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Die ›Neue Frömmigkeit‹ in Europa im Spätmittelalter -

Die ›Neue Frömmigkeit‹ in Europa im Spätmittelalter

Marek Derwich, Martial Staub (Herausgeber)

Buch | Hardcover
351 Seiten
2004
Vandenhoeck & Ruprecht (Verlag)
978-3-525-35855-9 (ISBN)
CHF 98,90 inkl. MwSt
Der Band untersucht in einer interdisziplinären und internationalen Perspektive die ›Neue Frömmigkeit‹ des Spätmittelalters als ein gesamteuropäisches Phänomen.
Der Band geht auf eine Tagung des MPI für Geschichte zurück, auf der Historiker und Theologen aus Deutschland und Polen sowie aus Frankreich, Italien, der Tschechischen Republik, Ungarn und den USA aus einer interdisziplinären und internationalen Perspektive heraus die 'Neue Frömmigkeit' des Spätmittelalters als ein gesamteuropäisches Phänomen in den Blick genommen haben. Als bekannteste Vertreterin dieser Frömmigkeit gilt die niederländische 'Devotio moderna'. Als deren Merkmale werden die Bekehrung des Einzelnen und eine ethisch geprägte Lebensführung angesehen, die lange Zeit als Reaktion einer städtischen Laienelite auf die spätscholastische Theologie gedeutet wurden. Die 17 Beiträge des Bandes zeigen, dass vergleichbare Phänomene zeitgleich quer durch Europa zu beobachten waren. Dabei geraten insbesondere Böhmen und Schlesien, aber auch Süddeutschland und Österreich in den Mittelpunkt. Die 'Neue Frömmigkeit' erweist sich insgesamt als eine europäische Kulturform, die charakteristisch für das Spätmittelalter war. Somit erscheinen viele Deutungen, die im Zusammenhang mit dem Hussismus und der Reformation, der Entstehung des Nationalstaates im 19. Jahrhundert und dem Kalten Krieg im 20. Jahrhundert stehen, als ideologisch belastete Konstrukte.

Dr. Daniela Rando ist Professorin für Geschichte des Mittelalters an der Università degli Studi di Pavia.

Marek Derwich ist Professor an der Universität Wroclaw/Breslau und Leiter des Laboratoire de Recherches sur l’Histoire des Congrégations et Ordres Religieux (LARHCOR) der Universität Wroclaw/Breslau.

PD Dr. Martial Staub ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen.

A group of European and American scholars examines new forms of devotion at the end of the Middle Ages. The shift of the focus from the Dutch Devotio moderna to similar institutions and practices mainly in Germany, Northern Italy and Central Europe emphasizes the function of social groups in this context and historicizes the perspectives shaped by the Reformation, the development of the Nation-State, and more recently by the Cold War.>

Erscheint lt. Verlag 10.8.2004
Reihe/Serie Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte ; Band 205
Co-Autor Krzysztof Bracha, Stanislaw Bylina, Gisela Drossbach, Kaspar Elm, Marie-Luise Favreau-Lilie, Manfred Gerwing, Wojciech Iwanczak, Thomas Kock, Jakub Kostowski, Wojciech Mrozowicz, Christopher Ocker, Krzystof Ozog, Hana Patkova, Daniela Rando, Gàbor Sarbak
Zusatzinfo mit 13 Abb. und 1 Karte
Verlagsort Göttingen
Sprache deutsch
Maße 165 x 242 mm
Gewicht 722 g
Themenwelt Geschichte Allgemeine Geschichte Mittelalter
Schlagworte Devotio moderna • Europa • Europa, Geschichte; Geistes-/Kultur-Geschichte • Frömmigkeit • Frömmigkeit /i.d. Geschichte • Geschichte • Spätmittelalter • Spätmittelalter; Geistes-/Kultur-G. • Theologie
ISBN-10 3-525-35855-5 / 3525358555
ISBN-13 978-3-525-35855-9 / 9783525358559
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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