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Zwischen Wienerlied und Der Kleine Kohn (eBook)

Juden in der Wiener populären Kultur um 1900
eBook Download: PDF
2017 | 1. Auflage
207 Seiten
Vandenhoeck & Ruprecht Unipress (Verlag)
978-3-647-57052-5 (ISBN)

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Zwischen Wienerlied und Der Kleine Kohn -  Klaus Hödl
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Die Untersuchung des Engagements von Juden in der Wiener Populärkultur um 1900 ist ein in der Forschung bisher vernachlässigtes Vorhaben. Daher widmet sich Klaus Hödl eingehend ausgewählten Aspekten jüdischer Beiträge in der Unterhaltungskultur um 1900 und legt seinen Schwerpunkt auf jüdische Volkssänger und Varietés. Die zentrale Aussage des Manuskriptes ist, dass die sogenannte Populärkultur in Wien um 1900 von Juden und Nichtjuden gemeinsam gestaltet wurde. An einer Reihe konkreter Beispiele zeigt Hödl auf, dass die Kooperationen zwischen ihnen mannigfaltig und ihre Beziehungen auch auf privatem Gebiet sehr eng waren. Trotzdem gab es aber auch Antisemitismus. Allerdings scheint er weniger ausgeprägt und radikal als in anderen gesellschaftlichen Bereichen gewesen zu sein. Jüdische Volkssänger reagierten auf ihn, indem sie einerseits die Grundlage für eine ethnische und kulturelle Zugehörigkeit im performativen Engagement anstatt in Herkunft und Abstammung sahen. Andererseits schrieben sie jüdische Existenz in die Vergangenheit ein. Sie bemühten sich mit anderen Worten um das gegenwärtig sehr populäre Konzept der shared oder entangled history.

Dr. Klaus Hödl ist Historiker am Centrum für Jüdische Studien an der Universität Graz.

Dr. Klaus Hödl ist Historiker am Centrum für Jüdische Studien an der Universität Graz.

Title Page 4
Copyright 5
Table of Contents 6
Body 10
Vorwort 10
Einleitung 14
Zur Tradition jüdischer Unterhaltungskünstler in Wien 20
Fragestellungen 23
1. Juden in der Wiener Populärkultur um 1900 als Forschungsdesiderat 26
1.1 Zur Identifizierung jüdischer Kulturschaffender in der Populärkultur 29
1.2 Die subversive Dimension der Populärkultur 33
1.3 Die Akkulturationsgeschichtsschreibung 35
Beispiele der Konstruktion des Jüdischen in der populären Literatur 40
1.4 Auslassungen in jüdischen Zeitungen 42
1.4.1 Zur Abgrenzung jüdischer von nichtjüdischen Zeitungen 43
1.4.2 Gründe für die selektive Berichterstattung der jüdischen Presse 45
1.4.3 Die Rezeption allgemeiner Zeitungen durch Juden 51
1.4.4 Unterschiede in der Deutung von Ereignissen 56
2. Jüdische Volkssänger und Artisten in Wien um 1900 60
2.1 Die Nestroysäle 61
2.2 Die Folies Comiques 64
2.3 Die Lemberger Singspiel-Gesellschaft 67
Die Verdrängung von Jiddisch durch den Jargon 69
2.4 Die Gesellschaft Fischer 77
2.5 Die Gesellschaften Hirsch und Kassina 81
2.6 Die Budapester Orpheumgesellschaft 83
2.7 Grenzziehungen zwischen jüdischen und nichtjüdischen Gruppen 85
Das Etablissement Apollo und das Danzer's Orpheum 88
Das Kriterium der jüdischen Differenz 91
2.8 Zusammenfassung 94
3. Jüdisch-Sein unter den Wiener Volkssängern 98
Exkurs: Der „Volkssängerkrieg“ im frühen 20. Jahrhundert 99
Konflikte in der Welt der Wiener Volkssänger 101
3.1 Die Volkssängerversammlung im „Goldenen Luchsen“ am 27. Dezember 1901 103
3.1.1 Fazit der Versammlung im „Goldenen Luchsen“ 108
3.1.2 Die ‚Polnischen? in Wien 109
3.2 Erster österreichischer Volkssänger- und Gesangs-Artisten-Tag (27. Oktober 1902) 110
3.2.1 Zur Krise des Volkssängerstandes 112
3.2.2 Die Volkssänger im Kontext der Moderne 114
3.3 Der Übergang vom Konflikt zum „Krieg“ 119
3.3.1 Der ‚Verrat? von Albert Hirsch an seinen Volkssängerkollegen 123
3.3.2 Von den polnischen Artisten zu den polnischen Juden 125
3.3.3 Performative Teilhabe als Kriterium der Zugehörigkeit 128
3.3.4 Der „Volkssängerkrieg“ vor Gericht 130
3.3.5 Nachwirkungen des „Volkssängerkrieges“ 132
3.4 Die Deutung des Konfliktes unter den Volkssängern 134
3.4.1 Annäherungen an Albert Hirschs Jüdisch-Sein 140
3.5 Zusammenfassung 142
4. Jüdische Fluchtorte um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert 146
4.1 Der Rückzug in die Vergangenheit 146
Jüdische Differenz im Topos von Alt-Wien 149
4.2 Der Übergang von der Vergangenheit zur Gegenwart 156
4.2.1 Von der Vorstadt zum Prater 161
4.2.2 Zwei Arten von Gegenwart 162
4.3 Die flüchtige Gegenwart 165
4.3.1 „Der kleine Kohn“ 166
4.3.2 Zum Inhalt von Der kleine Kohn 168
4.5 Die verharrende Gegenwart 171
Die Reise nach Grosswardein 172
4.6 Zusammenfassung 174
5. Von der Differenz zur Ähnlichkeit 176
5.1 Der Kampf gegen den Antisemitismus 176
5.1.1 Die Sprache als Indiz des Jüdisch-Seins 177
5.1.2 Die Physis der Juden 179
5.1.3 Das Verschwimmen von Realität und Fiktion 181
5.2 Eine Antwort auf den zeitgenössischen Antisemitismus 182
Aspekte der anti-zionistischen Persiflage 183
5.3 Artikulationsformen von Jüdisch-Sein 186
Inklusivität, Individualität, Interaktionalität, Performanz 186
5.4 Das Konzept der Ähnlichkeit 187
6. Schlussbemerkungen 192
Bibliographie 196
Internetquellen 207
Abkürzungen 208

Erscheint lt. Verlag 4.12.2017
Reihe/Serie Jüdische Religion, Geschichte und Kultur
Jüdische Religion, Geschichte und Kultur
Mitarbeit Herausgeber (Serie): Michael Brenner, Stefan Rohrbacher
Verlagsort Göttingen
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften Religion / Theologie Christentum
Schlagworte 19./20. Jahrhundert • Judentum • Kulturleben • Wien
ISBN-10 3-647-57052-4 / 3647570524
ISBN-13 978-3-647-57052-5 / 9783647570525
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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