Konfliktdemokratie 1920
Politische, sozioökonomische und kulturelle Polarisierung in großstädtischer Tagespresse
Seiten
„Und durch Deutschland geht ein tiefer Riß“, textete Kurt Tucholsky 1919 in einem Gedicht. Obschon Kompromisse heute zumeist wohlwollender als bei ihm beurteilt werden, ist ein breiter Konsens eher die Ausnahme. Umso mehr gehören Konflikte zum politischen Alltag. Unter dem Leitbegriff „Konfliktdemokratie“ wird in diesem Buch anhand von 31 Zeitungen in 14 größten Städten das Meinungsspektrum des Jahres 1920 untersucht. Zugespitzte Konflikte um das Betriebsrätegesetz im Januar, den Kapp-Lüttwitz-Putsch im März und den anschließenden Generalstreik kommen ebenso in den Blick wie der Reichstagswahlkampf im Mai/Juni und die USPD-Spaltung im Herbst. Auch die Außen-, Sozial-, Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie geistig-kulturelle Spannungslinien werden anhand der Leitartikel auf ihre Polarisierungsmuster hin betrachtet und gedeutet. Durch viele Originalzitate entsteht so ein nuancenreiches Bild von gesellschaftlichen Strukturen und der politischen Kultur in der frühen Weimarer Republik.
| Erscheinungsdatum | 10.08.2022 |
|---|---|
| Reihe/Serie | HISTORISCHE DEMOKRATIEFORSCHUNG ; 22 |
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 155 x 230 mm |
| Themenwelt | Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► 1918 bis 1945 |
| Schlagworte | Demokratie • Kompromiss • Konflikte |
| ISBN-10 | 3-86331-641-X / 386331641X |
| ISBN-13 | 978-3-86331-641-9 / 9783863316419 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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