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Nachhaltige Nicht-Nachhaltigkeit - Ingolfur Blühdorn, Felix Butzlaff, Michael Deflorian, Daniel Hausknost, Mirijam Mock

Nachhaltige Nicht-Nachhaltigkeit

Warum die ökologische Transformation der Gesellschaft nicht stattfindet
Buch | Softcover
350 Seiten
2020 | 2., aktualisierte Auflage
transcript (Verlag)
978-3-8376-5442-4 (ISBN)
CHF 27,95 inkl. MwSt

Alle wollen Nachhaltigkeit, aber keiner handelt danach! Dieser programmatische Band präsentiert eine sozialwissenschaftliche Kritik fragwürdiger Annahmen der Nachhaltigkeitsdebatte und eine Forschungsagenda für die Politik der Nicht-Nachhaltigkeit in der Post-Corona-Gesellschaft.


Auch wenn die Dringlichkeit einer sozial-ökologischen Transformation zur Nachhaltigkeit längst von praktisch allen Seiten anerkannt wird - moderne Gesellschaften verteidigen ihren Wohlstand und Lebensstil entschiedener denn je. Beharrlich wird eine sozial und ökologisch zerstörerische Politik der Nicht-Nachhaltigkeit betrieben. Die Konjunktur des Rechtspopulismus signalisiert, wie sehr das ökologisch-demokratische Projekt vergangener Jahrzehnte brüchig geworden ist. Und die Corona-Pandemie verschiebt die Prioritäten erneut in Richtung Wachstumspolitik und Konsumstimulation.

Dieser Band stellt grundlegende Annahmen der Nachhaltigkeitsforschung und Umweltsoziologie in Frage. Er skizziert neue sozialwissenschaftliche Forschungsperspektiven, um die eigenartige Fortdauer der Nicht-Nachhaltigkeit zu erhellen.

Ingolfur Blühdorn ist Professor für soziale Nachhaltigkeit und Leiter des Instituts für Gesellschaftswandel und Nachhaltigkeit (IGN) an der Wirtschaftsuniversität Wien. Seine Forschungsschwerpunkte sind Politische Soziologie, Gesellschaftstheorie, der Wandel moderner Demokratien und umweltpolitische Theorie. Zu den wichtigsten deutschsprachigen Publikationen gehören »Simulative Demokratie. Neue Politik nach der postdemokratischen Wende« (Suhrkamp 2013) und »Nachhaltige Nicht-Nachhaltigkeit. Warum die ökologische Transformation der Gesellschaft nicht stattfindet« (Transcript 2020).

Felix Butzlaff, geb. 1981, ist Universitätsassistent am Institut für Gesellschaftswandel und Nachhaltigkeit (IGN) an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er hat Politikwissenschaften, VWL und Öffentliches Recht an den Universitäten Göttingen und Santiago de Chile studiert und arbeitet zu Themen der Demokratieentwicklung sowie dem Wandel von politischen Parteien und sozialen Bewegungen.

Michael Deflorian, geb. 1990, ist Research and Teaching Associate am Institut für Gesellschaftswandel und Nachhaltigkeit (IGN) an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er hat in Uppsala Umweltgeschichte und in Berlin Politikwissenschaft studiert und beschäftigt sich mit neuen urbanen Bewegungen sowie der Transformation der Wachstumsgesellschaft.

Daniel Hausknost, geb. 1975, ist Assistenzprofessor am Institut für Gesellschaftswandel und Nachhaltigkeit (IGN) an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er hat Politikwissenschaft und Philosophie in Wien studiert und an der Keele University (GB) promoviert. Er arbeitet vorrangig zu Fragen der Transformationsfähigkeit und Nachhaltigkeit moderner demokratischer Systeme und des kapitalistischen Staats.

Mirijam Mock, geb. 1989, ist Research and Teaching Associate am Institut für Gesellschaftswandel und Nachhaltigkeit (IGN) an der Wirtschaftsuniversität Wien. Sie hat in Wien Soziologie studiert und einen Master in Development Studies erworben. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Praxistheorie, Sharing Economy, nachhaltiger Konsum und Theorien moderner Gesellschaften.

»Die Grundthesen des Buches sind so umfassend wie zugleich vage, steil und provozierend. Deshalb lohnt die Lektüre unbedingt.«

Hubertus Buchstein, Politische Vierteljahresschrift, 61 (2020) 20200720

»Die Grundthesen des Buches sind so umfassend wie zugleich vage, steil und provozierend. Deshalb lohnt die Lektüre unbedingt.«

»[Blühdorns] ›böser Blick‹ auf die Gesellschaft der Nicht-Nachhaltigkeit [ist] ein diskussionswürdiger Beitrag an der Schnittstelle von politischer Soziologie und Sozialpsychologie.«

Besprochen in:WDR 5 – Politikum, 07.01.2020, Tanja Bussehttps://transformatorische-bildung.de, 14.02.2020ORF – Journal-Panorama, 25.02.2020UmweltBriefe, 3 (2020)www.goethe.de, 4 (2020), Holger Moospro zukunft, 4 (2020)insider, 31/3 (2020)Die Stiftung, 10/11 (2020), Martina BenzBayern2, 09./10.11.2020, Lukas HammersteinBestenliste Zukunftsforschung der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen 2020https://www.nachdenkseiten.de, 19.12.2021Jahrbuch für Extremismus & Demokratie 2021

»[Es gelingt], die versprochenen Möglichkeiten und Grenzen sozialwissenschaftlicher Nachhaltigkeitsforschung aufzuzeigen und die normativen, selten hinterfragten Grundlagen wieder der gesellschaftlichen Debatte zuzuführen.«

»Das Buch ist keine lustige Lektüre und stimmt nicht optimistisch. Am ehesten könnte man es vielleicht als Weckruf betrachten. Das grüne Gehirn lässt sich damit jedenfalls wunderbar mal gegen den Strich bürsten.«

»[Der Band] zeichnet in erhellender Weise ökologische Debatten der vergangenen Jahrzehnte nach. So wird klar, dass die Argumente sich immer wiederholen.«

»Das Buch zeigt, dass die Soziologie der Nachhaltigkeit ein aktives Forschungsfeld mit sehr kontroversen Positionen und Betrachtungsweisen ist. Es bleibt zu hoffen, dass hieraus weiterführende, konstruktive Debattenbeiträge für eine nachhaltige, lebensbewahrende Zukunft entstehen.«

»Dieses Buch [ist] eine Art Lösungsansatz: einer, der versucht, vorherrschende Lösungsansätze in der Nachhaltigkeitsforschung zu durchbrechen – und somit womöglich zu neuen, praktikableren Ufern aufzubrechen.«

»Den Autoren ist es gelungen, sehr verständlich äußerst komplexe Zusammenhänge zu beleuchten. Damit tragen sie auch zu einer objektiven, lösungsorientierten Diskussionsgrundlage bei.«

»Trotz des wissenschaftlichen Ansatzes angenehm zu lesen und daher gerne empfohlen.«

»Ein wichtiger, kritisch-reflexiver Beitrag zum aktuellen Nachhaltigkeitsdiskurs.«

»Dieses Buch blickt quasi in die Lücke zwischen Notwendigkeiten, Forderungen und Bemühungen.«

»Ungemein instruktiver Band.«

»Aufschlussreich und gleichzeitig ernüchternd.«

»Sachlich und schonungslos.«

»Die Lektüre [lohnt sich]. Denn es werden grundlegende Annahmen der Nachhaltigkeitsdebatte in Frage gestellt.«

»Es hat Sprengkraft, was da aus dem Wiener Institut kommt.«

»Für die Kulturpolitik, die sich um mehr Nachhaltigkeit und Klimabewusstsein einsetzen will, sollte diese kritische Analyse der nachhaltigen Nichthaltigkeit zur Pflichtlektüre gehören.«

»Provozierende Thesen machen die Sammlung zur anregenden Lektüre.«

»Das Wiener Denkkollektiv bleibt konsequent: Es benennt das Dilemma der nicht-nachhaltigen Nachhaltigkeit und rekonstruiert scharfsinnig die gleichzeitige Begrenztheit und Alternativlosigkeit demokratischer Konfliktbewältigungsstrategien, anstatt sich in verfehlte Hoffnungsnarrative zu flüchten.«

Erscheinungsdatum
Reihe/Serie X-Texte zu Kultur und Gesellschaft
Verlagsort Bielefeld
Sprache deutsch
Maße 135 x 225 mm
Gewicht 495 g
Themenwelt Geisteswissenschaften
Naturwissenschaften Biologie Ökologie / Naturschutz
Sozialwissenschaften Soziologie
Schlagworte Ecology • Environmental movements • Environmental Sociology • Gesellschaft • Gesellschaftswandel • Nachhaltigkeit • Nachhaltigkeitstransformation • Natur • Nature • Nicht-Nachhaltigkeit • Non-sustainability • Ökologie • Politics • Politik • Prosperity • Reactionism • Reaktionismus • Rechtspopulismus • Right-wing-populism • social change • Society • sociological theory • Sociology • Soziologie • Soziologische Theorie • sustainability • Sustainability Transformation • Umweltbewegungen • Umweltsoziologie • Wohlstand
ISBN-10 3-8376-5442-7 / 3837654427
ISBN-13 978-3-8376-5442-4 / 9783837654424
Zustand Neuware
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