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Bürgerliche Geselligkeit und Bildung um 1800 -  Jessika Piechocki

Bürgerliche Geselligkeit und Bildung um 1800 (eBook)

August Hermann und Agnes Wilhelmine Niemeyer in Halle
eBook Download: PDF
2022 | 1. Auflage
449 Seiten
Harrassowitz Verlag
978-3-447-39293-8 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
68,00 inkl. MwSt
(CHF 66,40)
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Der weithin bekannte Pädagoge, Schriftsteller und Erziehungstheoretiker August Hermann Niemeyer (1754-1828) wirkte als Direktor der Franckeschen Stiftungen und Kanzler der Universität in Halle an der Saale. Mit seiner Frau Agnes Wilhelmine Niemeyer, geb. Köpken (1769-1847), veranstalteten beide über viele Jahre häusliche Geselligkeiten, die für sie zu einem gemeinsamen Projekt wurden. Die Autorin fragt mit dem Verständnis von Bildung als 'gesellige Bildung' am Beispiel der Geselligkeiten der Niemeyers mikrohistorisch, praxeologisch und genderhistorisch, wie gesellige Bildung gedacht und mehr noch, wie sie gemacht wurde. Sie legt den Fokus auf eine Sonderform bürgerlicher Geselligkeit, die von Männern und Frauen gemeinsam gestaltet wurde. Das Haus der Niemeyers wird im Gegensatz zur zeitgenössischen Idee der 'Polarisierung der Geschlechtscharaktere' als eine dritte bzw. halböffentliche Sphäre gesehen. In dieser ergaben sich für die Frau des Hauses und dessen weibliche Gäste neue Handlungsmöglichkeiten, die qua zeitgenössischem Geschlechterentwurf so nicht vorgesehen waren.

Cover 1
Titelseiten 2
Inhaltsverzeichnis 6
Danksagung 10
1 Einleitung 12
1.1 Forschungsgegenstand 12
1.2 Forschungsstand und Quellenlage 28
1.2.1 Geselligkeit innerhalb der historischen Bürgertumsforschung 28
1.2.1.1 Dominanz struktur- und ideengeschichtlicher Ansätze 28
1.2.1.2 Historisch-anthropologische Neuorientierung der Bürgertumsforschung 33
1.2.1.3 Kategorie ›Kultur‹ in der Bürgertumsforschung 42
1.2.1.4 Bedeutung der Geselligkeit für die Entstehung des Bürgertums 45
1.2.1.5 Kategorie Gender im Prozess der Verbürgerlichung 49
1.2.2 Biographie August Hermann Niemeyers 53
1.2.2.1 Biographische Forschungen 53
1.2.2.2 Pädagogisch-historiographische Arbeiten 55
1.2.3 Biographie Agnes Wilhelmine Niemeyers, geb. Köpken 58
1.2.4 Quellenlage 60
1 .3 Forschungsansatz 62
1.3.1 Bürgerlichkeit als kulturelle Praxis 62
1.3.2 Mikrogeschichte, Kontextualisierung und Raumgeschichte 70
1.3.3 Quellenkritik von Ego-Dokumenten 74
1.3.3.1 Der Brief als historische Quelle 77
1.3.3.2 Die Autobiographie als historische Quelle 81
1.3.3.3 Ego-Dokumente als kulturelle Praktik 84
2 Bildungsprojekt und Bildungsprogramm – die Biographie Agnes Wilhelmine Köpkens (1769–1786) 88
2.1 Die Elterngeneration: Friedrich (1737–1811) und Agnete Charlotte von Köpken, geb. Reimers (1745–1791) 88
2.1.1 Friedrich und Agnete Charlotte von Köpken: Zwei Bilder 88
2.1.2 Friedrich von Köpken (1737–1811) 90
2.1.3 Agnete Charlotte von Köpken, geb. Reimers (1745–1791) 97
2.2 Erziehung und Bildung im Haus am Fürstenwall 98
2.2.1 Kindheit im Hause Köpken 98
2.2.2 Höhere Töchtererziehung im Hause Köpken 115
3 Traditionslinien und Bildungspfade – die Biographie August Hermann Niemeyers (1754–1786) 122
3.1 Die Elterngeneration: Johann Conrad Philipp Niemeyer (1711–1767) und Auguste Sophie Niemeyer, geb. Freylinghausen (1717–1763) 122
3.1.1 Johann Conrad Philipp Niemeyer (1711–1767) 122
3.1.2 Auguste Sophie Niemeyer, geb. Freylinghausen (1717–1763) 127
3.2 August Hermann Niemeyer: Zwischen protestantischem Pfarrhaus und gebildeten Geselligkeiten 132
3.2.1 Aufwachsen im protestantischen Pfarrhaus 132
3.2.2 Die Jugendjahre August Hermann Niemeyers 143
3.2.2.1 Sophie Antoinette Lysthenius, geb. von Wurm (1709–1790): Ein Bild 143
3.2.3 Im Haus der Pflegemutter Sophie Antoinette Lysthenius 143
3.2.4 Bildung und Geselligkeit auf dem Pädagogium Regium 147
3.2.5 August Hermann Niemeyer als junger Gelehrter 154
4 August Hermann Niemeyer und Agnes Wilhelmine Köpken: Kennenlernen im Umfeld gebildeter Geselligkeiten 162
4.1 Gebildete Geselligkeiten im Magdeburger Umfeld 162
4.2 Agnes Wilhelmine Köpken im Umfeld bildender Geselligkeiten 176
4.3 Die Eheanbahnung zwischen Agnes Wilhelmine Köpken und August Hermann Niemeyer 182
4.4 Höhere Töchtererziehung in der Pädagogik August Hermann Niemeyers 199
5 Gesellige Bildung – gebildete Geselligkeit bei August Hermann und Agnes Wilhelmine Niemeyer 214
5.1 August Hermann und Agnes Wilhelmine Niemeyer: Zwei Bilder 214
5.2 Zeitgenössisches Nachdenken über Geselligkeit 217
5.2.1 Definitionen von Geselligkeit in zeitgenössischen Lexika 217
5.2.2 Adolph Freiherr von Knigge: Ueber den Umgang mit Menschen (1788) 224
5.2.3 Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher: Versuch einer Theorie des geselligen Betragens (1799) 231
5.3 Die ›Niemeyerei‹ 239
5.3.1 August Hermann und Agnes Wilhelmine Niemeyer im geselligen Halle um 1800 239
5.3.2 Das Wohnhaus 246
5.3.3 Eintritt und Ausschluss 265
5.4 Praktiken gebildeter Geselligkeit 277
5.4.1 Briefe schreiben 277
5.4.2 Spazieren und Natur genießen 287
5.4.3 Musizieren 299
5.4.4 Tanzen 313
5.4.5 Lesen 319
5.5 August Hermann und Agnes Wilhelmine Niemeyer in ihren Rollen in den häuslichen Geselligkeiten 343
6 Zusammenfassung: Kulturelle Praktiken in der gebildeten Geselligkeit 360
7 Anhang 372
7.1 Genealogische Tafel der Familie Niemeyer 372
7.2 Abkürzungsverzeichnis und Siglen 374
7.3 Verzeichnis der Abbildungen 374
8 Quellen- und Literaturverzeichnis 376
8.1 Quellenverzeichnis 376
8.1.1 Ungedruckte Quellen 376
8.1.2 Gedruckte Quellen 379
8.2 Literaturverzeichnis 399
9 Register 438
9.1 Personenregister 438
9.2 Ortsregister 448

Erscheint lt. Verlag 2.8.2022
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften Geschichte
ISBN-10 3-447-39293-2 / 3447392932
ISBN-13 978-3-447-39293-8 / 9783447392938
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