Wie christlich ist das heutige Christentum? (eBook)
180 Seiten
tredition (Verlag)
978-3-7469-5083-9 (ISBN)
Tariro Yvonne Mutseyekwa wurde im Jahr 1983 in Harare geboren. Im Stadtteil Kambuzuma wuchs sie auf. Mit ca. 6 Jahren zog sie mit ihrer Familie nach Kadoma, wo sie die Jameson High School besuchte. Sie bewarb sich für ein Schüler-Austauschprogramm und wurde aus einer Vielzahl von Bewerbern ausgewählt. Daraufhin kam sie als 17-jähriges Mädchen alleine nach Deutschland, um als Austauschschülerin des Brackweder Gymnasiums, ihr Heimatland Simbabwe zu vertreten. Dank der liebevollen Hilfsbereitschaft der Deutschen konnte sie nach dem Austauschjahr dauerhaft in Deutschland bleiben. Diesen Menschen ist sie bis heute zutiefst dankbar. Im Jahr 2004 absolvierte Tariro das Abitur und erreichte damit ihr Ziel, Bildungsinländer zu sein. Da ein Medizinstudium nicht möglich war, absolvierte sie im Jahr 2009 ein Bachelorstudium in den Fächern Biologie und Psychologie. 2012 konnte sie ihr Masterstudium (Systembiologie) erfolgreich abschließen. Ende 2016 entbrannte ihre kreative Leidenschaft für das Schreiben, weshalb sie sich dazu entschloss, ein Buch zu schreiben. Als sie nach Deutschland kam, konnte sie kein Wort Deutsch. Mittlerweile liebt sie die deutsche Sprache mehr als ihre Muttersprache.
Tariro Yvonne Mutseyekwa wurde im Jahr 1983 in Harare geboren. Im Stadtteil Kambuzuma wuchs sie auf. Mit ca. 6 Jahren zog sie mit ihrer Familie nach Kadoma, wo sie die Jameson High School besuchte. Sie bewarb sich für ein Schüler-Austauschprogramm und wurde aus einer Vielzahl von Bewerbern ausgewählt. Daraufhin kam sie als 17-jähriges Mädchen alleine nach Deutschland, um als Austauschschülerin des Brackweder Gymnasiums, ihr Heimatland Simbabwe zu vertreten. Dank der liebevollen Hilfsbereitschaft der Deutschen konnte sie nach dem Austauschjahr dauerhaft in Deutschland bleiben. Diesen Menschen ist sie bis heute zutiefst dankbar. Im Jahr 2004 absolvierte Tariro das Abitur und erreichte damit ihr Ziel, Bildungsinländer zu sein. Da ein Medizinstudium nicht möglich war, absolvierte sie im Jahr 2009 ein Bachelorstudium in den Fächern Biologie und Psychologie. 2012 konnte sie ihr Masterstudium (Systembiologie) erfolgreich abschließen. Ende 2016 entbrannte ihre kreative Leidenschaft für das Schreiben, weshalb sie sich dazu entschloss, ein Buch zu schreiben. Als sie nach Deutschland kam, konnte sie kein Wort Deutsch. Mittlerweile liebt sie die deutsche Sprache mehr als ihre Muttersprache.
3. MODERNE ZEITFRESSER UND BEZIEHUNGSKILLER.
3.1. Soziale Netzwerke.
Mittlerweile wimmelt es nur so vor lauter Ablenkungsapparaten, die im Zeitalter des Internets kaum Raum und Zeit für echte Lebensqualität bieten. Sie sind unersättliche Zeitfresser, die einen verführerischen Charme ausstrahlen und die Massen um den Finger wickeln. Die Macher solcher Parallelwelten beliefern uns mit allerlei Applikationen, damit der Benutzer sich seine eigene, individualisierte Realität basteln kann. Manches Werkzeug dafür wird zwar als kostenlos angepriesen, aber in Wirklichkeit ist der Spaß sündhaft teuer. Der Preis für die Nutzung sozialer Medien ist ganz schön happig, vor allem hinsichtlich der kostbaren Zeit, die dabei flöten geht. Daher musste ein Köder her. Der berühmt-berüchtigte Lockruf >KOSTENLOS< lässt irreführenderweise vermuten, dass der Nutzer nichts zu verlieren hat, da ihm keine Banknoten oder Münzen aus der Tasche gezogen werden. Dieses Lockmittel funktioniert, indem es die Illusion erweckt, es gäbe etwas Unverzichtbares umsonst. Soziale Netzwerke sollen ein praktisches Geschenk an die Menschheit darstellen. Ein kostenloses Geschenk, aus bescheidener Gutherzigkeit und selbstloser Nächstenliebe. LOL.
In scheinbar wohltätiger Mission wird dem Nutzer eine selbstregulierbare Plattform geschenkt, auf der er seine Persönlichkeit „entfalten“ kann. Wer den Köder schluckt und der virtuellen Welt beitritt, sitzt in der Falle. Als Nutzer wird er ständig dazu angeregt, allerlei persönliche Nutzerdaten bereitzustellen. Wie eine Milchkuh lässt er sich ständig „melken“, ohne auch nur einen Pfennig Geld dafür zu verlangen. Bereitwillig stellt er seine Daten kostenlos zur Verfügung, woraus sich dann genügend Profit schlagen lässt. Diese Funktion des Nutzers ähnelt der Funktion der berühmten Lege-Gans, die zum alleinigen Vorteil des Bauers, goldene Eier legt. Je mehr Nutzer in den Stall des Bauers gelockt werden, damit sie dort ihre goldenen Eier in die Hände des Bauers legen, umso gigantischer ist sein Profit.
Der Nutzer tauscht ja seine Rechte an den eigenen Nutzerdaten (die Gold wert sind) gegen Linsensuppe ein. Dadurch lässt er sich zum modernen Sklaven machen, der ganz legal ausgebeutet werden kann. Ohne sich dessen bewusst zu sein, leistet er die unbezahlte Arbeit eines Sklaven und hat sogar seinen Spaß dabei. Darüber freut sich der schlaue Bauer, der Milliarden solcher modernen Sklaven besitzt, die für lau arbeiten. Seine Kasse macht andauernd „Ka-Ching“. Daher versteht es sich von selbst, dass der Nutzer aufgrund seiner Funktion als gewinnbringendes Nutztier, kein Geld zahlt, wenn er den Stall benutzt. Man muss also einen kritischen Blick hinter das ganze Make-up und Styling der sozialen Netzwerke wagen, um die ungeschminkte Wahrheit, in all ihrer ungeheuren Hässlichkeit sehen zu können. Hinter der Fassade der Bescheidenheit steckt wirtschaftliches Kalkül.
Das bescheidene Äußere soll die Aufmerksamkeit der Nutzer davon ablenken, dass sie ohne Bezahlung, Unmengen an Knete in die Kassen fließen lassen. Eine gesunde Skepsis gegenüber diesem Establishment der virtuellen Scheinwelten ist also mehr als angebracht. Denn die echten, übersichtlichen Wege der zwischenmenschlichen Kommunikation, wie zu Omas Zeiten, bleiben zunehmend auf der Strecke. Sichtbar verlassen und verwahrlost. Unsere zwischenmenschlichen Angelegenheiten wollen wir nicht mehr auf natürlichem Wege, ohne App, erledigen. Der moderne Mensch scheut die direkte Konfrontation mit seinen Mitmenschen, darum ist das persönliche Gespräch von Angesicht zu Angesicht schon längst Vergangenheit. Heute kämpft man sich durch den modernen Kommunikationstechnik-Dschungel, um anschließend mit dem überwältigenden Überangebot auf den App-Märkten zu kämpfen. Denn ohne App scheint gar nichts mehr zu gehen. Dabei hat der Mensch diese Veräppelung gar nicht nötig, da er von Natur aus mit der genialsten App aller Zeiten ausgestattet ist. Sie ist die pfiffigste App überhaupt und befindet sich zwischen seinen Ohren.
3.2. Der schöne Schein trügt.
In der Welt der künstlichen Sozialität dreht sich vieles um das Erlebnis des Sehens und des Gesehenwerdens. Vieles dreht sich um das Erlangen von Selbstbestätigung und Wertschätzung durch andere Nutzer. Die virtuelle Realität erfreut sich großer Beliebtheit, da sie die Möglichkeit zur kreativen Bearbeitung und Inszenierung des eigenen Selbstbildes bietet.
Illusionen lassen sich per Mausklick kreieren und jedes stumpfsinnige Leben lässt sich ins rechte Licht rücken. Der Aufenthalt in der selbstgebastelten Scheinwelt wirkt wie ein Rauschmittel, das sein ungeahnt hohes Suchtpotential schnell entfaltet. Auch die Sehnsucht nach Zufluchtsorten und Bedürfnisbefriedigung durch virtuelle Gemeinschaften (ver-)führt zum leichtfertigen und übermäßigen Genuss sozialer Medien. Dass die ganze Zurschaustellung des eigenen Glücks, in Wirklichkeit oftmals mehr Schein als Sein ist, tut der Illusion keinen Abbruch.
Die Tatsachen der realen Welt scheinen nebensächlich zu sein. Darüber hinaus ist das echte Kennenlernen im Laufe der Zeit derart überflüssig geworden, dass Menschen regelrecht auf ihre Profile reduziert werden. Der Stalker, der in jedem von uns schlummert, muss dank Social Media unzählige und unnötige Überstunden leisten. Für das Weiterkommen im echten Leben bleibt dann wenig Zeit und Kraft übrig. Die vielen Nachteile der privaten Nutzung sozialer Netzwerke sind bekannt, aber sie werden leichtfertig unterschätzt und bereitwillig in Kauf genommen. Jede kritische Stimme der Vernunft wird erstickt oder mundtot gemacht. Selbst der skandalöseste Skandal der Menschheitsgeschichte wäre kein Grund, die Fesseln sozialer Netzwerke abzulegen. Nicht mal ein drohender Kometeneinschlag wäre Grund genug, in das reale Leben zurückzukehren. Die Massen sind einfach nicht dazu bereit, aus der mentalen Gefangenschaft auszubrechen. Die Massen können und wollen sich nicht klug verhalten. Außerdem hat sich eine Art Desensibilisierung breitgemacht, die die meisten Nutzer dazu veranlasst, ihre instinktive Schutzhaltung aufzulockern.
Im Netz verhält man sich gerne kontraintuitiv, entgegen jedem gesunden Menschenverstand. In der realen Welt hingegen bleibt man auf der Hut. Ein gewisses Sicherheitsbedürfnis lässt sich daraus erkennen. Wir brauchen einen Sicherheitsabstand, durch den wir wildfremde Menschen auf Distanz halten, sobald sie uns unverschämt auf die Pelle rücken. Als verantwortungsbewusste und rationale Erwachsene, bringen wir unseren Kindern bei, dass sie niemals zu Fremden ins Auto steigen sollen. In der heutigen Zeit würde niemand einen Fremden ins eigene Wohn- oder Schlafzimmer einladen. Sogar an gewöhnlichen Orten wie Bushaltestellen ist es eher ungewöhnlich, wenn zufällig aufeinandertreffende Menschen sich begrüßen oder miteinander reden. Im Netz jedoch, passiert oft das Gegenteil, sobald Nutzer zum ersten Mal aufeinandertreffen. Das vorausschauende Bewusstsein für die Gefahren und Nachteile sozialer Medien nimmt mit der Zeit immer mehr ab. Das harmlose Erscheinungsbild virtueller Scheinwelten verleitet zur Leichtsinnigkeit.
3.3. Mediale Mitteilungsbedürftigkeit.
Gewisse Angelegenheiten wollen trotz heftigem Mitteilungsdrang, heilig und geheim bleiben, da sie zu einem höchst-persönlichen Lebensbereich gehören. Den Wert solcher Diskretion zu schätzen trägt zum Schutz der eigenen Privatsphäre bei. Andernfalls verhält man sich wie der Exhibitionist, der sich in aller Öffentlichkeit bloßstellt und sein Publikum zum Fremdschämen verdonnert.
Der Darstellungswahn im Netz hat den Gipfel des Ertragbaren schon längst erreicht und hat mit Sozialverhalten nichts mehr zu tun. Stattdessen wird die großflächige Vernetzung von Menschen als Weltbühne missbraucht, damit Aufmerksamkeitsbedürftige ihre tägliche Dosis Rampenlicht bekommen. Manchmal wird man den Eindruck nicht los, dass der ich-bezogene Darstellungswahn mittlerweile applaudiert wird. Es ist tatsächlich schon so weit gekommen, dass viele Nutzer gleichzeitig mehrere Accounts in mehreren sozialen Netzwerken haben. Ein einziges Profil pro Person reicht nicht mehr aus, um wertvolle Zeit und Energie zu verplempern.
Ein einziges Profil reicht nicht mehr aus, um den unstillbaren Mitteilungsdrang des modernen Menschen zu befriedigen. Wie bei allen Suchtmitteln muss die Dosis immer wieder erhöht werden, um (kurzlebige) Befriedigung verspüren zu können. Das Zeitmanagement gerät aus den Fugen, da die Massen es sich erlauben, mehrgleisig zu fahren. Die Nutzer haben irgendwann keinen Kopf dafür, ihre alten Profile und weitere digitalen Hinterlassenschaften im Netz zu löschen. Angesichts solcher Nachlässigkeit spricht vieles für die Rückkehr in das...
| Erscheint lt. Verlag | 6.7.2018 |
|---|---|
| Verlagsort | Ahrensburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur |
| Sonstiges ► Geschenkbücher | |
| Geisteswissenschaften | |
| Schlagworte | Abendmahl • Advent • Altes Testament • Antichrist • Bibel • Christbaum • Christentum • Christlich • Christliche Musik • Christus • Das Gesetz • Der Heilige Geist • Die Zehn Gebote • Evangelium • Fest • Geistesgaben • Geist Gottes • Glauben • Gospel • Gott • Gottesdienst • Gottesvolk • Israel • Jahwe • Jehovah • Jerusalemer Urgemeinde • Jesus • JHWH • Katholische Kirche • Kirche • Kreuz • Lamm Gottes • Mose • Neues Testament • Ostereier • Osterhase • Ostern • Papst • Passahfest • Religion • Sabbat • Sohn Gottes • Sonntag • Spiritualität • Teufel • Urchristentum • Weihnachten • Weihnachtsbaum • Weihnachtsmann |
| ISBN-10 | 3-7469-5083-X / 374695083X |
| ISBN-13 | 978-3-7469-5083-9 / 9783746950839 |
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