Institutionalisierter Tod
Mit Sicherheit tot? Analysen zur Institutionalisierung der Todesfeststellung durch Leichenhäuser in Berlin.
Die Feststellung des Todes war lange Zeit keine eindeutige Angelegenheit. Als eine Folge breitete sich seit der Mitte des 18. Jahrhunderts die Angst vor dem Lebendig-begraben-Werden scheintoter Menschen in Europa aus. Die neue Institution der Leichenhäuser sollte die Unterscheidung zwischen Leben und Tod gewährleisten. Nina Kreibig arbeitet beginnend mit dem ersten Leichenhaus von 1794 bis zur Reichsgründung 1871 die Kultur- und Sozialgeschichte der Berliner Einrichtungen systematisch auf und analysiert ihren Umgang mit und die Bewertung von Verstorbenen.
Nina Kreibig studierte Ur- und Frühgeschichte, Anthropologie und Alte Geschichte in Göttingen und promovierte zur Geschichte der Berliner Leichenhäuser im 19. Jahrhundert am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie beschäftigt sich u.a. mit Sepulkralkultur und der Geschichte der Emotionen.
»Mit dieser umfangreichen Studie hat Kreibig einen eindrucksvollen Beitrag zur Kulturgeschichte des Todes vorgelegt, der für weitere Untersuchungen von grundlegender Bedeutung ist.«
Ohlsdorf - Zeitschrift für Trauerkultur, 164/1 (2024) 20240226»Mit dieser umfangreichen Studie hat Kreibig einen eindrucksvollen Beitrag zur Kulturgeschichte des Todes vorgelegt, der für weitere Untersuchungen von grundlegender Bedeutung ist.«
»Es ist die erste systematische Untersuchung über die [...] Kultur- und Sozialgeschichte von Leichenhäusern in Berlin. Nina Kreibig hat beeindruckend viele Quellen ausfindig gemacht und gesichtet und dabei viele Perlen entdeckt, welche sicher die zukünftige Forschung bereichern werden.«
»Eine verdienstvolle Studie.«
»Empirisch [...] liegt nun uneingeschränkt eine fundierte, akribisch recherchierte, sauber operationalisierte und flüssig geschriebene Studie vor, an der für zukünftige Arbeiten zur Geschichte der deutschen Sepulkralkultur kein Weg vorbeiführen wird.«
Besprochen in:Jahrbuch für Tod und Gesellschaft, 3 (2024), Andreas Ströbl
| Erscheinungsdatum | 05.11.2022 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Tod und Agency ; 2 |
| Verlagsort | Bielefeld |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 155 x 240 mm |
| Gewicht | 908 g |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Geschichte ► Regional- / Ländergeschichte |
| Geschichte ► Teilgebiete der Geschichte ► Kulturgeschichte | |
| Schlagworte | 19. Jahrhundert • 19th century • Angst • Berlin • Cultural History • Death • Deutsche Geschichte • fear • German History • Geschichte des 19. Jahrhunderts • Geschichtswissenschaft • History • History of the 19th Century • Institutionalisierung • institutionalization • Kulturgeschichte • Leichenhaus • Medicine • Medizin • mortuary • Scheintod • Seemsod • Social History • Sozialgeschichte • Tod |
| ISBN-10 | 3-8376-6340-X / 383766340X |
| ISBN-13 | 978-3-8376-6340-2 / 9783837663402 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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