Dynamik und Diversität des Gottesdienstes (eBook)
344 Seiten
Verlag Herder GmbH
978-3-451-82289-6 (ISBN)
Albert Gerhards, geb. 1951, Dr. theol., Professor für Liturgiewissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn; Benedikt Kranemann, geb. 1959, Dr. theol., Professor für Liturgiewissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt.
Albert Gerhards, geb. 1951, Dr. theol., Professor für Liturgiewissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn; Benedikt Kranemann, geb. 1959, Dr. theol., Professor für Liturgiewissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt.
Dynamik und Diversität des Gottesdienstes Albert Gerhards/Benedikt Kranemann (Hg.) 1
Impressum 5
Inhalt 6
Albert Gerhards / Benedikt Kranemann Einleitung 8
Albert Gerhards Wozu und wie heute Liturgiegeschichtsschreibungbetreiben? 16
1. Guardinis Fragezeichen 16
2. Widersprüchliche Zugriffsweisen auf die Geschichte 18
3. Die „norma patrum" als vorrangiges Kriterium? 20
4. Die Ausrichtung der Liturgiewissenschaft in der Diskussion 22
5. Problematische Geschichtsbilder 24
6. Liturgiehistorischer Dekonstruktivismus 26
7. Bereiche und Themen künftiger Liturgiegeschichtsschreibung 29
8. Fazit 32
Michael Meyer-Blanck Bilder der Liturgiegeschichte in der Ökumene 34
1. Bilder entwerfen 34
2. Leitende Bilder in der Geschichtswissenschaft 39
2.1 Entwicklung und „Historismus" 40
2.2 Subjektivität und „Geisteswissenschaft" 42
2.3 Konstruktivismus, Dekonstruktion und die Rede vom „Ende der Geschichte" 43
3. Entwicklung, Subjektivität und Dekonstruktion am Beispiel: Das Bild von der Aufklärungsliturgik in der evangelischen Liturgiewissenschaft 45
Benedikt Kranemann Gelebter Glaube – gefeierte Liturgie 53
1. Liturgiegeschichtsschreibung im Aufbruch 53
2. Die Liturgiegeschichte im Blick neuerer Überblicksdarstellungen 57
3. Was meint „Liturgiegeschichte“? 65
4. Veränderte Fragestellung: Liturgiegeschichte als Teil der Geschichte religiöser Praxis 72
Andreas Odenthal „Rituelle Erfahrung" – historisch 77
These 1 80
These 2 82
These 3 84
Beispiel 1: Die Kreativität des Gregorianischen Chorals und die Zuschreibung von Intangibilität 86
Beispiel 2: Die Intangibilität des Canon Romanus und seine Neuinterpretation seit dem Frühen Mittelalter 90
Beispiel 3: Die ‚Objektivität‘ des Messordo und die ‚Subjektivität‘ des Priesters 93
These 4 95
These 5 98
These 6 100
These 7 102
Friedrich Lurz Lebensgeschichte und liturgische Wirklichkeit 105
1. Ein jüngerer methodischer Ansatz 105
2. Die Relevanz des Gottesdienstes für das eigene Leben 107
2.1 Regelmäßige Gottesdienste und Kirchenjahr 108
2.2 Gottesdienste an den Lebenswenden 111
2.3 Ergänzende Informationen über gottesdienstliche Praktiken 115
2.4 Liturgie und Krisenerfahrungen 117
3. Die Tragweite des Ansatzes für die Liturgiegeschichtsschreibung 122
3.1 Die Relevanz für die Liturgiegeschichtsschreibung 122
3.2 Die Relevanz für systematische und praktische Dimensionen der Liturgiewissenschaft 125
Teresa Berger Gottesdienst und Geschlechterdifferenzen im Wandel 127
1. Gottesdienstliches Leben und Genderfragen heute 129
2. Liturgiegeschichtliche Skizzen 134
2.1 Taufe: Ritual und Geschlechterdifferenz 134
2.2 Gottesdienstliches Leben: geschlechterdifferente Einschränkungen 140
2.3 Gottesdienstliche Leitung, Körper und Geschlecht 142
2.4 Die Herausbildung einer spezifisch priesterlichen Maskulinität 147
3. Gottesdienstliches Leben und Geschlechtervielfalt heute 150
Harald Buchinger Liturgiegeschichte im Umbruch – Fallbeispiele aus der Alten Kirche 153
1. Einleitende Selbstvergewisserung 153
2. Ausgewählte Fallbeispiele 157
2.1 Eucharistiefeier, Eucharistiegebet und Wortgottesdienst 157
Eucharistiefeier: Mess-Typ, Symposiums-Typ etc. 157
Eucharistiegebet: Struktur, Adressat, Elemente 161
„Wortgottesdienst" 164
2.2 Initiation 165
2.3 Osterfeier 167
Zeitansatz und Dauer der Paschavigil 167
Österliche Tauffeier 169
Mimetische Festkreise 169
Das Triduum in der Spätantike: Theologie, nicht Liturgie 171
Vorösterliche und österliche Festzeiten 173
2.4 Theologie, Hermeneutik und Relevanz der Liturgie 175
Priorität der liturgischen Erfahrung oder der theologischen Entfaltung? 175
Exegetischer und kultischer Mysterienbegriff 176
Kultische Reinterpretation des christlichen Gottesdienstes 177
Zur faktischen Relevanz der Liturgie 179
Notwendigkeit und Berechtigung christlicher Feiern 180
3. Konsequenzen für die Aufgaben des Faches 180
3.1 Historische Methode 181
3.2 Systematische Dimension und fundamentalliturgische Fragen 182
3.3 Verhältnis zur Praxis 184
Jürgen Bärsch Ritengenetik oder Kulturgeschichte? 186
1. Traditionelle Geschichtsbilder vor neuen Herausforderungen 187
2. Soziale Gruppen und Räume barockzeitlicher Liturgie 191
2.1 Höfe, Residenzen 192
2.2 Kathedralen und Stiftskirchen 194
2.3 Ordens- und Wallfahrtskirchen 197
2.4 Pfarrkirchen 199
2.5 Hausliturgie und Bruderschaften 202
3. Vielfalt gottesdienstlichen Lebens 205
4. Kulturelle Prägungen der Barockliturgie 207
5. Liturgiegeschichte als Teil der Kulturgeschichte? 211
Matthias Schneider Die Orgeltabulaturen aus Celle (1601) und Visby (1611) als Quellen der Liturgiewissenschaft 213
1. Celle und Visby: Zwei Orgeltabulaturen mit liturgischer Orgelmusik 214
1.1 Die Celler Tabulatur (1601) 214
1.2 Die Visbyer Tabulatur (1611) 215
1.3 Bearbeitungen zu Kyrie und Gloria in Celle und Visby 217
2. Weitere Quellen zur liturgischen Orgelmusik 220
2.1 Kirchenordnungen 220
2.2 Orgeln 222
2.3 Probespiele 225
3. Fazit 227
Lea Lerch „Am Mittelalter zu Bewusstsein bringen, was uns fehlt" 228
1. Hinführung 228
2. „Nominalismus“ und „Individualismus“: Geschichtsbilder und Modernekritik bei Guardini 231
3. Das Mittelalter als „Wesensmöglichkeit" – zeitgenössische Gegenwartsbezüge von Guardinis Mittelalterbild 240
4. Ausblick: Geschichtsbilder und Modernedeutungen vor dem Zweiten Vatikanum 246
Stephan Winter „Die Kirche erwacht in den Seelen“ und „Die Lebenden haben Recht" 249
1. Einleitung und Gliederung 249
2. Beispiel 1: Geschichtsbild und Kirchenverständnis bei Lambert Beaudin als einem Hauptakteur des „Mechelner Ereignisses" (1909) 250
3. Beispiel 2: Guardinis Konzeption der Vermittlung von Individuum und Gemeinschaft in der Kirche auf den Spuren ‚des Mittelalters? 255
4. Beispiel 3: Friedrich Spittas Sicht auf den „Gottesdienst des Urchristentums und seine Bedeutung für die Liturgische Praxis der Gegenwart" 263
5. Resümee und Ausblick 274
Martin Klöckener Liturgiegeschichtsschreibung seit dem 19. Jahrhundert: Methoden und Ziele im Wandel 281
1. Der Ausgangspunkt: Liturgiewissenschaft des 17. bis frühen 19. Jahrhunderts 282
2. Die römische Orientierung der katholischen Liturgiegeschichtsforschung und ihr Einfluss auf die Methoden: Prosper Guéranger OSB (1805 –1875) 286
3. Liturgisches Einheitsparadigma und früher Liturgievergleich in Deutschland: der Breslauer Pastoraltheologe und Liturgiehistoriker Ferdinand Probst (1816 –1899) 290
4. Liturgiegeschichtsschreibung als exakte, desinteressierte Geschichtsforschung: Louis Duchesne (1843 –1922) 293
5. Benediktinische Programme liturgiegeschichtlicher Forschung zu Beginn des 20. Jahrhunderts 295
5.1 Fernand Cabrol (1855 –1937)Unter 295
5.2 Leo Kunibert Mohlberg (1878 –1963) 296
6. Philologische Methoden in der Liturgiegeschichtsforschung 299
7. Die genetische Liturgiegeschichtsschreibung: Josef Andreas Jungmann SJ (1889 –1975) und seine „Nachfolger" 302
8. Die „Vergleichende Liturgiewissenschaft“ („Liturgie comparée“) des Anton Baumstark (1872–1948) und seiner Schule 306
9. Liturgiegeschichtsforschung in kultur- und geistesgeschichtlichem Zusammenhang: Anton Ludwig Mayer (1891–1982) 309
10. Zusammenfassende Beobachtungen und Perspektiven 312
Birgit Jeggle-Merz Liturgiegeschichte im Umbruch 315
1. Liturgiegeschichte im Umbruch – Was meint das? 315
2. Geschichtsbild und Liturgiegeschichte 316
3. Geschichtsbilder als Konstruktion von Identität 319
Beispiel 1: Rezeption der Traditio apostolica 319
Beispiel 2: Liturgiegeschichtsschreibung und die Fokussierung auf Hochliturgie 321
4. Geschichtsbilder und der Streit um die Deutung von Geschichte 322
Beispiel 3: Die Kontroverse um die Zelebrationsrichtung 323
5. Geschichtsbilder als Metapher für gefestigte Vorstellungen und Deutungen der Vergangenheit 327
Beispiel 4: Das „mittlere Alter" zwischen Antike und Renaissance und das Geschichtsbild der Liturgischen Bewegung sowie der Liturgiereform im 20. Jahrhundert 328
Beispiel 5: Zur Geschichtlichkeit der Abendmahlsberichte 332
Beispiel 6: Der jüdisch-christliche Dialog und die neue Sicht auf die Liturgiegeschichte 336
6. Liturgiegeschichtsforschung und die verschiedenen Geschichtsbilder 337
Beispiel 7: Ordentlicher und außerordentlicher Ritus 338
Beispiel 8: „Der Geist der Liturgie". Ein Hinweis von Angelus Häußling 340
7. Fazit: Geschichtsbilder und „Liturgiegeschichte im Umbruch" 341
Autorinnen und Autoren 343
| Erscheint lt. Verlag | 18.4.2018 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Quaestiones disputatae |
| Co-Autor | Jürgen Bärsch, Teresa Berger, Jan Brademann, Harald Buchinger, Albert Gerhards, Lea Herberg, Birgit Jeggle-Merz, Martin Klöckener, Benedikt Kranemann, Friedrich Lurz, Michael Meyer-Blanck, Andreas Odenthal, Matthias Schneider, Stephan Winter |
| Verlagsort | Freiburg im Breisgau |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie ► Christentum |
| Schlagworte | Gottesdienst • Heilige Messe • Katholische Kirche • Liturgiewissenschaft • Theologie |
| ISBN-10 | 3-451-82289-X / 345182289X |
| ISBN-13 | 978-3-451-82289-6 / 9783451822896 |
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