Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de
Das Bayerische Konkordat von 1583 - Klaus Unterburger

Das Bayerische Konkordat von 1583

Die Neuorientierung der päpstlichen Deutschlandpolitik nach dem Konzil von Trient und deren Konsequenzen für das Verhältnis von weltlicher und geistlicher Gewalt
Buch | Hardcover
542 Seiten
2006
Kohlhammer (Verlag)
978-3-17-018532-6 (ISBN)
CHF 72,90 inkl. MwSt
Im Anschluss an das Konzil von Trient (1545-63) verfolgte die päpstliche Deutschlandpolitik eine nachhaltige Neuorientierung. Das Bayerische Konkordat von 1583 blieb nicht nur über mehr als 200 Jahre hindurch die Grundlage des bayerischen Staatskirchenrechts, sondern wirkte als Vorbild auch beispielgebend für ähnliche Übereinkünfte zwischen Bischöfen und katholischen Landesherren im Reich.
Im Anschluss an das Konzil von Trient (1545-63) verfolgten Papst und Römische Kurie in ihrer Deutschlandpolitik eine nachhaltige Neuorientierung. Ihr erklärtes Ziel war die Durchsetzung der tridentinischen Reform und die Stärkung des bischöflichen Einflusses gegenüber der landesherrlichen Gewalt vor allem im katholisch gebliebenen Südosten des nunmehr konfessionell gespaltenen Heiligen Römischen Reiches, und hier zunächst im Herzogtum Bayern als dem "katholischen Vorort" des Reiches. 1583 gelang es dem päpstlichen Nuntius Felician Ninguarda nach langem und hartem Verhandeln, dem Landesherrn Herzog Wilhelm V. eine für die bischöfliche Gewalt günstige Vertragsregelung abzuringen: das formell zwischen dem Herzog und den "exterritorialen" bayerischen Fürstbischöfen abgeschlossene Bayerische Konkordat vom 5. September 1583. Dieses Vertragswerk blieb nicht nur über mehr als 200 Jahre hindurch die Grundlage des bayerischen Staatskirchenrechts, sondern wirkte als eine Art Mustervertrag auch beispielgebend für ähnliche Übereinkünfte zwischen Bischöfen und katholischen Landesherren anderer Territorien im Reich, insbesondere in den Habsburger Erblanden. - Für die katholischen Gebiete im Reich kann somit eine zumindest partielle antiabsolutistische Sonderentwicklung abgeleitet werden - in Abhebung von dem heute gängigen Konfessionalisierungsparadigma.

Dr. Klaus Unterburger ist Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Münster.

Erscheint lt. Verlag 19.10.2006
Reihe/Serie Münchener Kirchenhistorische Studien ; 11
Verlagsort Stuttgart
Sprache deutsch
Maße 180 x 245 mm
Gewicht 1050 g
Themenwelt Geschichte Teilgebiete der Geschichte Religionsgeschichte
Geisteswissenschaften Religion / Theologie Christentum
Schlagworte Bayern, Geschichte; Religion • Kirchengeschichte • Kirchenrecht • Kirche und Staat • Theologie
ISBN-10 3-17-018532-2 / 3170185322
ISBN-13 978-3-17-018532-6 / 9783170185326
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
Mehr entdecken
aus dem Bereich

von Johann Hinrich Claussen

Buch | Softcover (2024)
C.H.Beck (Verlag)
CHF 21,90
von der Antike bis zur Gegenwart

von Matthias B. Lehmann

Buch | Softcover (2025)
C.H.Beck (Verlag)
CHF 16,80
klassische Entwürfe von Paulus bis zur Gegenwart

von Christine Axt-Piscalar

Buch | Softcover (2025)
UTB (Verlag)
CHF 38,90