Unnæ Schbrohch Franken,fränkische Wörter,fränkische Sprüche,heitere Illustrationen auf fränkisch,Franconia,Franconian,fränkischer Dialekt,fränkische Mundart (eBook)
288 Seiten
tredition (Verlag)
978-3-347-69141-4 (ISBN)
Der Autor, promovierter Theologe Jahrgang 1957, ist in Nürnberg aufs Gymnasium gegangen. Es waren damals heiße Jahre: Vietnam-Krieg, Nordirland-Konflikt, Abtreibung, Atomkraft, Baader-Meinhof-Hysterie, der kalte Krieg mit dem Wettrüsten der Supermächte, Hungerkatastrophen, Armut der Massen und Geldgier der falschen Eliten, globale Naturzerstörung und Schwärmereien für die Mädchen waren die Themen, die den heranwachsenden Gymnasiasten umtrieben. Als junger Mensch sah er die Unmenschlichkeit und Ungerechtigkeit und begehrte dagegen auf.
Der Autor, promovierter Theologe Jahrgang 1957, ist in Nürnberg aufs Gymnasium gegangen. Es waren damals heiße Jahre: Vietnam-Krieg, Nordirland-Konflikt, Abtreibung, Atomkraft, Baader-Meinhof-Hysterie, der kalte Krieg mit dem Wettrüsten der Supermächte, Hungerkatastrophen, Armut der Massen und Geldgier der falschen Eliten, globale Naturzerstörung und Schwärmereien für die Mädchen waren die Themen, die den heranwachsenden Gymnasiasten umtrieben. Als junger Mensch sah er die Unmenschlichkeit und Ungerechtigkeit und begehrte dagegen auf.
3. Sprüche, Aussprüche, Redewendungen - Schbrüch und Sòhchæræ
A
æ Bidschlæ und æ Schdräußlæ
æ Süßhulz und æ Räuschlæ
(des söllmæ vom Wàllbælæfest mihd hàhm nehmæ)
alter Spruch CH
æ Broggng Månnsbylld ein körperlich großer Mann
æ fàullæ Esl schlahfdsi auf àhmoll zdòhd! ein fauler
Esel schleppt sich auf einmal zu Tode
æ Fresserèi machdeæ zàmm! bedeutet, jem isst nicht
gerade auf die vornehme Art oder er vermischt Speisen,
die nicht zusammen passen
æ jèhds hoddsei B`ägglæ zæ drohng jeder hat seine
Probleme und Sorgen…
allæ Glèhsdohch und allæ-Schìeß-long oft
ann àllæs nauf und ròh hahßn jem übel beschimpfen
alldæ Freindundschbèhzi! freudiger Gruß, Anrede für
einen alten Freund
alldæ Freind und Kùpfæschdechæ siehe oben
æ Meddz Drèhgh muss dæ Mensch èßn ein Metz
(Getreidemaß) Dreck (Sand, Staub) muss der Mensch
essen RW
Àngsdhohs, Pfèffæhohs, morng kummdæ Òssdæhohs
(Kinderspruch)
ænn alldn Gàull schaudmæ nedd nein Màull
ænn Gròhng nedd vùll griehng unersättlich sein
(weniger aufs Essen als auf Reichtum bezogen)
ænn Gròhng rumdreæ nicht ernst gemeinte Drohung,
mit der man zum Ausdruck bringen will, dass man sich
über etwas geärgert hat
ihch khènndnæn ænn Gròhng rumdræ!
ænn Hùnzfozzn griggsd! gar nichts kriegst du!
ænn Pfèifædeggl! ænn Pfeifælæ! Ausruf im Sinne von:
Stimmt nicht! Ich pfeif dir was!
ænn Pfèifædeggl griggsd! Nichts bekommst du!
ænn Vorræ nohchgrohdn oder dæ Murræ nohchgrohdn Eigenschaften von Vater oder Mutter an den Tag legen
æ Oggs wàhß, wennæ àufhëæn sêll, æ Mensch nèdd
(die Vokale ëæ werden zusammengeschliffen) ein Ochse weiß, wann er zu trinken aufhören soll, ein Mensch nicht
æ Pfènnlæ machng bewusst bzw. gespielt ein weinerliches Gesicht machen
`æschdi Lèid, dànndi Fr`ësch auch `æschd kummæn di Lèid un-dann di Fr`ësch scherzhafter Ausspruch, wenn man sich Vortritt verschaffen will
àufærænn Schbrùng væbei kùmmæ (langes ei) einen Sprung vorbei kommen
auf (und in) dæ ganzn Schèi(b)m (das b wird nur angedeutet) in der ganzen Umgebung, Gegend
auf di Këllæ auf (bei) den (Bier-)Kellern
àuf mei alldn Dòhch in meinem Alter
aufm (auch ahfm) Kùpf scheißn verachten, unterdrücken
di w`ænn eich æmoll aufm Kùpf scheißn
auf und dehm… ganz genau wie… deæ is àuf und dèhm wi sei Vòrræ
aus dæ `Åæd schlohng, aus dæ `Åæd grohdn sagt man, wenn jem andere Eigenschaften und Verhaltensweisen an den Tag legt als die, die man von seiner Familie/Verwandtschaft kennt und gewohnt ist
B
bass auf, sunst kùmmsdnein Hùpflæ! sieh dich vor, sonst kommst du in die (berüchtigte) Heil- und Pflegeanstalt in Erlangen!
bass doch auf, du Dòlldi! wenn man jem wegscheuchen will, der im Weg ist
Bìænbahm und Hòllæschdaudn! Ausruf des Erstaunens oder Erschreckens
bissdedz rùich! bist du jetzt ruhig!
blehd bleibd blèhd, doh hellfm ah ka B`ylln blöd bleibt blöd, da helfen auch keine Pillen
bo dènn senn di Daubm àh ball ausgflohng der ist
bald (altersbedingt) zeugungsunfähig
bo diæ fliehng di Dàubm aus dezenter Hinweis, dass
der Hosenstall offen steht
D
d`äddæmoll dess Dìngs doh wech! räumt das Zeug aus dem Weg!
d`äddæmoll l`ångsåm! mehrere Bed ruhig Blut, bleibt ruhig, bleibt gelassen, tut langsam
Dahf ausdrohng in der Osternacht geweihtes Taufwasser vor dem 1. Mai an den vier Ecken der Äcker und Wiesen aussprengen und dabei von Eck zu Eck ein Vaterunser beten
dæhùzzdi fei nedd Wunsch, bau keinen Unfall, bei dem du draufgehst
dàssdæss fei wàssd zur Betonung einer darauf folgenden Feststellung: damit du es weißt
dassi dèss nu dælèhm dæff! dass ich das noch erleben darf
deæ (oder die) dànzd wi dæ Lùmb ãhn Schdèggng er
(sie) tanzt hervorragend
dèæ dudd wi n`äsch der (Hund oder Mensch) benimmt sich wie verrückt
deæ gibbd òh wie zeæ naggædæ Nèhchæ
der ist ein großer Angeber
deæ grichdnedd gnùhch deæ grichdenn Gròhng nedd vull der kriegt nicht genug
dèæ hodd ænn Schlòhch der ist nicht ganz dicht dèæ hoddi `Åæschkaddn zòhng (Åæ wird bei sich öffnendem Mund als ein Vokal gesprochen) der hat Pech
deæ hòdnix auf dæ Grìbbm der ist sehr dürr
deæ is æ boæ Drebbælæ nàufgfalln er ist
(karrieremäßig) aufgestiegen
deæ is auf dæ Brènnsubbm doheæ gschwummæ
von dem weiß man nicht, wo er überhaupt herkommt
deæ is b`ëllzi der ist dickhäutig, nicht zugänglich, stur
deæ is ganz schee h`æll auf dæ Bladdn der ist
gescheit
deæ is nedd sovyll salfènnd, dassæ nòh gehd und
demm Gl`öffll di Meinung såchd der ist nicht fähig, hinzugehen und dem Blödmann die Meinung zu sagen
deæ is òhbrühd der ist gefühllos, eiskalt
deæ is`ylldrengd und wàssædichd der ist gefühllos, eiskalt
dèæ muss ænn Schlòhch hohm der muss nicht mehr alle Tassen im Schrank haben
deæ schdingd drèi Dòhch gehchæn Wind der riecht sehr stark
dèæ schnàbbdnu n`ühbæ der wird noch größenwahnsinnig
deæ wàhs nedd annæschd der weiß es nicht anders, gemeint ist, weil er zu dumm, zu einfältig ist die wìssns nedd annæschd
deæ wuss nòhs machd, machds ah widdæ drùggng
der (gemeint ist der Herrgott, Schöpfer), der etwas nass macht, lässt es auch wieder trocknen
dennæn kh`ëdd nedd mehræ dènnæn gschichd gschèid rechd die haben es nicht besser verdient
dènn konnsd indæ Pfèifm rahng den kann man vergessen, mit dem ist nichts los
denn Sch`æzzæ aufhalldn galante Umschreibung, wenn eine Frau ein zweideutiges Angebot macht
denn Schèißkæll mechædi nei mei Fìngæ griehng
diesen Verbrecher möchte ich gerne erwischen
dess dùdd-æmoll ænn dumpfm Schlòch
es wird etwas passieren (aus dem Zusammenhang ersichtlich)
dess dùdd ka gùdd das geht nicht gut (bezogen auf eine Beziehung zwischen Menschen)
dèss frißt ka Bròhd wenn man ausdrücken will, dass etwas keinen Platz wegnimmt, ruhig stehen gelassen werden kann oder nicht im Weg steht
dèss glabbsdah bloß dùh du bist der einzige, der das glaubt
dèss hobbædæ g`æn! Ausruf im Sinne von Kritik oder des Nicht-einverstanden-seins
dess hoddæ Dàllfll (oder Dàiffll) gsähng! Ausruf, wenn etwas wie verhext ist
dess is æ Sàuschdoll! das kann sowohl heißen: ist das eine Unordnung oder das ist ja kriminell, ungerecht
dess is doch mei Rèhd dess sohchi doch scho di ganze Zeit
dess is khùpfd wi gedùpfd das ist egal, das kommt aufs Gleiche hinaus
dess machd halld àllæs æ...
| Erscheint lt. Verlag | 29.11.2022 |
|---|---|
| Verlagsort | Ahrensburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Schulbuch / Wörterbuch ► Sprach- und Wörterbuch / Deutsch |
| Schulbuch / Wörterbuch ► Wörterbuch / Fremdsprachen | |
| Geisteswissenschaften ► Sprach- / Literaturwissenschaft | |
| Technik | |
| Schlagworte | Aufruf zum Sammeln fränkischer Wörter • Franconia • franconian • Franken • Fränkisch • fränkische Karrikaturen • Fränkische Mundart • Fränkisches Wörterbuch • fränkische Wörter sammeln • fränkisch lernen • fränkisch lernen für Zugezogene |
| ISBN-10 | 3-347-69141-5 / 3347691415 |
| ISBN-13 | 978-3-347-69141-4 / 9783347691414 |
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