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Praktische Anthropologie oder die Wissenschaft vom Menschen zwischen Metaphysik, Ethik und Pädagogik

Wendepunkte
Buch | Softcover
244 Seiten
2018
Waxmann (Verlag)
978-3-8309-3860-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Praktische Anthropologie oder die Wissenschaft vom Menschen zwischen Metaphysik, Ethik und Pädagogik - Ursula Reitemeyer
CHF 48,85 inkl. MwSt
Praktische Anthropologie steht in dem Bemühen, die aus der Philosophie in Teildisziplinen der positiven Wissenschaften abgewanderte Wissenschaft vom Menschen für die praktische Philosophie zurückzugewinnen. Zweck einer praktischen Anthropologie ist es, die Grund- und Freiheitsrechte des Menschen methodisch zu begründen und damit einhergehend die positiven Wissenschaften auf die Anerkennung der Würde des Menschen zu verpflichten.
Ursula Reitemeyer führt historisch-systematisch und unter besonderer Berücksichtigung der zu verteidigenden menschlichen Würde in die Anthropologie ein. Ausgehend von einer bildungstheoretischen Interpretation der Methodenlehren Kants und Hegels wird auf der Grundlage von Feuerbachs Leibanthropologie eine bildungstheoretisch vermittelte praktische Anthropologie als notwendiges Bindeglied zwischen Philosophie und Pädagogik zur Geltung gebracht.
Praktische Anthropologie steht in dem Bemühen, die aus der Philosophie in Teildisziplinen der positiven Wissenschaften abgewanderte Wissenschaft vom Menschen für die praktische Philosophie zurückzugewinnen. Zweck einer praktischen Anthropologie ist es, die Grund- und Freiheitsrechte des Menschen methodisch zu begründen und damit einhergehend die positiven Wissenschaften auf die Anerkennung der Würde des Menschen zu verpflichten.
Ursula Reitemeyer führt historisch-systematisch und unter besonderer Berücksichtigung der zu verteidigenden menschlichen Würde in die Disziplin und das Forschungsfeld der Anthropologie ein. Ausgehend von einer bildungstheoretischen Interpretation der Methodenlehre in Kants Kritik der reinen Vernunft und von Hegels Phänomenologie des Geistes wird auf der Grundlage von Feuerbachs Leibanthropologie eine bildungstheoretisch vermittelte praktische Anthropologie als notwendiges Bindeglied zwischen Philosophie und Pädagogik zur Geltung gebracht.
Die vorliegende Studie zur Stellung der Anthropologie zwischen spekulativer und empirischer Forschung eignet sich als vertiefende Lektüre im Rahmen eines bildungswissenschaftlichen Studiums. Zugleich wird ein philosophisches und erziehungswissenschaftliches Fachpublikum angesprochen, das sich für die Wissenschaftsgeschichte der eigenen Disziplin interessiert.

Ursula Reitemeyer ist außerplanmäßige Professorin für Erziehungswissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie leitet die universitäre Arbeitsstelle Internationale Feuerbachforschung und ist Mitherausgeberin der gleichnamigen Reihe. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich von Bildungs- und Geschichtsphilosophie. Wichtige Publikationen: Philosophie der Leiblichkeit (1988), Perfektibilität gegen Perfektion (1996, 2013), Bildung und Arbeit (2001), Ist Bildung lehrbar? (2003), Umbruch in Permanenz (2007).

Auch weil es ja häufig die eher unkonventionellen Zugänge sind, von denen man [...] besonders viel lernen kann, kann das Buch allen, die sich für historische Debatten und Zugänge philosophischer Anthropologie interessieren, empfohlen werden. Johannes Drerup, in: Zeitschrift für Pädagogik 3/2020, S. 449.

Auch weil es ja häufig die eher unkonventionellen Zugänge sind, von denen man [...] besonders viel lernen kann, kann das Buch allen, die sich für historische Debatten und Zugänge philosophischer Anthropologie interessieren, empfohlen werden.

Die Rekonstruktion und Analyse historisch-systematischer »Wendepunkte« erfreut sich in zahlreichen sozial- und kulturwissenschaftlichen Fachdisziplinen und Forschungsfeldern seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Hier kann der Band im Schnittfeld von Philosophie und Pädagogik einen substantiellen Beitrag leisten und die Diskussion befeuern, da gerade auch die Frage nach einer spezifischen oder doch nach einer ganzen Abfolge anthropologischer ›Wenden‹ international und interdisziplinär diskutiert wird.

Historisch, biographisch, fachtheoretisch und -praktisch bedeutsam ist der als Nachbetrachtung getitelte, fiktive Brief, den die Autorin im November 2012 an Max Horkheimer (1895–1973) beim Institut für Sozialforschung Frankfurt, New York und Los Angeles schreibt. Sie skizziert darin die wissenschaftliche Schaffensgeschichte des Philosophen, verweist auf seine Werke und deren Bedeutung für die Kritische Theorie und das intellektuelle, anthropologische und philosophische Denken. Der mit der universitären Lehre vertraute Leser kann sich gut vorstellen, welche Aufmerksamkeit dieser „Brief“ bei den Studierenden findet, als Replik und Vision!

Erscheinungsdatum
Reihe/Serie Internationale Feuerbachforschung ; 8
Sprache deutsch
Maße 148 x 210 mm
Gewicht 325 g
Themenwelt Geisteswissenschaften Philosophie Ethik
Geisteswissenschaften Philosophie Metaphysik / Ontologie
Sozialwissenschaften Pädagogik Bildungstheorie
Schlagworte Allgemeine Erziehungswissenschaft • Anthropologie • Bewusstsein • Bildungstheorie • Bildungswissenschaften • Feuerbach • Geschichte • Historische Bildungsforschung • Horkheimer • Kant • Leib • Leibanthropologie • Philosophie • Realität • Turn • Wende • Wesen • Wissenschaft • Wissenschaftsgeschichte
ISBN-10 3-8309-3860-8 / 3830938608
ISBN-13 978-3-8309-3860-6 / 9783830938606
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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