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Christliche Umweltethik (eBook)

Grundlagen und zentrale Herausforderungen

(Autor)

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2021 | 1. Auflage
760 Seiten
Verlag Herder GmbH
978-3-451-83110-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Christliche Umweltethik -  Markus Vogt
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Zur Bewältigung der ökologischen Herausforderungen bedarf es eines neuen Bundes zwischen Mensch und Erde. Wegweisungen hierfür wurden in den Sustainable Development Goals der UNO und in der Enzyklika Laudato si' formuliert. Darauf aufbauend legt der Autor eine systematische umweltethische Reflexion vor, die sich mit den vielfältigen Spannungen zwischen den normativen Ansprüchen von Klima- und Umweltschutz und den Bedingungen gesellschaftlicher Transformation auseinandersetzt. Die Religionen betrachtet er als wesentlichen Faktor für die Vermittlung zwischen den Vorstellungen des guten Lebens und den gesellschaftlichen Strukturen, die das Streben danach organisieren. In 22 Kapiteln werden die maßgeblichen sozialethischen Theoriemodelle, die ökotheologische Tiefendimension und die praktischen Handlungsfelder ausgelotet. Auf diese Weise erkundet das Buch das im Entstehen begriffene Forschungsfeld der Umweltethik und bietet ein umfassendes, lehrbuchhaft aufgebautes Kompendium des ökologischen Wissens.

Markus Vogt, geb. 1962, Dr. theol., Professor für Christliche Sozialethik an der Universität München; 1992-1995 wiss. Mitarbeiter im Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung; 2000-2006 Koordination des Fachbereichs Umwelt beim Rat der Europäischen Bischofskonferenzen; seit 2016 Mitglied des Sachverständigenrates Bioökonomie der Bayerischen Staatsregierung. Mitglied/Fachberater zahlreicher weiterer einschlägiger kirchlicher und wissenschaftlicher Gremien. Vogt war maßgeblich daran beteiligt, die Christliche Sozialethik an das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit heranzuführen und das Sozialprinzip Nachhaltigkeit zu formulieren. 2017 erhielt er für seine Arbeit 'Prinzip Nachhaltigkeit' den Internationalen Preis der Päpstlichen Stiftung Centesimus Annus Pro Pontifice.

Markus Vogt, geb. 1962, Dr. theol., Professor für Christliche Sozialethik an der Universität München; 1992-1995 wiss. Mitarbeiter im Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung; 2000-2006 Koordination des Fachbereichs Umwelt beim Rat der Europäischen Bischofskonferenzen; seit 2016 Mitglied des Sachverständigenrates Bioökonomie der Bayerischen Staatsregierung. Mitglied/Fachberater zahlreicher weiterer einschlägiger kirchlicher und wissenschaftlicher Gremien. Vogt war maßgeblich daran beteiligt, die Christliche Sozialethik an das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit heranzuführen und das Sozialprinzip Nachhaltigkeit zu formulieren. 2017 erhielt er für seine Arbeit "Prinzip Nachhaltigkeit" den Internationalen Preis der Päpstlichen Stiftung Centesimus Annus Pro Pontifice.

Markus Vogt Christliche Umweltethik 1
Impressum 5
Inhalt 6
Vorwort 20
Einführung zur Fragestellung 21
a) Der Ruf nach einem neuen Bund zwischen Mensch und Umwelt 21
b) Die christliche Perspektive 24
c) Zum Begriff Umweltethik 26
d) Zum Aufbau des Buches 32
Teil I Methodische, empirische und gesellschaftstheoretische Grundfragen 36
1. Die Rolle von Moral und Religion im Umweltdiskurs 38
1.1 Ziele und Methoden der Ethik 38
a) Begriffliche Abgrenzungen und Arbeitsweisen 38
b) Die moralpsychologische Ebene: Wie kommen wir vom Sollen zum Wollen? 41
c) Die strukturelle Ebene: Vermeidung der „Moralisierungsfalle? 44
d) Aporien der Umweltethik im Spannungsfeld zwischen Recht, Politik und Ökonomie 46
1.2 Themen und Entwicklungen der Umweltethik 48
a) Zur Geschichte der Umweltethik und ihren Themen 48
b) Nachhaltigkeit als dominante Kategorie gegenwärtiger Umweltethik 50
c) Die Anthropozändebatte 52
d) Die endlose Debatte um „Anthropozentrik? 53
e) Umweltethik als Raumtheorie 55
f) Tugendethische Zugänge und der Anspruch einer ökosozialen Transformationsethik 56
g) Konflikte durch das Nebeneinander unterschiedlicher Modelle 57
h) Strukturmerkmale der Umweltethik 58
1.3 Christliche Umweltethik zwischen Rationalität und Glaube 60
a) „Mehrsprachigkeit? statt Theologieabstinenz 64
b) Die ökologischen Herausforderungen als „locus theologicus? 66
c) Anforderungen an eine lernende Kirche 68
d) Kompetenzen der Kirche im ökologischen Diskurs 71
2. Situationsdiagnose: Dimensionen der Umweltkrise 77
2.1 Die Wahrnehmung der Umweltprobleme im Schatten der Krisenrhetorik 77
a) Krise als suggestiver Begriff 78
b) Wahrnehmungsprobleme 80
2.2 Klimawandel: Fakten, Prognosen und Hypothesen 81
a) Kippelemente im Erdsystem 85
2.3 Der Verlust der Artenvielfalt: das sechste große Massensterben der Evolution 88
2.4 Wasserknappheit 91
2.5 Ressourcenverknappung 93
a) Die Gefährdung grundlegender Ökosystemleistungen 93
b) Fossile Energien 96
c) Earth Overshoot Day 99
2.6 Müll 100
2.7 Deutschland als „grünes Paradies?? 103
2.8 Globale Externalisierung der Umweltbelastungen als „schleichende Gewalt? 106
2.9 Resümee: Anzeichen eines Epochenwandels 109
3. Die neue erdgeschichtliche Epoche des Anthropozäns 111
3.1 Der Mensch als „Ingenieur der Biosphäre?? 111
a) Der tiefe Eingriff in das Lebenssystem des Planeten 111
b) Wann beginnt das Anthropozän? 115
3.2 Planetare Grenzen 118
a) Das normative Konzept des „safe and just space? 118
b) Der Mensch als „Fossil einer fernen Zukunft? 121
c) Eine veränderte Form des ethischen Fragens 124
3.3 Kritik des Anthropozäns 127
a) Die Vermischung unterschiedlicher Diskursebenen 127
b) Kapitalozän und Ecozän als Alternativvorschläge 129
c) Ökolinguistische Kritik 131
d) Das ökomodernistische Manifest als anthropologisch umgebogene Theodizee 132
e) Die Ambivalenz des Climate Engineerings 133
f) Kritik der impliziten Anthropologie 134
g) Verschleierung von Machtverhältnissen 137
3.4 Auf der Suche nach einer Ethik für das Anthropozän 138
a) Ökologische Transformation humanistischer Leitwerte 138
b) Eine umweltethische Wiederentdeckung bewährter Tugenden 141
c) Ethics for a broken world 143
d) Eine neue Stufe in der Entwicklung der Moral? 146
4. Sinnsuche nach dem Verlust des Fortschritts- und Wachstumsglaubens 148
4.1 Die Fortschrittsdebatte als Konfliktzentrum der Umweltethik 148
a) Zur geschichtlichen Entwicklung der Fortschrittsidee 150
b) Erschöpfung utopischer Energien? 153
c) Die Dialektik von Fortschritt und Risiko 155
d) Beschleunigungspathologien 157
e) Fortschritt und christliche Hoffnung 158
f) Prinzip Verantwortung versus Prinzip Hoffnung 161
4.2 Wege zur Messung von Wohlstand und Wachstum 163
a) Wohlstandsindikatoren 163
b) Bruttonationalglück 166
c) Indikatoren für die Schattenseiten des Wachstums 168
d) Grünes und inklusives Wachstum 170
4.3 Postwachstumsökonomie – eine Antwort auf die Krisen der Wirtschaft? 172
a) Wachstum als Grundlage des gegenwärtigen Gesellschaftsvertrages 172
b) Postwachstumsökonomie 173
c) Doppelte Entkopplung und ökologische Modernisierung 175
d) Postwachstum und Nachhaltigkeit 176
e) „Raus aus der Wachstumsgesellschaft?? 178
f) Vom homo faber zum homo horticus 183
Teil II Theologische und kirchenamtliche Zugänge 186
5. Schöpfungstheologie in ethischer Perspektive 188
„Rethinking our own religion? 188
5.1 Biblische Zugänge 191
a) Zur Komposition der Schöpfungserzählungen 191
b) Der Herrschaftsauftrag 192
c) Gottebenbildlichkeit und „Erdverbundenheit? des Menschen 195
d) Anthropologie als zentraler Bestandteil der biblischen Schöpfungstheologie 197
e) Sabbat: die Krone der Schöpfung 199
f) Biologisches Wissen und Elemente von Nachhaltigkeit im antiken Israel 200
g) Natur als Schöpfung wahrnehmen: Schöpfungsvertrauen 203
5.2 Elemente einer naturethischen Erschließung christlicher Schöpfungstheologie 206
a) Sprachphilosophisch: der performative Sinn der Schöpfungstheologie 206
b) Fundamentaltheologisch: der Schöpfungsglaube als Tatsache 209
c) Ethisch: vier Leitbegriffe schöpfungstheologischer Umweltethik 212
5.3 Naturphilosophische Zugänge 214
a) Komplementarität von Naturwissenschaft und Theologie 214
b) Die existentielle Einsamkeit des Menschen im modernen Kosmos 217
c) Biblischer Schöpfungsglaube und dynamische Naturauffassung 218
6. Die verspätete Annäherung des katholischen Lehramtes an die Umweltfrage 220
6.1 Stellungnahmen des katholischen Lehramtes bis 2009 220
a) Paul VI.: Ganzheitliche Entwicklung 220
b) Johannes Paul II.: Humanökologie 222
c) Benedikt XVI.: Erneuerung des Naturrechts 224
6.2 Bilanz und Perspektiven für den lehramtlichen Beitrag zur Umweltethik 226
6.3 Weiterentwicklungen und Impulse auf regionalkirchlicher Ebene 227
a) Vorreiterrolle der Deutschen Bischofskonferenz in Umweltfragen 229
b) Netzwerkarbeit auf europäischer Ebene 232
6.4 Bilanz der lehramtlichen Äußerungen nach den Kriterien der Öffentlichen Theologie 235
7. Laudato si’: ein neues Kapitel der Katholischen Soziallehre 241
7.1 Der katholische Verspätungsfaktor 241
7.2 Aufbau und methodische Prämissen der Enzyklika 243
7.3 Verknüpfung lateinamerikanischer und franziskanischer Spiritualität 246
7.4 Erkenntnistheoretische Pointen im Klimadiskurs 249
7.5 Der schillernde Begriff von Ökologie 252
a) Begriffsverwendung in der Enzyklika 252
b) Der Krausismo als ökophilosophischer Hintergrund 253
c) Zur systematischen Einordnung des Ökologiebegriffs 255
7.6 Revisionen des Entwicklungsdiskurses 256
7.7 Die politischen Raumkonstruktionen von Gesellschaft und Umwelt 258
7.8 Die Enzyklika als Impulsgeberin für die Kirche als change agent 261
a) Mitwirkung bei einem Epochenwandel 261
b) Vermittlung zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und kollektiven Emotionen 262
c) Transformative Utopien 264
7.9 Medienecho und Wirkungspotentiale 266
7.10 Resümee 268
8. Ökotheologie: interreligiöse und ökumenische Perspektiven 269
8.1 Die Vielfalt der Perspektiven 269
8.2 Judentum: Spurensuche nach dem Angesicht Gottes in der Welt 272
8.3 Islam: Umweltschutz im Zeichen weitreichender Rechtsprinzipien 275
8.4 Der Weltrat der Kirchen als Pionier der Umweltbewegung 278
8.5 Ökumenische und interreligiöse Initiativen 280
a) Die Erd-Charta-Bewegung 282
8.6 Ökotheologie – Reflexionen zum Verhältnis von Mensch, Natur und Gott 284
a) Verspätete Anerkennung indigener Traditionen 286
b) Der ökologische Dialog als locus theologicus für die Gottesfrage 288
Teil III Ethisch-systematische Zugänge 292
9. Jenseits des Naturalismus: Zum Verhältnis von Empirie und Ethik 294
9.1 Die Falle des naturalistischen Fehlschlusses 294
a) Humes sprachtheoretische Unterscheidung zwischen Deskription und Präskription 294
b) Moores Analyse des Prädikates „gut? als Relationsbegriff 296
c) Varianten des Naturalismus 298
9.2 Die normative Suggestion ökologischer Gleichgewichtsmodelle 300
a) Evolution jenseits von Gleichgewichtszuständen 301
b) Ökologie als Basiswissen für Umweltplanung 301
c) Die normative Affinität der Ökologie 302
9.3 Die positivistische Abstinenz von Werturteilen 304
a) Die „zwei Kulturen? und der Rückstand des Orientierungswissens 305
b) Die antipositivistische Wende der Wissenschaftstheorie 306
9.4 „Empirische Ethik?: ein klärungsbedürftiger Begriff 307
a) Ethik als partiell empirische Wissenschaft 308
b) Emanzipation und Alltagsnähe empirisch fundierter Ethik 310
c) Der lange Schatten des Naturrechts 312
d) Das interdisziplinäre Forschungsdesign der Umweltethik 313
9.5 Epistemischer Realismus 314
a) Moralische Fakten 315
b) Moralische Gründe: nur Instrumente zur Optimierung eines angenehmen Lebens? 316
c) Der Antirealismus als Strategie der Klimaskeptiker 318
d) Perspektiven für einen christlichen Realismus 319
9.6 Der Nomos der Erde 320
a) Sozialethisch erweiterte Bionik jenseits des Naturalismus 322
9.7 Conclusio: Natur als Grenze und Anspruch 323
10. Philosophische Begründungstypen der Umweltethik 325
10.1 Der Argumentationsraum der Umweltethik 325
a) Landkarte der Naturethik 328
10.2 Von der Anthropozentrik zur Anthroporelationalität 330
a) Das Inklusionsproblem 330
b) Typen umweltethischer Begründung 332
c) Ökologische Aufklärung der Anthropozentrik 334
d) Vernetzung als Schlüsselprinzip der Umweltethik 338
10.3 Die neue Anthropozentrik im Anthropozän als Faktum und Problem 340
10.4 „Homo mundanus? 344
10.5 Ökologische Erweiterung der Menschenrechte 348
11. Ressourcengerechtigkeit im Anspruch von Klimawandel und Armutsbekämpfung 355
11.1 Zur Strukturierung des Diskurses durch die Begriffswahl 356
a) Zur Begriffswahl 356
b) Zur Typologie globaler Ressourcenkonflikte 359
c) Unterschiedliche Konzeptionen von Gerechtigkeit als Strukturierung des Diskurses 361
11.2 Dimensionen globaler Ressourcengerechtigkeit 366
a) Legalgerechtigkeit: ökologische Weiterentwicklung des Völkerrechts 366
b) Verteilungsgerechtigkeit: wie viel Gleichheit ist gerecht? 370
c) Tauschgerechtigkeit: offene Fragen im Eigentumsrecht 376
d) Korrektive Gerechtigkeit und ökologische Schuld 379
11.3 Klimagerechtigkeit als Bewährungsprobe globaler Fairness 381
a) Recht auf Entwicklung (green development rights) 382
b) Vertragsschluss über CO2-Obergrenzen und Annäherung 383
c) Globaler Egalitarismus als Grundlage des Global Deal zum Klimaschutz? 385
12. Intergenerationelle Verantwortung im Horizont einer Theologie der Zeit 389
12.1 Die Entdeckung der Zukunft: Die zeitliche Erweiterung von Gerechtigkeit 389
a) Verteilungsprobleme werden nicht abgelöst, sondern überlagert 390
b) Verantwortung, Gerechtigkeit oder Solidarität? 391
12.2 Postulate intergenerationeller Verantwortung 393
a) Anfragen an das Postulat „Gleiche Lebenschancenfür künftige Generationen? 396
b) Künftige Generationen als Rechtssubjekte? 396
c) Was ist die zeitliche Reichweite intergenerationeller Gerechtigkeit? 398
d) Die Unbekanntheit künftiger Bedürfnisse und Entwicklungen 399
e) Das Motivationsproblem 401
12.3 Umweltethische Konturen einer Theologie der Zeit 402
a) Die Ambivalenz der Beschleunigung 402
b) Rhythmen und Resonanzbeziehungen contra Beschleunigungsgesellschaft 404
c) Theologie der Zeit: Hoffnung jenseits von Fortschrittsoptimismus 406
d) Das tripolare Zeitgefüge 408
e) Zeitpolitik und intergenerationelle Gerechtigkeit 411
13. Risikomündigkeit und Resilienz als Strategien für die „Große Transformation? 413
Risiko: eine Frage der Wahrnehmung 413
13.1 Muster unbewältigter Komplexität in Politik und Gesellschaft 414
a) Die deklamatorische Verantwortungsüberlastung der Politik 414
b) Die Logik des Misslingens 415
c) Unterschätzung des „Risikofaktors Mensch? 417
d) Risikomündigkeit angesichts systematischen Unwissens 417
13.2 Kontingenz als Herausforderung für Ethik und Theologie 420
a) Unsicherheit als Bestandteil der „kognitiven Infrastruktur? spätmoderner Moral 420
b) „Moral im Zweifel?: freiheitsorientierte Akzeptanz des Nichtwissens 421
c) Die Grenzen von rational choice angesichts von Komplexität und Unsicherheit 422
d) Theologie – die Wissenschaft vom gewussten Nichtwissen 424
e) Entschiedenheit: Wiederentdeckung einer existentiellen Dimension von Entscheidung 425
f) Die humane Bedeutung des Zufälligen 427
13.3 Zauberwort Resilienz: Von der Defizit- zur Ressourcenorientierung 428
a) Was bedeutet Resilienz? Eine erste Annäherung an den Begriff 429
b) Die psychologische Dimension: Das Geheimnis von „Steh-auf-Menschen? 431
c) Geophysikalisch: Planetary boundaries 434
d) Sozioökonomisch: Mehr als Effizienz 436
13.4 Die Bedeutung der Resilienz für die Umweltethik 439
a) Resilienz als Forschungsprogramm: Fünf Thesen 439
b) Resilienz erster und zweiter Ordnung 441
c) Die unterschiedlichen Dimensionen von Resilienz 443
d) Resilienz und Nachhaltigkeit 444
14. Tierethik 446
14.1 Zur Aktualität und Abgrenzung der Fragestellung 446
a) Animal turn 446
b) Die Verortung der Tierethik 448
14.2 Doppelmoral im gegenwärtigen Mensch-Tier-Verhältnis 449
a) Die Dynamik der Entfremdung 449
b) Doppelmoral unaufgelöster Widersprüche 450
14.3 Philosophisch-ethische Begründungsmodelle 453
a) Präferenzutilitarismus 453
b) Individualrechte für Tiere 455
c) Weiterentwicklung von Kant 456
d) „Zoophile Ethik? im deutschen Sprachraum 457
e) Rechtsphilosophische Nüchternheit 458
f) Pragmatik des Nichtwissens 459
g) Resümee: „ein Rest von Tragik? 460
14.4 Theologische Perspektiven: Das Tier als Mitgeschöpf 462
a) Jenseits der Defensive 462
b) Mitgeschöpfe: Biblische Annäherungen 463
c) Tierethos im christlichen Brauchtum 465
d) Der Vorrang des Seins vor dem Nützlichsein 466
e) Die Wiederentdeckung der Welt als Mitkreatur steht noch bevor 467
14.5 Ethische Kriterien für praktischen Tierschutz 469
a) Tierversuche 471
b) Monofunktionale Maximierungslogik in der (genetischen) Züchtung 472
c) Prioritäten einer artgerechten Tierhaltung und Tierwohl 473
14.6 Erhalt der Artenvielfalt 476
a) Ein Viertel der Arten sind vom Aussterben bedroht 476
b) Die expansive Landwirtschaft als Treiber 477
c) Vom Arten- zum Biodiversitätsschutz 479
14.7 Resümee: eine Horizonterweiterung neuzeitlicher Ethik 481
15. Nachhaltigkeit als Basis für einen neuen Gesellschaftsvertrag 483
15.1 Ökologisch: Forstwirtschaftliche Impulse für das Gemeinwohl 485
15.2 Politisch: Nachhaltigkeit als Querschnittspolitik 488
15.3 Gerechtigkeitstheoretisch: Intergenerationelle und globale Verantwortung 489
15.4 Sozioökonomisch: Operationalisierungen des Nachhaltigkeitsprinzips 492
15.5 Demokratisch: Pluralismus, Partizipation und demokratische Innovation 494
15.6 Kulturell: Lebensstil und ein neues Wohlstandsmodell 498
15.7 Zeitpolitisch: Rhythmen jenseits der Beschleunigungsgesellschaft 500
15.8 Theologisch: Schöpfungsglaube und Nachhaltigkeit 503
Teil IV Ausgewählte Handlungsfelder 508
16. Die Sustainable Development Goals und der Klimavertrag von Paris – Maßstäbe für einen neuen Gesellschaftsvertrag 510
16.1 Entstehung und Inhalte des Zielkatalogs 510
a) Siebzehn Ziele für eine bessere Welt 513
16.2 Stärken und Schwächen der SDGs 515
a) Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur Enzyklika 517
16.3 „The Future is Now?: Der Global Sustainable Development Report 2019 518
16.4 Der Weltklimavertrag von Paris: Fahrplan für eine postfossile Gesellschaft 523
a) Zentrale Ergebnisse 523
b) Grenzen und Desiderate 525
c) Die Rolle der Kirchen und die Aufgaben der Ethik 527
16.5 Der lange Schatten des kolonialen Entwicklungsdenkens 528
a) Das Entwicklungsparadigma: Wegbereiter für die imperiale Macht des Westens? 530
16.6 Resümee „sustainable survival goals? 534
17. Die Moral der Energiewende 536
17.1 Energie ist eine Frage der Ordnungsethik 536
17.2 Verzögerung des fossilen Endspiels 540
17.3 Die deutsche Energiewende in europäischem und globalem Kontext 542
17.4 Risikomündigkeit in Zeiten der Energiewende 545
17.5 Suffizienzstrategien als Teil nachhaltiger Energiewirtschaft 548
17.6 Das kohlenstoffbasierte Wirtschaftsmodell ist normativ unhaltbar 550
18. Bioökonomie: Innovationskonzept für Ressourcenschonung und Abfallvermeidung 554
18.1 Das Versprechen einer neuen Synthese von Ökologie und Ökonomie 554
a) Beispiele visionärer und zugleich ambivalenter Potentiale der Bioökonomie 557
18.2 Kleine Begriffsgeschichte 558
18.3 Vier Bedingungen ethisch verantwortbarer Bioökonomie 561
18.4 Innovationsethik für eine ressourcenschonende Bioökonomie 569
a) Ressourcen als kultur- und technikabhängige Größe 569
b) Technische Kreativität in eine neue Richtung lenken 570
c) Das Responsible Research and Innovation-Konzept der EU 572
d) Vorsorge und Innovation 575
18.5 Resümee 577
19. Grüne Gentechnik zwischen Überzeugungs- und Interessenskonflikten 579
19.1 Die dritte grüne Revolution und ihre ethischen Ambivalenzen 579
a) Grüne Gentechnik zwischen Interessens- und Überzeugungskonflikten 579
b) Dritte Grüne Revolution durch Gentechnik 581
c) Die neue Methode von CRISPR/Cas 582
d) Gentechnik im Kontext ambivalenter Landwirtschaftspolitik 584
19.2 Theologische und ethische Orientierungen 585
a) Schöpfungstheologische Ausgangspunkte 585
b) Gentechnik als Handwerk 587
c) Verantwortung als Methode 589
d) Gerechtigkeit aus der Perspektive der Schwachen 590
e) Risiko-Ethik 592
f) Die Problematik des Koexistenzversprechens 594
19.3 Ethische Analysen gesellschaftlicher Konflikte 595
a) Unterschiedliche Diskursebenen als Grund für Missverständnisse 595
b) Ziele und erhoffter Nutzen der Grünen Gentechnik 599
c) Risiken und soziale Kontexte der Grünen Gentechnik 601
d) Hypothesen über die gesundheitlichen Risiken 605
e) Was kann Grüne Gentechnik zur Lösung der Welternährungsprobleme beitragen? 606
f) Wie wirkt sich Grüne Gentechnik auf die Biodiversität aus? 608
19.4 Demokratische Legitimation und die Grammatik der Akzeptanz 610
a) Einstellungen zur Grünen Gentechnik in der Bevölkerung 610
b) Bedingungen ethischer und demokratischer Legitimation 613
c) Verantwortung in der Dialektik von Fortschritt und Risiko 615
20. Umweltethik und Bevölkerungsentwicklung 617
20.1 Fakten und Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung 617
a) Trotz abnehmender Fruchtbarkeitsrate anhaltendes Wachstum 619
b) Alternde Gesellschaften im reichen Norden 621
20.2 Deutungsmodelle und Dynamiken der demografischen Entwicklung 623
a) Das Bevölkerungsgesetz von Malthus 623
b) Historische Demografie 625
c) Die Überlagerung von ökologischen und demografischen Transformationsprozessen 626
d) Demografie und die Grenzen der Natur 627
e) Einflussfaktoren auf die demografische Entwicklung 628
20.3 Normative Debatten zur demografischen Verantwortung 630
a) Methoden verantwortlicher Geburtenkontrolle 630
b) Die biopolitischen Maximen in der Enzyklika Caritas in veritate 632
20.4 Postulate verantwortungsethischer Bevölkerungspolitik 633
a) Die Freiheit der Verantwortung als Leitmaxime 634
b) Demografische Stabilisierung durch weniger Ungleichheit der Geschlechter 635
c) Synchronisation unterschiedlicher Entwicklungsaspekte 636
20.5 Demografischer Wandel als Herausforderung für Stadtentwicklung und Migration 636
a) Die Arbeitsmigration als Ausdruck eines ökologischen Ungleichgewichtes 638
21. Simplify your life: Konsumethik in liberalen Gesellschaften 640
21.1 Konsumpolitik als methodische Herausforderung 640
a) Konsumethik im Abseits des moralischen Standpunktes? 641
b) Die notwendige Verbindung von Struktur- und Wertewandel 642
c) „From Consumerism to Sustainability? 644
21.2 Soziologische Annäherung 645
a) Merkmale des konsumorientierten Lebensstils 645
b) Die throwaway society 646
c) Die Sättigungsthese 647
d) Postmoderne Dematerialisierung der Werte? 647
e) Der Pluralismus von Lebensstilen 649
f) Konsum und Glück 650
21.3 Konsumkritik als Leitthema kirchlicher Umweltethik 652
a) Konsumismuskritik in der Katholischen Soziallehre 652
b) Weitere kirchliche Impulse für verantwortlichen Konsum 654
21.4 Sozialethische Leitlinien für nachhaltige Konsummuster 656
a) Gesellschaftswissenschaftliche Prämissen 656
b) Wohlstandstheoretische Zusammenhänge 657
c) Suffizienz als normatives Leitbild 659
d) Qualitative Freiheit 660
e) Die Moralisierung der Märkte 661
21.5 Praktische Handlungsperspektiven 663
a) Wie kann Konsumverhalten geändert werden? 663
b) Soziale Bewegungen für nachhaltige Lebensstile 664
c) Handlungsfelder 665
Gesundheit und Ernährung 665
Müllvermeidung durch reparaturfreundliche Produkte und intelligente Dienstleistungen 668
Wandel im Umgang mit Energie 670
Nachhaltige Mobilität 670
Zeitwohlstand 671
Ethische Geldanlagen 672
Digitalisierung als Querschnittsthema für verantwortlichen Konsum 672
d) Kirchliche Initiativen und Chancen 673
22. Bildung für nachhaltige Entwicklung im Anspruch des christlichen Humanismus 675
Vorbemerkung zum Forschungsinteresse: Bildung und Ethik 675
22.1 Die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung? 676
a) Bildung als Basis freiheitszentrierter Entwicklung 676
b) Erwartungen: politische Proklamationen zur BNE 678
c) Transformationen: BNE ist mehr als die Summe ihrer Teile 680
22.2 Lernschritte und Handlungsfelder der Bildung für nachhaltige Entwicklung 682
a) Didaktische Hürden 682
b) Die Bedeutung des Naturerlebens für die moralische Entwicklung 684
c) Naturerfahrung: Erlebnispädagogische Ausgangspunkte 686
d) Vernetzung: methodische Konsequenzen für interdisziplinäre Bildung 689
e) Handlungskompetenz: Lernen durch Handeln in komplexen Zusammenhängen 691
22.3 Konsequenzen für das Verhältnis von Ethik und Bildung 693
a) Die Rolle der Ethik in der Nachhaltigkeitspädagogik 693
b) „Ethische Wende? der Bildung für Nachhaltigkeit 696
22.4 „Aktive Ideen? – zum philosophischen Kern der BNE 699
22.5 Schlussfolgerungen für Bildungsziele im Kontext von Nachhaltigkeit 702
Literatur 706
Abkürzungen 781
Abbildungsnachweis 783

Erscheint lt. Verlag 1.2.2021
Verlagsort München
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften Religion / Theologie Christentum
Schlagworte Anthropozän • Biodiversität • Energiewende • Fortschrittsglaube • Gentechnik • intergenerationelle Gerechtigkeit • Klimaschutz • Klimawandel • Konsumethik • Laudato si • Nachhaltigkeit • Ökologie • Ökosoziale Gerechtigkeit • Resilienz • Schöpfungsethik • Schöpfungstheologie • Sustainable Development Goals • Tierethik • Umweltethik
ISBN-10 3-451-83110-4 / 3451831104
ISBN-13 978-3-451-83110-2 / 9783451831102
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