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Philosophische Erotapokriseis und theologische Kapitel

Quaestiones gentilium ad Christianos. Quaestiones contra gentiles de relatis. Capita contra theopaschitas

Benjamin Gleede (Herausgeber)

Buch | Hardcover
LIX, 47 Seiten
2020
De Gruyter (Verlag)
978-3-11-071593-4 (ISBN)
CHF 124,00 inkl. MwSt
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Die Reihe Die Griechischen Christlichen Schriftsteller der ersten Jahrhunderte (GCS) veröffent-licht seit 1897 (zuerst in Leipzig, dann in Berlin, seit 2001 im Verlag Walter de Gruyter) die Er-gebnisse des Akademieprojektes “Griechische Christliche Schriftsteller”, begonnen in der damaligen Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften, fortgeführt in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Sie bietet in großen kritischen Ausgaben mit historisch orientierenden Einleitungen und Registern diejenigen Werke, die ursprünglich im griechisch-sprachigen Teil des antiken kaiserzeitlichen Christentums entstanden sind und nicht von den anderen großen Editionsreihen herausgegeben werden. Für die ersten drei Jahrhunderte wird dabei Vollständigkeit angestrebt.
Innerhalb der fälschlicherweise Justin dem Märtyrer zugeschriebenen Texte finden sich sechs Traktate stark philosophischen Inhalts, über deren Autorschaft und Kontext bisher nur Vermutungen existierten.Das vorliegende Werk macht zwei dieser Texte erstmals in (kritischer) Edition zugänglich und schafft somit erst die Grundlage, deren Autor näher zu konturieren und historisch einzuordnen: Es handelt sich um einen Nestorianer, der um die Wende vom fünften zum sechsten Jahrhundert nicht nur zu den theologischen Fragen der Zeit Stellung nimmt, sondern auch den Wandel des philosophischen Diskurses dokumentiert, den dieser in besagter Epoche durchläuft. Ähnlich wie die Autoren der Schule von Gaza oder Johannes Philoponus versucht er, die philosophischen Angriffe auf das Christentum - offensichtlich korrespondiert er mit paganen Intellektuellen und zitiert ein unbekanntes Stück aus Julian Apostata - mit deren eigenen Waffen zurückzuschlagen, besonders dem methodischen Rückgriff auf die aristotelische Logik. Darüber hinaus revidieren die neu erschlossenen Texte das bisherige Bild der konfessionellen Landschaft der Epoche, insofern sie die Existenz einer nestorianischen Minderheit auf Reichsboden erstmals eindeutig beweisen.

Benjamin Gleede , Universität Tübingen.

"Insgesamt hat Gleede also eine Edition vorgelegt, die nicht nur eine wichtige Lücke
schließt, sondern mit der sich darüber hinaus hervorragend arbeiten lässt. Dürfte ihr
Nutzen vornehmlich in der nun besser möglichen Beschäftigung mit den drei
edierten Texten QG, QGR und CT liegen, so finden sich in der Einleitung auch immer
wieder wertvolle Hinweise für die Arbeit mit weiteren (pseudo-)justinischen Texten." Benedict Totsche in: Zeitschrift für Kirchengeschichte 2022/2

Erscheinungsdatum
Reihe/Serie Die griechischen christlichen Schriftsteller der ersten Jahrhunderte ; N.F. 29
Verlagsort Berlin/Boston
Sprache deutsch; lateinisch
Maße 170 x 240 mm
Gewicht 320 g
Themenwelt Geisteswissenschaften Religion / Theologie Christentum
Schlagworte Apologetik • Aristoteles • Christian Apologetics in Late Antiquity • Christian reception of Aristotle • Nestorianism • Nestorianismus • Spätantike
ISBN-10 3-11-071593-7 / 3110715937
ISBN-13 978-3-11-071593-4 / 9783110715934
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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