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Jude oder preußischer Bürger?

Die Emanzipationsdebatte im Spannungsfeld von Regierungspolitik, Religion, Bürgerlichkeit und Öffentlichkeit (1780–1847)

(Autor)

Buch | Hardcover
483 Seiten
2018
Vandenhoeck & Ruprecht (Verlag)
978-3-525-37062-9 (ISBN)
CHF 132,95 inkl. MwSt
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Die jüdische Verbürgerlichung im Vormärz kann als Misserfolgsgeschichte der Integration gelesen werden.
Die ›Judenfrage‹ entwickelte sich seit 1780, in Reaktion auf die Schrift von Christian Wilhelm Dohm, und erfuhr mit der begrifflichen Prägung durch Bruno Bauer 1842 ihre vollständige Ausprägung. Sie wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem zentralen Begriff für die Probleme im Zusammenleben von Deutschen und Juden und bündelte zahlreiche politische, soziale, gesellschaftliche und religiöse Konfliktlinien, die sich insbesondere in den verschiedenen Debatten im Zeitraum zwischen 1780 und 1847 widerspiegelten. Die vorliegende Publikation untersucht die Herausbildung der ›Judenfrage‹ in der Wechselwirkung von öffentlicher Debatte, Regierungspolitik und gesellschaftlicher (bürgerlicher) Entwicklung in Preußen. Diese drei Ebenen beeinflussten sich, auch auf Grund des fehlenden Parlaments, intensiv und verstärkten das zeitgenössische Problembewusstsein, eröffneten aber auch immer wieder vollkommen neue Sichtweisen und Aktionsmöglichkeiten. Dabei existierte weder auf jüdischer noch auf nichtjüdischer Seite ein mehrheitlich akzeptiertes Handlungsmodell für den Umgang mit der jüdischen Minderheit, was sich in der Vielfältigkeit von Beziehungs- und Integrationskonzepten offenbarte. Die unterschiedlichen Varianten der zeitgenössischen Diskussion über die ›Judenfrage‹ können dabei die sich permanent ändernden Austauschprozesse zwischen Mehrheits- und Minderheitskultur und die sich verändernden Grenzen zwischen ihnen veranschaulichen.

Anne Purschwitz ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA) sowie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Lehrstuhl: Wirtschafts- und Sozialgeschichte).

Manfred Hettling war bis 2021 Professor für Neuere Geschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und ist Mitherausgeber von „Bürgertum. Neue Folge“; 2015 und 2022/23 war er Gastprofessor an der Universität Tokio.

Prof. Dr. Paul Nolte ist Professor für Neuere Geschichte mit dem Schwerpunkt Zeitgeschichte an der Freien Universität Berlin.

Erscheinungsdatum
Reihe/Serie Bürgertum Neue Folge ; Band 016
Mitarbeit Herausgeber (Serie): Manfred Hettling, Paul Nolte
Zusatzinfo mit 14 Graphiken
Verlagsort Göttingen
Sprache deutsch
Maße 32 x 237 mm
Gewicht 924 g
Themenwelt Geschichte Allgemeine Geschichte Neuzeit (bis 1918)
Geisteswissenschaften Geschichte Regional- / Ländergeschichte
Schlagworte 18. Jahrhundert • 19. Jahrhundert • Bürgertum • Debatte • Gesellschaftliche Integration • jüdische Minderheit • Preußen
ISBN-10 3-525-37062-8 / 3525370628
ISBN-13 978-3-525-37062-9 / 9783525370629
Zustand Neuware
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