Der Streit um die Schrift (eBook)
413 Seiten
Vandenhoeck und Ruprecht (Verlag)
978-3-7887-3052-9 (ISBN)
Cover 1
Title Page 4
Copyright 5
Table of Contents 14
Body 18
Irmtraud Fischer / Volker Leppin: Der Streit um die Schrift und um ihre Auslegung 6
Hermeneutische Beiträge 18
Thomas Söding, Wegweiser der Heiligen Schrift. Der Kanon im Streit der Interpretationen 20
1. Orientierungsfragen 20
2. Verbindungen und Auseinandersetzungen 21
a) Die Beziehungen zwischen Gott und Mensch 23
b) Die Beziehungen zwischen Israel und der Kirche 26
c) Die Beziehungen zwischen den Menschen 31
3. Navigationskünste 36
Abstract 40
Irmtraud Fischer / Rainer Winter, Schrift und Tradition versus sola scriptura und den Leuten aufs Maul schauen? Der konfessionelle Streit um die Bedeutung der Schrift und deren Auslegung auf dem Hintergrund der neueren Rezeptionsdiskussion 42
1. Die Bibel und ihre Auslegungen: Zwei getrennte Bereiche? 42
1.1 Schrift und »Tradition« 42
1.2 Sola scriptura – aber in verständlicher Form 45
1.3 Die Bibel und ihre Auslegung gehören zusammen: Das Zusammenspiel von Text und Lesenden 47
1.4 Von der Wirkungsgeschichte zur Rezeptionsgeschichte 47
2. Von der Auslegung des Textes zu den Kontexten der Rezeption 48
2.1 Die Ästhetik der Rezeption im Kontext der phänomenologischen Tradition 49
2.2 Zwischen Interpretation und Gebrauch: Rezeption im Kontext der Cultural Studies 54
2.3 Die Kreativität des Wilderns: Rezeption als Aneignung bei Michel de Certeau 58
2.4 Zusammenfassung: Von der Ästhetik der Rezeption zum sozialen Gebrauch 60
3. Nur die ausgelegte, rezipierte Bibel bleibt »Bibel« im Sinne einer »Heiligen Schrift« 61
Konrad Schmid, Die Schrift als Text und Kommentar verstehen. Theologische Konsequenzen der neuesten literaturgeschichtlichen Forschung an der Hebräischen Bibel 64
1. Die theologische Bedeutung der historischen Bibelkritik 64
2. Text und Kommentar in der Bibel 66
3. Die Schrift als ausgelegte Schrift 69
a) Gesetze und Gesetzesfortschreibung im Pentateuch 69
b) Prophetische Prophetenauslegung 72
c) Die interpretative Dynamik der Weisheitsliteratur 76
4. Der Kanon als plurale Einheit 77
5. Schriftgemäße Interpretation im Horizont innerbiblischer Schriftauslegung 78
Abstract 79
Bibelwissenschaft 82
Christoph Dohmen, »Libri Veteris Testamenti integri in praeconio evangelico assumpti« (Vat II DV 16). Der erste und größte Teil der christlichen Bibel in katholischer Sicht 84
1. Ursprung und Bedeutung des christlichen Kanons 86
2. Die Bedeutung Markions für eine christliche Bibel 87
3. Die Propheten als Rahmen 89
4. Das Hervortreten der Schrift aus der Tradition 90
5. Keine Schrift ohne Tradition 93
6. Umbruch und Aufbruch 93
Tobias Nicklas, Die Kanonisierung des Neuen Testaments als Prozess von Gemeindebildung? 102
Lutz Doering, Die Rezeption jüdischer Schriften im Neuen Testament 122
1. Autoritative jüdische Schriften im 1. Jahrhundert 122
2. Zur Textform rezipierter Schriften 124
3. Zur Verfügbarkeit rezipierter Texte 125
4. Zur Schriftrezeption einzelner neutestamentlicher Autoren und Texte 126
4.1 Paulus 126
4.2 Markusevangelium 132
4.3 Matthäusevangelium 134
4.4 Lukasevangelium und Apostelgeschichte 137
4.5 Johannesevangelium 140
4.6 Hebräerbrief 142
4.7 Erster Petrusbrief und Judasbrief 144
5. Schlussbemerkung 148
Abstract 149
Judentum 152
Günter Stemberger, Rabbinische Schriftauslegung und mündliche Tradition 154
1. Offenbarung am Sinai 154
2. Der Vorrang der mündlichen Tora 162
Abstract 165
Görge K. Hasselhoff, Der Streit um die messianische Auslegung der Schrift zwischen Juden und Christen in den mittelalterlichen Religionsgesprächen 166
1. Gilbert Crispin, Disputatio iudei et christiani 169
2. Odo Camaracensis, Disputatio contra iudeum Leonem nomine de adventu Christi filii dei 175
3. Rupert von Deutz, Anulus sive dialogus inter christianum et iudeum 177
4. Die Disputationen des 13. Jahrhunderts 181
5. Zusammenfassung und Ausblick 188
Abstract 189
Kirchengeschichte 190
Ludger Schwienhorst-Schönberger, Der vierfache Schriftsinn – ein Einblick und ein Ausblick 192
1 Zweifacher, dreifacher, vierfacher Schriftsinn 198
1.1 Littera gesta docet 202
1.2 Quid credas allegoria 203
1.3 Moralis quid agas 204
1.4 Quo tendas anagogia 206
1.5 Universales Sinngefüge 206
1.6 Kein starres Modell 207
2 Thomas von Aquin 208
3 Ausblick 217
Abstract 219
Peter Walter, Humanistische Schriftauslegung am Beispiel des Jacques Lefèvre d’Etaples und des Erasmus von Rotterdam 220
1. Schaffung neuer philologischer Grundlagen 220
1.1 Die Bibelausgaben und Übersetzungen Lefèvres 220
1.2 Das Neue Testament des Erasmus von Rotterdam 224
2 Regeln der Schriftauslegung und exegetische Arbeit 230
2.1 Lefèvre 230
2.2 Erasmus von Rotterdam 232
3 Lefèvre und Erasmus im Vergleich 238
Volker Leppin, Differenz oder Harmonie. Die Herausbildung der konfessionellen Unterschiede im Schriftverständnis vor spätmittelalterlichem Hintergrund 242
1. Konfessionelle Festlegungen 243
2. Die Dominanz des Harmoniemodells in der mittelalterlichen Theologie 246
3. Formationen des Differenzmodells im Mittelalter im Horizont rechtlicher Fragestellungen 250
4. Die Entstehung des reformatorischen Differenzmodells im rechtlichen Horizont 258
5. Fazit 260
Abstract 261
Wolfgang Augustyn, Inkarnationschristologie in den Bildkünsten des Mittelalters. Ein Beitrag zur Rezeptionsgeschichte des Johannesprologs 262
Abstract 281
Ines Weber, »… Traductions fussent faites sur la Vulgate par des Auteurs Chatholiques« (Richard Simon). Eckpunkte des Schriftverständnisses in der katholischen Aufklärung 282
1. Simons Schriftverständnis 284
a) Die Genese landessprachlicher Übersetzungen und ihre Problematik 284
b) Die Kirche als Garantin der Authentizität der Vulgata 285
2. Das Schriftverständnis der katholischen Gelehrten des deutschen Südwestens 287
a) Die Verbreitung von Bibeln in der Landessprache 288
b) Der Umgang mit dem Vulgatadekret 289
c) Der Umgang mit der Bibel: Lesen, Verstehen, Handeln 291
3. Fazit 295
Systematische Theologie 298
Christiane Tietz, Das Ringen um das Schriftprinzip in der modernen evangelischen Theologie 300
1. Die Krise des Schriftprinzips 300
2. Antworten auf die Krise 305
2.1 Falk Wagner 306
2.2 Friedrich Schleiermacher 309
2.3 Karl Barth 312
Abstract 318
Praktische Theologie 320
Ottmar Fuchs, Praktische Theologie in und mit der konturierten intertextuellen Bibellektüre 322
1. Pastoralliturgische »Leuchttürme« 323
2. Kreatorisch und kontrafaktisch 328
3. Welche Konturiertheit? 331
4. Im Horizont der »Jetztzeit« Walter Benjamins 333
5. Inhaltliche Konturierung 336
6. Zwischen Kanon und vorgängiger bzw. nachgängiger Rezeption 340
7. Am Beispiel von Bibelübersetzungen 345
8. Im Horizont des Paschamysteriums 348
Mirjam Zimmermann, In Wahrheit erfunden. Plädoyer für eine biblische Didaktik, die die Wahrheitsfrage stärker berücksichtigt 354
1. Wahr oder erfunden? Die Simplifizierung der Wahrheitsfrage 354
2. Welche Ansätze liefern die Wahrheitstheorien in Bezug auf biblischeTexte? 356
3. Exemplarische Möglichkeiten zum Umgang mit der Wahrheitsfrage im Unterricht 359
3.1 Die Wahrheitsfrage beim Erzählen und Vorlesen biblischer Texte (Elementar- und Primarstufe) 360
3.2 Die Wahrheitsfrage bei der Erarbeitung von Sozialgeschichte bzw. Archäologie (Sekundarstufe I) 362
3.3 Die Wahrheitsfrage in der kinder- bzw. jugendtheologischen Arbeit mit biblischen Texten (alle Jahrgangsstufen) 364
3.4 Die Wahrheitsfrage beim Kompetenzaufbau zum Thema Bibel in Klasse 10/11 (Sekundarstufe II) 366
3.5 Die Wahrheitsfrage im Rahmen einer Metadiskussion zum Thema Wahrheitstheorien (Sekundarstufe II und Hochschuldidaktik) 368
Abstract 369
Hanspeter Schmitt, Die Bibel als Text und Kontext heutiger Moral? Theorie und Praxis ethischer Schriftauslegung 372
1 Frage 372
2 Problemlagen 374
2.1 Moraltheorie 375
2.2 Verstehenstheorie 375
2.3 Rezeptionstheorie 376
2.4 Glaubenstheorie 377
3 Herausforderung 377
4 Vorarbeiten 378
4.1 Erste ethische Bibelrezeptionen 378
4.2 Frühe hermeneutische Versuche 379
4.3 Unterschiedlich orientierte Beiträge 380
4.4 Kanonisch interessierte Aufbrüche 381
5 Schnittstellen 383
5.1 Leseprozesse (Subjekte) 383
5.2 Kontextbeziehungen (Bedeutungen) 384
5.3 Wertungsperspektiven (Positionen) 385
5.4 Gültigkeitsbedingungen (Legitimationen) 386
5.5 Handlungsgewissheiten (Evidenzen) 387
6 Zusammenhang 388
7 Grundriss 389
7.1 Ethisch relevante Moralebenen 389
7.2 Biblisch gegebene Perspektiven 391
7.3 Kommunikativ erzeugte Einsichten 393
8 Zusammenhang 395
9 Praxis 396
10 Proprium 398
Abstract 399
Register 400
Bibelstellen (Auswahl) 402
Namen und Sachen (Auswahl) 404
JBTh 1 (1986) – 32 (2017) 412
| Erscheint lt. Verlag | 16.7.2018 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Jahrbuch für Biblische Theologie |
| Jahrbuch für Biblische Theologie | Jahrbuch für Biblische Theologie |
| Co-Autor | Wolfgang Augustyn, Ingo Baldermann, Lutz Doering, Christoph Dohmen, Martin Ebner, Berndt Hamm, Görge K. Hasselhoff, Norbert Lohfink sen., Hanspeter Schmitt, Günter Stemberger, Thomas Söding, Peter Stuhlmacher, Christiane Tietz, Peter Walter, Ines Weber, Rudolf Weth, Michael Wolter, Mirjam Zimmermann, Olaf Lange, Rainer Winter, Ludger Schwienhorst-Schönberger |
| Verlagsort | Göttingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie ► Christentum |
| Schlagworte | Bibel • Biblische Theologie • Exegese • Heilige • Jahrbuch • Ökumene |
| ISBN-10 | 3-7887-3052-8 / 3788730528 |
| ISBN-13 | 978-3-7887-3052-9 / 9783788730529 |
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