Tat als das eines ›deutschen Juden‹ erscheint« Aufbau Julius H. Schoeps Geboren 1942 in Djursholm/ Schweden, Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien und Professor für Neuere Geschichte an der Universität Potsdam. Zahlreiche Veröffentlichungen.
| Reihe/Serie | Philothek |
|---|---|
| Zusatzinfo | schw.-w. Abb. |
| Sprache | deutsch |
| Gewicht | 385 g |
| Einbandart | kartoniert |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie ► Judentum |
| Schlagworte | Biographie • Deutsches Judentum • deutsch-jüdische Verhältnis • Schoeps, Julius H. |
| ISBN-10 | 3-86572-362-4 / 3865723624 |
| ISBN-13 | 978-3-86572-362-8 / 9783865723628 |
| Zustand | Neuware |
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