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Das Handwerk der Literatur (eBook)

Eine Geschichte der Moderne 1775-1950

(Autor)

eBook Download: PDF
2022 | 1. Auflage
442 Seiten
Wallstein Verlag
978-3-8353-4913-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Das Handwerk der Literatur -  Michael Bies
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Zur Literatur- und Imaginationsgeschichte einer typisch modernen Faszination. Das Handwerk ist eine der großen Faszinationen der gesellschaftlichen Moderne. Das zeigt auch die Literatur, die zwar kein Handwerk ist, sich aber durchgängig mit Handwerk befasst. Nicht umsonst präsentieren literarische und ästhetische Texte seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auffallend häufig längst vergangene Handwerkswelten, stellen Handwerker und Handwerkerinnen dar oder diskutieren im Rückgriff auf Handwerk den Status von Literatur und vor allem die Unterscheidung zwischen 'guter' und 'schlechter' Literatur. Michael Bies untersucht diesen kontinuierlichen, in seiner Breite bislang aber nicht erfassten Bezug von Literatur auf Handwerk. In seiner komparatistisch angelegten Analyse zeigt er in Lektüren deutschsprachiger Texte der Zeit zwischen 1775 und 1950, dass Literatur entscheidend an der 'Erfindung' eines typischen modernen Handwerksbildes mitarbeitet und nicht nur moderne Arbeitsverhältnisse reflektiert, wenn sie von Handwerk handelt, sondern auch sich selbst und ihre eigenen Möglichkeiten zu erfassen sucht.

Michael Bies, geb. 1979, ist Privatdozent am Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin und derzeit Gastprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Michael Bies, geb. 1979, ist Privatdozent am Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin und derzeit Gastprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Umschlag 1
Titel 4
Inhalt 6
I. Einleitung 10
Modernes Handwerk 10
Literatur und Handwerk 18
Fünf Ziele 22
Vier Bedeutungen von Handwerk 27
Anlage der Arbeit 36
II. Von der Erfindung des Handwerks, 1775 – 1848 42
II.1. Im »Herbst des Alten Handwerks« 42
Der Uhrmacher, der Besenbinder und die Zünfte 42
Diderots Werkstattberichte 48
Aspekte der ›Erfindung des Handwerks‹ 55
II.2. Ästhetische Diskussionen von Handwerk 62
Von den freien Ku?nsten zu den schönen Ku?nsten und zur Kunst 62
Goethes Kunst und Handwerk (1797) 71
Handwerk und Dilettantismus 74
Die Verfassung der Kunst 80
Mechanismus, Handwerk, Technik 83
II.3. Geschichten vom ›altdeutschen‹ Nürnberg 86
Prolog in der Werkstatt 86
Das Erlebnis Nürnberg 91
Wackenroder und Tieck 94
Hoffmanns Meister Martin der Küfner und seine Gesellen (1818) 102
Handwerk und »mechanisches Schreiben« bei Hoffmann 110
»Hans Sachs ein Schuh- / Macher und Poet dazu« 113
II.4. Die Gesellen und das Wandern 119
Meister- und Gesellenerzählungen, Gesellenwandern und modernes Wandern 119
Rupprechts Ludwig Roberts Wanderungen (1805) 126
Goethes Wilhelm Meisters Wanderjahre (1829) 133
Gotthelfs Jacobs, des Handwerksgesellen, Wanderungen (1846/47) 146
Zusammenfassung 152
II.5. Die Gattungen der Schneider 153
Handwerke in Zeiten des Handwerks 153
Handwerkslieder 159
Märchen 165
Possen 171
III. Vom Niedergang des Handwerks, 1848-1900 178
III.1. Das Handwerk in Zeiten der Industrie 178
Der Niedergang des Handwerks (1897) 178
Ruskin und Morris 182
Erfassung von Handwerkskultur 189
Handwerkliche Arbeit und Geistesarbeit 191
III.2. Ästhetische Diskussionen von Handwerk 196
Wagners Die Kunst und die Revolution (1849) 196
Poetik der Technik 200
Handwerkerkünstler bei Nietzsche und Hofmannsthal 204
III.3. Niedergang des Handwerks in der Literatur 208
Der Kampf der schlesischen Weber 208
Die Ehre des Tischlermeisters 214
Der Untergang des Drechslermeisters 223
Poetiken des Niedergangs 233
Funktionen der Verfallsdarstellung 239
III.4. Aufhebung des Handwerks in der Literatur 241
Archivierung, Ästhetisierung, Auratisierung 241
Klassizistischer Antikapitalismus in Stifters Der Nachsommer (1857) 246
Poetischer Historismus in Wolffs Der Sülfmeister (1883) 257
III.5. Das Handwerk der Frauen 264
›Weibliche Arbeit‹ 264
Kritik der ›weiblichen Arbeit‹ bei Goethe und Stifter 270
Ebner-Eschenbachs Lotti, die Uhrmacherin (1880) 276
Der Niedergang der Literatur bei Ebner-Eschenbach 285
IV. Vom Überleben des Handwerks, 1900-1950 288
IV.1. Handwerk, Kunst und Industrie 288
1919: Zurück zum Handwerk 288
Arts-and-Crafts-Rezeption 293
Der Deutsche Werkbund 298
Das Ende des Niedergangs 305
IV.2. Ästhetische Diskussionen von Handwerk 309
»Das deutsche l’art pour l’art« bei Lukács 309
Das Handwerk des Erzählers bei Benjamin 313
Métier, Handwerk, Craft 323
Die Befreiung vom Handwerk bei Hohl 329
IV.3. Aufstiegserzählungen 334
Erfinder, Arbeiter, Angestellte 334
Schefflers Der junge Tobias (1927) 337
Schwärs Die Leineweber (1935) 343
IV.4. Die unglücklichen Handwerkerkünstler 349
Verhältnisse von Kunst und Handwerk: Versuch einer Ordnung 349
Zwei Geigenbauer 353
Abschied von Nürnberg 359
Rothenburg ob der Tauber 364
Coda: Kaisersaschern 370
IV.5. Aufhebung des Handwerks der Literatur 375
Drei Gesellenreisen, eine Dissertation und acht Handwerksanthologien 375
Handwerksanthologien 1926-1942 377
Handwerksanthologien 1958-2013 388
V. Schluss 396
Technik, Metier, Handwerk 396
Rückzug des Handwerks aus der Literatur 398
Anhang 404
Abbildungen 406
Literatur 407
Quellentexte 407
Andere Literatur 417
Dank 438
Register 440
Impressum 445

Erscheint lt. Verlag 10.8.2022
Verlagsort Göttingen
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften Sprach- / Literaturwissenschaft Literaturwissenschaft
Schlagworte 18. Jahrhundert • 19. Jahrhundert • 20. Jahrhundert • 21. Jahrhundert • Arbeitsverhältnisse • Dilettantismus • Drama • Erfindung • Freie Künste • Geselle • Handwerksbild • Industrie • Komparatistik • Kunsthandwerk • Literaturgeschichte • Literaturwissenschaft • Meister • Roman • Schöne Künste • Technik • Werkstatt • Zünfte
ISBN-10 3-8353-4913-9 / 3835349139
ISBN-13 978-3-8353-4913-1 / 9783835349131
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