Die schöne Jüdin
Jüdische Frauengestalten in der deutschsprachigen Erzählliteratur vom 17. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg
Seiten
1993
|
1. Reprint 2012
De Gruyter (Verlag)
978-3-484-65104-3 (ISBN)
De Gruyter (Verlag)
978-3-484-65104-3 (ISBN)
Die 1992 gegründete Buchreihe ist interdisziplinär ausgerichtet; sie umfasst wissenschaftliche Monographien, Aufsatzsammlungen und kommentierte Quelleneditionen vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Der Begriff deutsch-jüdische Literatur bzw. Kultur verweist auf Werke jüdischer Autoren in deutscher Sprache, insoweit jüdische Aspekte erkennbar sind. Aber auch das häufig vom Antisemitismus geprägte Judenbild nichtjüdischer Autoren wird zu einem Faktor der literarisch vermittelten deutsch-jüdischen Beziehungsgeschichte. Der Erforschung des gesamten Problemfelds bietet die Reihe ein angemessenes Forum.
Schöne jüdische Frauengestalten gehören über Jahrhunderte hinweg zum Figurenarsenal der deutschsprachigen Literatur. An siebzig Romanen und Erzählungen aus vier Jahrhunderten wird hier erstmals im Zusammenhang der literarische Typus der 'Schönen Jüdin' dargestellt. Der sprachliche Topos 'Die Schöne Jüdin' ist Ausdruck einer (nichtjüdischen und nichtweiblichen) Außensicht; die entsprechend stereotypen Züge des literarischen Bilds der Jüdin lassen sich von Grimmelshausen bis Heinrich Mann nachweisen. In der Motivgeschichte spiegelt sich zugleich der problematische Verlauf der jüdischen Emanzipations- und Assimilationsgeschichte. Ausblicke auf den öffentlichen Diskurs über jüdische Frauen und ihre Rolle in Staat und Gesellschaft ermöglichen die Rekonstruktion der zeitgenössischen Verständnisvoraussetzungen und kollektiven Urteilsmechanismen, die die literarische Gestaltung jüdischer Frauenfiguren und ihre Rezeption bestimmen.
Schöne jüdische Frauengestalten gehören über Jahrhunderte hinweg zum Figurenarsenal der deutschsprachigen Literatur. An siebzig Romanen und Erzählungen aus vier Jahrhunderten wird hier erstmals im Zusammenhang der literarische Typus der 'Schönen Jüdin' dargestellt. Der sprachliche Topos 'Die Schöne Jüdin' ist Ausdruck einer (nichtjüdischen und nichtweiblichen) Außensicht; die entsprechend stereotypen Züge des literarischen Bilds der Jüdin lassen sich von Grimmelshausen bis Heinrich Mann nachweisen. In der Motivgeschichte spiegelt sich zugleich der problematische Verlauf der jüdischen Emanzipations- und Assimilationsgeschichte. Ausblicke auf den öffentlichen Diskurs über jüdische Frauen und ihre Rolle in Staat und Gesellschaft ermöglichen die Rekonstruktion der zeitgenössischen Verständnisvoraussetzungen und kollektiven Urteilsmechanismen, die die literarische Gestaltung jüdischer Frauenfiguren und ihre Rezeption bestimmen.
| Erscheint lt. Verlag | 27.5.1993 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Conditio Judaica ; 4 |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 155 x 230 mm |
| Gewicht | 446 g |
| Themenwelt | Geschichte ► Teilgebiete der Geschichte ► Kulturgeschichte |
| Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie ► Judentum | |
| Geisteswissenschaften ► Sprach- / Literaturwissenschaft ► Germanistik | |
| Geisteswissenschaften ► Sprach- / Literaturwissenschaft ► Literaturwissenschaft | |
| Schlagworte | Deutsch • Deutsche Literatur; Prosa • Epik • Frau (Motiv in der bildenden Kunst/Literatur) • Geschichte • Geschichte 1672-1919 • Hardcover, Softcover / Deutsche Sprachwissenschaft, Deutschsprachige Literaturwi • HC/Deutsche Sprachwissenschaft, Deutschsprachige Literaturwissenschaft • Jewish women in literature • Jews in literature • Juden /Literatur, Literaturgeschichte • Jüdin • Jüdin / Jüdische Frauen • Jüdin/Jüdische Frauen • Jüdin <Motiv¿ • Jüdin <Motiv> • Jüdische Frauen • Prosa • Short stories, German |
| ISBN-10 | 3-484-65104-0 / 3484651040 |
| ISBN-13 | 978-3-484-65104-3 / 9783484651043 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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