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Untertanen des Sultans oder des Kaisers (eBook)

Struktur und Organisationsformen der beiden Wiener griechischen Gemeinden von den Anfängen im 18. Jahrhundert bis 1918
eBook Download: PDF
2018 | 1. Auflage
764 Seiten
Vandenhoeck & Ruprecht Unipress (Verlag)
978-3-8470-0782-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Untertanen des Sultans oder des Kaisers -  Anna Ransmayr
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Thema dieses Bandes ist die institutionelle Geschichte der beiden Wiener griechischen Gemeinden im Kontext des habsburgischen Staates sowie ihre Beziehung zum Osmanischen Reich unter den sich verändernden geopolitischen Voraussetzungen. Die Gemeinde zum Hl. Georg der osmanischen Untertanen und die Gemeinde zur Hl. Dreifaltigkeit der k.k. Untertanen, gegründet von christlichen Händlern aus dem Osmanischen Reich, waren geprägt von zwei Charakteristika: Zum einen formte die Zugehörigkeit zu einem der beiden Vielvölkerreiche Identität und Selbstverständnis der »Griechen« und führte zur Trennung der Gemeinden nach Staatsangehörigkeit. Zum anderen resultierte das Leben im Spannungsfeld zwischen der osmanischen Herkunftsgesellschaft und der österreichischen Aufnahmegesellschaft in einer weitgehenden institutionellen Autonomie der Gemeinden. This volume is concerned with the institutional history of the two Vienna Greek communities in the context of the Habsburg Empire as well as their relation to the Ottoman Empire under the changing geopolitical situations. The community of Saint George of the Ottoman subjects and the community of Holy Trinity of the Habsburg subjects, founded by Christian merchants from the Ottoman Empire were characterised by two characteristics. On the one hand the membership to one of the two multi-ethnic Empires formed identity and self-consciousness of the 'Greeks' and led to the separation of the communities according to their nationalities. On the other hand, the tensions between the Ottoman society of origin and the Austrian host society led to a broad institutional autonomy of the communities.

Dr. Anna Ransmayr studierte Byzantinistik und Neogräzistik sowie Klassische Philologie (Griechisch) an der Universität Wien. Seit 2008 ist sie Leiterin der Fachbereichsbibliothek Byzantinistik und Neogräzistik der Universität Wien. Sie ist zudem Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Neugriechische Studien.

Dr. Anna Ransmayr studierte Byzantinistik und Neogräzistik sowie Klassische Philologie (Griechisch) an der Universität Wien. Seit 2008 ist sie Leiterin der Fachbereichsbibliothek Byzantinistik und Neogräzistik der Universität Wien. Sie ist zudem Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Neugriechische Studien.

Title Page 4
Copyright 5
Table of Contents 6
Body 12
Danksagung 12
Einleitung 14
1. Fragestellung und Abgrenzung des Themas 14
2. Methodische Überlegungen 16
2.1. Wer waren die „Griechen”? 17
2.2. Habsburgermonarchie und Osmanisches Reich als Bezugsgrößen 19
2.3. Zum Begriff der „Gemeinde” 20
3. Struktur der Arbeit 21
4. Quellen 23
5. Literatur und Forschungsstand 27
6. Transliteration und Übersetzung 36
1. Die Geschichte der Kapelle zum Hl. Georg vom Friedensvertrag von Karlowitz bis zum josephinischen Toleranzpatent (1699–1781) 38
1.1. Die Kapelle zum Hl. Georg in der Zeit vor dem mariatheresianischen Privilegium des Jahres 1776 38
1.1.1. Die Anwesenheit orthodoxer Händler in Wien nach 1683 38
1.1.2. Die ersten orthodoxen Gottesdienststätten in Wien 39
1.1.3. Die orthodoxen Serben in Österreich 41
1.1.4. Die Anfänge der Georgskapelle und der Streit Trapezountios-Petrovi? 42
1.1.5. Fortsetzung der Auseinandersetzungen zwischen Serben und Griechen bis 1776 49
1.2. Das Privilegium Maria Theresias für die Bruderschaft zum Hl. Georg von 1776 59
1.2.1. Inhalt und Bedeutung des Privilegiums von 1776 59
1.2.2. Zur Definition der Bruderschaft zum Hl. Georg 62
1.3. Exkurs: Parallelen zwischen der Geschichte der Bruderschaft zum Hl. Georg und der Gemeinde der sephardischen Juden in Wien 65
2. Die Verwaltung und Organisation der beiden Wiener griechischen Gemeinden in der Toleranzzeit und im Vormärz (1781–1848) 68
2.1. Die josephinische Religionspolitik und das Toleranzpatent von 1781 68
2.1.1. Das Toleranzpatent Josephs II. von 1781 69
2.1.2. Weitere kirchenpolitische Maßnahmen Josephs II. 70
2.2. Die Erneuerung des Privilegiums für die Bruderschaft zum Hl. Georg durch Joseph II. im Jahr 1782 72
2.2.1. Die gedruckte Ausgabe des Privilegiums Josephs II. von 1783 74
2.2.2. Die Bestätigungen des Privilegiums durch Leopold II. und Franz II./I. 76
2.3. Die Annahme der österreichischen Staatsangehörigkeit 77
2.3.1. Die Definition der österreichischen Staatsbürgerschaft und die Sonderstellung der osmanischen Untertanen 80
2.3.2. Beispiel: Demeter Theocharides 84
2.4. Die Gründung der Gemeinde zur Hl. Dreifaltigkeit 86
2.4.1. Gründe für Streitigkeiten und Gemeindespaltungen in anderen Städten der Habsburgermonarchie 87
2.4.1.1. Ethnische Konflikte zwischen Griechen und Serben 87
2.4.1.2. Andere Gründe für interne Konflikte und Gemeindespaltungen 89
2.4.2. Die Spaltung der Wiener griechischen Händler in osmanische und k.k. Untertanen 91
2.4.3. Konstituierung der Gemeinde zur Hl. Dreifaltigkeit 96
2.4.4. Verhandlungen über den Kauf der ehemaligen Klosterkirche St. Jakob auf der Hülben 97
2.4.5. Das Privilegium für die Gemeinde zur Hl. Dreifaltigkeit (29. Jänner 1787) 103
2.4.6. Kirchenbau und Errichtung eines Glockenturmes 105
2.4.7. Die Bestätigung des Privilegiums durch Franz II./I. und ein letzter Versuch der Einflussnahme durch die Metropolie von Karlowitz 109
2.5. Der Bau der Kirche zum Hl. Georg 113
2.6. Konflikte in Bezug auf die Verwaltung und die Frage nach der Definition der Gemeinde zur Hl. Dreifaltigkeit 116
2.6.1. Die Gemeindeverwaltung in den Jahren nach der Gründung und ein erster Konflikt um die Finanzen der Gemeinde (1799) 116
2.6.2. Der Streit um die Statuten (1800–1807) 123
2.6.2.1. Der erste Statutenentwurf von Demeter Darvar (????? ??? ????????) aus dem Jahr 1801 123
2.6.2.2. Die Gründung der griechischen Nationalschule 128
2.6.2.3. Die Statuten der Gemeinde vom 1. April 1805 (der „Generalplan”) 131
2.6.2.4. Von Johann Darvar beim Magistrat eingereichte Statuten (1807) 141
2.6.2.5. Der Streit um die Statuten vor dem Wiener Magistrat und der Niederösterreichischen Landesregierung 148
2.7. Der Konflikt um die Organisation der Gemeindeverwaltung bei der Bruderschaft zum Hl. Georg (1812) 153
2.8. Die gedruckte Ausgabe der Privilegien für die Gemeinde zur Hl. Dreifaltigkeit von 1822 154
2.9. Weitere Entwicklungen in Bezug auf die Verwaltung beider Gemeinden bis 1848 157
2.9.1. Die Erweiterung des Privilegiums der Bruderschaft zum Hl. Georg (1834) 157
2.9.2. Weitere Gültigkeit der Privilegien unter Ferdinand I. 160
2.9.3. Die Errichtung der griechischen Abteilung am Friedhof von St. Marx 161
3. Die Gemeinden von 1848 bis 1918: Mitgliederschwund und ethnische Differenzierung 164
3.1. Die Religionspolitik Franz Josephs in Bezug auf die nicht katholischen Konfessionen 165
3.2. Die Gründung der serbischen Kirchengemeinde in Wien 171
3.3. Der Mitgliederschwund und die Geschäftsordnung der Gemeinde zur Hl. Dreifaltigkeit von 1861 177
3.3.1. Die Geschäftsordnung der Gemeinde zur Hl. Dreifaltigkeit von 1861 177
3.3.2. Implikationen des Mitgliederschwunds auf die Definition der Gemeinde zur Hl. Dreifaltigkeit 183
3.4. Die Neuabgrenzung der orthodoxen Kirchengemeinden Wiens nach ethnischen bzw. nationalstaatlichen Kriterien 186
3.4.1. Der Bau der Kirche zum Hl. Sava und die endgültige Errichtung der serbischen Kirchengemeinde in Wien 186
3.4.2. Der Statthaltereierlass von 1893 188
3.5. Die Unterordnung der beiden griechischen Gemeinden unter die Metropolie von Czernowitz (1883) und der Konflikt mit den Rumänen in der Gemeinde zur Hl. Dreifaltigkeit 195
3.5.1. Die Unterstellung der Wiener griechischen Gemeinden unter die Metropolie von Czernowitz 196
3.5.2. Der Konflikt mit den Rumänen um die Pfarre zur Hl. Dreifaltigkeit 202
3.5.2.1. Die Privilegienausgabe der Gemeinde zur Hl. Dreifaltigkeit von 1899 204
3.5.2.2. Die Geschäftsordnung der Gemeinde zur Hl. Dreifaltigkeit von 1901 206
3.5.2.3. Die „neuen Satzungen” der Gemeinde zur Hl. Dreifaltigkeit von 1909 210
3.5.2.4. Die Erhebung weiterer Ansprüche auf die Pfarre zur Hl. Dreifaltigkeit von rumänischer Seite und die Errichtung der rumänischen Pfarrexpositur 216
3.6. Gegenseitige Konkurrenz der beiden Wiener griechischen Gemeinden 221
3.6.1. Streitfälle über die Pfarrjurisdiktion zwischen den beiden griechischen Gemeinden 223
3.6.2. Die erste Geschäftsordnung der Gemeinde zum Hl. Georg (1907) 229
3.6.3. Die Tilgung des Hinweises auf die „türkischen Untertanen” aus dem Namen der Gemeinde zum Hl. Georg 230
3.7. Epilog: Die Wiener griechischen Gemeinden in den 1920er Jahren 238
4. Zahlenmäßige und räumliche Präsenz der Griechen in Wien 246
4.1. Demografische Entwicklung und Sozialstruktur der Griechen in Wien 246
4.1.1. Konskriptionen und Volkszählungen 247
4.1.1.1. Die Konskription von 1766–67 248
4.1.1.2. Das „Register der Namen aller hier befindlichen Griechen, welche türkische Unterthanen sind” (1808) 251
4.1.1.3. Daten aus Volkszählungen 254
4.1.2. Händlerlisten 257
4.1.2.1. Die griechischen Händler und der österreichische Staatsbankrott von 1811 259
4.1.2.2. Der Rückgang des Balkanhandels mit Wien ab den 1860er Jahren 268
4.1.3. Pfarrmatriken 270
4.1.4. „Mitgliederlisten” und ähnliche Quellen aus den beiden griechischen Gemeinden 276
4.1.5. Conclusio 283
4.2. Die räumliche Präsenz: Das Griechenviertel 285
4.2.1. Häuser als Investition 288
4.2.2. Die Kirchen 318
4.2.3. Das „griechische Kaffeehaus” als Treffpunkt 322
4.2.4. Conclusio 327
5. Identität und Selbstwahrnehmung in den beiden Wiener griechischen Gemeinden 328
5.1. Multiple Identitäten und wechselnde Loyalitäten 328
5.1.1. Treue Untertanen des Sultans oder des Kaisers? 329
5.1.2. Beziehungen zu den neuen Balkanstaaten am Beispiel Griechenlands 342
5.2. Bürgerliches Selbstverständnis und Mechanismen der Inklusion/Exklusion 351
5.2.1. Fallbeispiel: Die Curtis, eine Familienkarriere 357
5.3. Intellektuelle Außenseiter: Lehrer und Pfarrer 363
6. Conclusio 370
Editionsteil 374
Editionsgrundsätze 374
Quellentexte 375
Abkürzungsverzeichnis 714
Verzeichnis der Abbildungen, Karten, Tabellen und Diagramme 716
Quellen- und Literaturverzeichnis 718
1. Archivquellen 718
2. Gedruckte Primärquellen 719
3. Sekundärliteratur 723
Abstract 748
Personenregister 750

Erscheint lt. Verlag 16.7.2018
Zusatzinfo mit 20 Abbildungen
Verlagsort Göttingen
Sprache deutsch
Themenwelt Geschichte Teilgebiete der Geschichte Kulturgeschichte
Schlagworte 18. Jahrhundert • 19./20. Jahrhundert • Griechenland /Geschichte • Habsburger Monarchie • Kaiser • Kirchengemeinschaft • Kirchengeschichte • Migrationsforschung • Orthodoxe Kirche • Osmanisches Reich • Staatsangehörigkeit • Wien/Geschichte • Wirtschaftsgeschichte
ISBN-10 3-8470-0782-3 / 3847007823
ISBN-13 978-3-8470-0782-1 / 9783847007821
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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