Reformation und kalkulierte Medialität
Olaus Petri als Publizist der Reformation im schwedischen Reich
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Kann die Reformation im schwedischen Reich paradigmatisch als Königsreformation gedeutet werden? Hannah M. Kreß macht Olaus Petris reformatorisches Œuvre in inhaltlicher Breite und in Hinblick auf seine zeitgenössischen Drucke im Deutschen erstmals zugänglich und analysiert es eingehend. Dadurch revidiert sie eine überkommene Sicht auf die Reformation im schwedischen Reich und zeigt die Vitalität ihrer Einführung auf.
Die Reformation im schwedischen Reich wurde paradigmatisch als Königsreformation gedeutet. Die Analyse der Schriften des Reformators Olaus Petri in ihrem Entstehungskontext und vor dem Hintergrund des Agierens von König Gustav Vasa legt jedoch eine andere Bewertung nahe. Hannah M. Kreß zeigt, dass die Phase der Einführung der Reformation, die sich vornehmlich aus inhaltlich-theologischen Gründen abgrenzen lässt, von einer engen und nahezu gleichberechtigten Zusammenarbeit zwischen Reformator und König charakterisiert ist und daher kaum als Königsreformation bezeichnet werden kann. Der Buchdruck wurde zur Verbreitung reformatorischen Gedankenguts mit besonderem Kalkül eingesetzt, um Petris Schriften eine Monopolstellung zu verschaffen und einen Wiedererkennungswert zu generieren. Erst Gustav Vasas zunehmendes reformatorisches Selbstverständnis und seine Emanzipierung von Petri leisteten einer obrigkeitlichen Reformation Vorschub.
Die Reformation im schwedischen Reich wurde paradigmatisch als Königsreformation gedeutet. Die Analyse der Schriften des Reformators Olaus Petri in ihrem Entstehungskontext und vor dem Hintergrund des Agierens von König Gustav Vasa legt jedoch eine andere Bewertung nahe. Hannah M. Kreß zeigt, dass die Phase der Einführung der Reformation, die sich vornehmlich aus inhaltlich-theologischen Gründen abgrenzen lässt, von einer engen und nahezu gleichberechtigten Zusammenarbeit zwischen Reformator und König charakterisiert ist und daher kaum als Königsreformation bezeichnet werden kann. Der Buchdruck wurde zur Verbreitung reformatorischen Gedankenguts mit besonderem Kalkül eingesetzt, um Petris Schriften eine Monopolstellung zu verschaffen und einen Wiedererkennungswert zu generieren. Erst Gustav Vasas zunehmendes reformatorisches Selbstverständnis und seine Emanzipierung von Petri leisteten einer obrigkeitlichen Reformation Vorschub.
Born 1992; 2012-17 Studies in Protestant Theology and Mathematics for teaching in high schools; 2018-20 research associate and research assistant in Marburg; 2020 Doctorate; research associate at the Seminar for Church History II of the University of Münster in the DFG project "Bibliothek der Neologie."
| Erscheinungsdatum | 09.07.2021 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Beiträge zur historischen Theologie |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 166 x 237 mm |
| Gewicht | 378 g |
| Themenwelt | Geschichte ► Teilgebiete der Geschichte ► Religionsgeschichte |
| Religion / Theologie ► Christentum ► Kirchengeschichte | |
| Schlagworte | Gustav Vasa • Königsreformation • Olaus Petri • Schweden/schwedisches Reich |
| ISBN-10 | 3-16-160664-7 / 3161606647 |
| ISBN-13 | 978-3-16-160664-9 / 9783161606649 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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