Gottes transformatives Handeln (eBook)
324 Seiten
Vandenhoeck & Ruprecht Unipress (Verlag)
978-3-647-56458-6 (ISBN)
Dr. Lisanne Teuchert ist Vikarin in Augsburg und war bis 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im interdisziplinären Studiengang des Elitenetzwerks 'Ethik der Textkulturen' in Bayern.
Dr. Lisanne Teuchert ist Vikarin in Augsburg und war bis 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im interdisziplinären Studiengang des Elitenetzwerks "Ethik der Textkulturen" in Bayern.
Title Page 4
Copyright 5
Vorwort 8
Body 16
1. Grundlegung 16
1.1 Die Krise der Vorsehungslehre und die Vielfalt der Reaktionen 16
1.2 Chancen einer eschatologischen Orientierung 21
1.3 Zum Verhältnis von Vorsehungslehre und Eschatologie 24
1.3.1 Vorsehungslehre als Eschatologie? Ansätze eschatologischer Schöpfungstheologie und ihre Kritik 24
1.3.1.1 Gloege: Vom Sinn der Weltgeschichte (1965) 25
1.3.1.2 Die Prozesstheologie 26
1.3.1.3 Pannenberg: Eschatologie, Gott und Schöpfung (1971) 27
1.3.1.4 Moltmann: Schöpfung als offenes System (1977) 30
1.3.1.5 Krötke: Kritik eschatologischer Schöpfungstheologien 33
1.3.2 Eschatologie als Vorsehungslehre – eine Alternative? 43
1.3.2.1 „Geschichtstheologie“ im Allgemeinen 43
1.3.2.2 Die liberale Variante 44
1.3.3 Analogie und Komplementarität: das Verhältnis von Vorsehungslehre und Eschatologie 47
1.4 Transformative Neuschöpfung als Modell für das Verhältnis von Vorsehungslehre und Eschatologie 49
1.4.1 Transformative Neuschöpfung im Anschluss an die skizzierten Modelle 49
1.4.2 Operationalisierung des Konzepts: Entwicklung von Fragestellungen 52
1.4.3 Abgrenzung zu anderen Verhältnisbestimmungen zwischen alter und neuer Schöpfung 53
1.5 Implikationen für das Verhältnis von Welthandeln und Heilshandeln 55
1.6 Die Auswahl der theologischen Entwürfe 57
1.6.1 Die behandelten Entwürfe 57
1.6.2 Weitere Einzelbeiträge im deutschsprachigen evangelischen Raum 59
1.6.2.1 Regin Prenter: „Schöpfung und Erlösung“ (1960) 59
1.6.2.2 Gerhard Gloege: Vom Sinn der Weltgeschichte (1965) 61
1.6.2.3 Ernst Saxer: Vorsehung und Verheißung Gottes (1980) 62
1.6.2.4 Michael Beintker: Die Frage nach Gottes Wirken im geschichtlichen Leben (1993) 65
1.7 Begriffliches und Vorgehen 67
1.7.1 Grundlegende Begriffe zur Vorsehungslehre 67
1.7.1.1 Zu den Begriffen „Vorsehung“/„Vorsehungslehre“/„Handeln Gottes“ 67
1.7.1.2 Verwendete Typisierungen 70
1.7.2 Grundlegendes zum Begriff „Eschatologie“ 71
1.7.3 Vorgehen dieser Arbeit 72
2. Durchwirkung des „Daseinsgefüges“ durch neugeschaffene Person-Welt-Bezüge: Romano Guardini 74
2.1 Grundlegendes zum theologischen Ansatz 75
2.1.1 Welt und Person 75
2.1.2 Die ethische „Situation“ 77
2.2 Zur Vorsehungslehre: Ausrichtung auf das Reich Gottes 78
2.2.1 Gesinnung zwischen Welt und Person 78
2.2.2 Auslegung von Mt 6,33: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes…“ 79
2.2.2.1 Guardinis Auslegung 79
2.2.2.2 Exkurs zur Auslegungsgeschichte von Mt 6,33 82
2.2.2.3 Abgrenzung von hergebrachten Vorsehungsvorstellungen 84
2.2.2.4 Die Einübung der Reich-Gottes-Suche 85
2.2.3 Die Verwandlung von Schicksal in Vorsehung 86
2.2.4 Vorsehung und Ethik 90
2.2.5 „Objektive“ und „subjektive“ Elemente 92
2.2.6 Eine kosmologische Dimension der Vorsehungslehre? (Röm 8) 95
2.2.7 Der eschatologische Charakter der Vorsehung 97
2.3 Guardinis Ansatz als Modell transformativer Neuschöpfung 98
2.3.1 Charakterisierung des Modells 98
2.3.2 Analoges und komplementäres Verhältnis von Vorsehungslehre und Eschatologie 103
2.3.3 Verbindung zu eschatologischen Modellen: Transformation – Verbergung/Enthüllung – Vervollkommnung 106
2.4 Kritische Würdigung 109
3. Transformative Neuschöpfung durch flexible Reaktionen im responsorischen Prozess: der „Open theism“ 112
3.1 Grundlegendes zum theologischen Ansatz 113
3.1.1 Offene Zukunft (statt Allwissenheit) 113
3.1.2 Offener Gott (statt Aseität) 114
3.1.3 No monopoly on power: dämonische Mächte und free will defense (statt Allmacht) 114
3.1.4 Positive Bestimmung des Gottesbildes 117
3.1.5 Begriff 118
3.1.6 Positionierungen 119
3.1.6.1 Das Verhältnis des Open theism zur Prozesstheologie 119
3.1.6.2 Konfessionelle Verortung 120
3.2 Zur Vorsehungslehre: Das Handeln Gottes auf dem Zick-Zack-Kurs 121
3.2.1 Biblische Impulse 122
3.2.2 Übergreifende Ziele statt detaillierte Kontrolle 124
3.2.3 Hermeneutische Einordnung 126
3.3 Der Open theism als Modell transformativer Neuschöpfung 128
3.3.1 Vorläufige Charakterisierung des Modells und Anfragen 128
3.3.2 Die Frage nach der Durchsetzung Gottes 131
3.3.2.1 Das Problem 131
3.3.2.2 Zum Interventionsargument 134
3.3.2.3 Zum Omnikompetenz-Argument 136
3.3.2.4 Weitere Argumente aus Sicht des Open theism 143
3.3.2.5 Ein besseres Argument: Vorsehungsaussagen als Hoffnungsaussagen 146
3.3.3 Die Frage nach der Kontinuität und dem angebrochenen Reich Gottes 148
3.3.4 Die Frage nach einem Moment des Novum 153
3.3.4.1 Der Open theism und die „Fülle der Zeit“ 153
3.3.4.2 Integration oder Gericht? Die Metapher vom Teppichknüpfer 159
3.3.5 Der „omnicompetent responder“ – reaktive Momente des Handelns Gottes im Open theism 163
3.4 Kritische Würdigung 165
4. Inanspruchnahme von Geschichte, Natur und individuellem Leben durch die Zukunft Gottes: Christian Link 172
4.1 Grundlegendes zum theologischen Ansatz 172
4.2 Zur Vorsehungslehre: Inanspruchnahme durch die Zukunft Gottes 173
4.2.1 Vorsehung unter den Vorzeichen einer eschatologischen Schöpfungslehre 173
4.2.2 Der eschatologische Redemodus des Vorsehungsglaubens: Verheißung in Beziehung 180
4.2.3 Inanspruchnahme durch den Adventus Gottes 183
Exkurs: Die Welt als „Gleichnis“ bei Link 187
4.2.4 Im Anwesenheitsbereich Gottes: Die pneumatologische Neuverortung 191
Exkurs: J. Fischer und der Raum der Anwesenheitskonstellation 194
4.2.5 Ein neues Koordinatensystem: veränderte Wahrnehmung im Anwesenheitsbereich Gottes 198
4.2.6 In den Dienst des verheißenen Zieles stellen: die operative Wirkkraft des Anwesenheitsbereichs Gottes 199
4.2.7 Zusammenfassung 200
4.3 Links Ansatz als Modell transformativer Neuschöpfung 202
4.3.1 Charakterisierung 202
4.3.2 Verbindung zu eschatologischen Modellen: Vollendung – Neuschöpfung – Transformation 205
4.4 Kritische Würdigung 207
4.5 Anknüpfungspunkte bei Link für die Weiterentwicklung in Richtung „Transfinalisation“/„Transsignifikation“ 210
5. Das Modell „Transfinalisation“/„Transsignifikation“ (TFTS) 214
5.1 Das Modell im eucharistischen Kontext 214
5.1.1 Entstehung 214
5.1.2 Seinsphilosophischer Hintergrund: Phänomenologie im Anschluss an E. Husserl 216
5.1.2.1 Husserls „Transzendentalphänomenologie“ 217
5.1.2.2 Heideggers „Ontophänomenologie“ 219
5.1.2.3 Zusammenfassung und Einordnung 222
5.1.3 Weitere Anliegen und Motivzusammenhänge 223
5.2 Bedingungen für die Übertragung: Vergleichbarkeit, Unterschiede und Parallelen 226
5.3 Grundzüge eines TFTS-Modells in der Vorsehungslehre 229
5.4 Diskussion des Modells 230
5.4.1 Biblische Plausibilisierung 230
5.4.1.1 Kreuz und Auferstehung 230
5.4.1.2 Zur Josefsgeschichte 235
5.4.1.3 Klage und Lob 238
5.4.1.4 Röm 8,28: Denen, die Gott lieben, dienen alle Dinge zum Guten 239
5.4.1.4.1 Verständnis der Stelle als TFTS 240
5.4.1.4.2 Grenzlinien der Auslegung 248
5.4.2 Systematisch-theologische Beiträge 254
5.4.2.1 R. Bernhardt 254
5.4.2.2 R. Prenter 256
5.4.3 Theologische Beurteilung 267
5.4.3.1 Probleme und Differenzierungsvorschläge 267
5.4.3.2 Potentiale 274
6. Gottes transformatives Handeln als Brücke zwischen Vorsehungslehre und Eschatologie: Vergleich der behandelten Ansätze und Ertrag 278
6.1 Zwischen Kontinuität und Diskontinuität im Handeln Gottes: Profile der vier theologischen Ansätze 278
6.2 Gemeinsamkeiten zwischen den Ansätzen 282
6.2.1 Globale Gemeinsamkeiten aller Ansätze 282
6.2.2 Spezifischere Gemeinsamkeiten und motivische Überschneidungsflächen 282
6.2.2.1 Guardini und Link 283
6.2.2.2 Guardini und TFTS 284
6.2.2.3 Guardini und der Open theism 286
6.2.2.4 Link und der Open theism 289
6.2.2.5 Der Open theism und TFTS 292
6.3 Effekte der eschatologischen Perspektivierung auf die Vorsehungslehre: Systematische Auswertung und Ertrag 293
6.3.1 Effekte im analogen Bezug zwischen Vorsehungslehre und Eschatologie 294
6.3.1.1 Neudeutung des Allmachtsprädikats 294
6.3.1.2 Entdeckung neuer Modi des Handelns Gottes: Neukontextualisierung, TFTS, Reaktivität 297
6.3.1.3 Eröffnung einer Kausalität ex post 299
6.3.1.4 Veränderung des Aussagemodus der Vorsehungslehre: Hoffnung und Verheißung 300
6.3.2 Effekte im komplementären Bezug zwischen Vorsehungslehre und Eschatologie 303
6.3.2.1 Reflexion der Reichweite des Handelns Gottes 303
6.3.2.2 Einführung des epistemologischen Vorbehalts 304
6.3.3 Die Unaufgebbarkeit beider Bezüge 306
6.4 Vorsehung und Nachsorge: zur systematischen Einbettung einer eschatologischen Perspektivierung des Handelns Gottes in der Welt 307
6.4.1 Zum Verhältnis von proaktivem und reaktivem Handeln Gottes 307
6.4.2 Zum Verhältnis zu trinitarischen Ansätzen in der Vorsehungslehre 309
Literatur 310
Bibelübersetzungen 310
Literatur 310
Sachregister 322
| Erscheint lt. Verlag | 4.12.2017 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Forschungen zur systematischen und ökumenischen Theologie | Forschungen zur systematischen und ökumenischen Theologie |
| Zusatzinfo | mit 2 Tab. |
| Verlagsort | Göttingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie ► Christentum |
| Schlagworte | Eschatolgie • Evangelische Dogmatik • Systematische Theologie • Vorsehung |
| ISBN-10 | 3-647-56458-3 / 3647564583 |
| ISBN-13 | 978-3-647-56458-6 / 9783647564586 |
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