Ethik - reformiert! (eBook)
423 Seiten
Vandenhoeck und Ruprecht (Verlag)
978-3-7887-3150-2 (ISBN)
Marco Hofheinz ist Professor für Systematische Theologie (Schwerpunkt Ethik) an der Leibniz Universität Hannover.
Marco Hofheinz ist Professor für Systematische Theologie (Schwerpunkt Ethik) an der Leibniz Universität Hannover.
Cover 1
Title Page 4
Copyright 5
Table of Contents 12
Body 20
Einleitung: Ethik – reformiert! 20
1. „Pass on“ oder: Die Unumgehbarkeit der Tradition Theologische Ethik und der Vorgang der „traditio“ 20
2. Ethica semper reformanda Die Erneuerung der Ethik durch das Wort Gottes 24
3. Wirkungs-Geschichte Die Prägekraft des reformierten Protestantismus 27
4. Konnektierte Wort-Gottes-Theologie Zur Rezeption reformierter Ethik im 20. Jahrhundert und zur Disposition des vorliegenden Bandes 31
A. Studien zur Grundlegung der Ethik 12
I. Mit der Tradition zum Aufbruch Die konstitutive Bedeutung der Schrift für die reformierten Bekenntnisse 35
1. Einleitende Bemerkungen zum „Verlust des Bekenntnisses“ und zum „Kanon“ reformierter Bekenntnisschriften 35
2. Die Autorität des Bekenntnisses Ein konfessioneller Vergleich zur Bestimmung des Zusammenhangs von Schrift und Bekenntnis nach den lutherischen und reformierten Bekenntnisschriften 38
2.1 Gemeinsamkeiten 40
2.2 Unterschiede 41
3. Charakteristika des Schriftverständnisses nach den reformierten Bekenntnisschriften 43
3.1 Ein besonderer reformierter Akzent: Der Vorbehalt besserer Einsicht in die Heilige Schrift oder: Die prinzipielle Überbietbarkeit reformierter Bekenntnisaussagen 43
3.2 Text und Kontext nach reformiertem Bekenntnis-verständnis 45
3.3 Die Bekenntnisökumenizität oder: Die Partikularität in der Universalität des schriftgebundenen Bekenntnisses 47
3.4 Konfessorische Existenz heute oder: „Hervorhebung des Bekennens gegenüber dem Bekenntnis“ 48
3.5 Der eine Gottesbund und die Wertschätzung des Alten Testaments 51
4. Fazit 53
II. Wie neue Menschen leben Ansätze zu einer Ethik der Identität im Heidelberger Katechismus 57
1. Einleitung: Mit dem Ende anfangen … 57
2. Eine Ethik der Dankbarkeit? Zur Frage nach dem Ansatz des Heidelberger Katechismus 59
3. Die Ethik des Heidelberger Katechismus als Ethik des neuen Menschen 63
4. Die Menschwerdung des Menschen als moralische Subjektwerdung 68
5. Heiligung: Das „mehr und mehr“ Vom Partialaspekt des progressus 75
6. Der identitätsethische Ansatz des Heidelberger Katechismus 78
III. „Nicht den Pflug vor die Ochsen spannen“ Tugendethische Ansätze bei Johannes Calvin. Ein Beitrag zur ethischen Grundlagendiskussion 83
1. Einleitung: Die Renaissance der Tugendethik 83
2. Calvin und die Tugend 87
2.1 Why „Calvin on virtue“? Eine forschungsgeschichtliche Begründung 87
2.2 Calvins Rezeption der antiken Tugendtradition unter formalen Gesichtspunkten 92
2.2.1 Calvins Verzicht auf eine Systematisierung und Katalogisierung der Tugenden 92
2.2.2 Eine höchste Tugend? Calvins Eklektik bei der Hierarchisierung und Kanonisierung von Tugenden 94
3. Die Rede von Tugenden bei Calvin Eine Spurensuche in den Gattungen seines OEuvres 99
3.1 Traktate und Gelegenheitsschriften Calvins 100
3.2 Briefe Calvins 102
4. Ansätze zu einer Tugendlehre in Calvins „Institutio“ (1559) und seinen Bibelkommentaren 104
4.1 Anthropologische Grundlagen der Tugendlehre 104
4.2 Die teleologische Perspektive Calvins: Die Finalität des Menschen 111
4.3 Das christliche Leben (vita christiana) als tugendhaftes Leben bei Calvin 115
4.3.1 „Gott ähnlich werden“. Die Wiedergeburt als Grundlegung des christlichen, tugendhaften Lebens 115
4.3.2 Die unio cum Christo und die Heilsökonomie der Tugendvermittlung 120
4.3.3 Das tugendvermittelnde Werk des Heiligen Geistes 123
4.4 Das christliche Leben als tugendhaftes Leben? Calvins Replik auf Einwände 126
5. Fazit: Wiederkehr der Tugendethik – bei Calvin? 128
IV. Freiheit zur Nachahmung Problemorientierte Bemerkungen zu einem vernachlässigten Aspekt reformatorischer Ethik 133
1. Welche Freiheit? Einleitende Bemerkung zum theologischen Gebrauch eines schillernden Begriffs 133
2. „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ Die Dialektik des Freiheitsbegriffs Luthers und der vernachlässigte Aspekt der Nachahmung Christi 137
2.1 Die Doppelthese der „Freiheitsschrift“ Luthers 137
2.2 Das Leben in der Freiheit als Leben „in Christus“ und „im Nächsten“ 142
2.3 Das Beispiel (exemplum) Christi bei Luther – oder: Die Freiheit eines Christenmenschen als mimetische Praxis des Lebens mit Gott 144
3. „Von der Freiheit Gebrauch machen“ Das Beispiel (exemplum) Christi in der Theologie Huldrych Zwinglis 152
3.1 „Von der freien Wahl der Speisen“ Das initium der Theologie Zwinglis 152
3.2 „Freiheit von …“ – „Freiheit zu …“ Zwinglis beidseitig gemünztes Freiheitsverständnis 157
3.3 Das Vorbild Christi nach Zwingli 159
3.4 „Die Doppelheit der Bedeutung Christi für uns“ Die elliptische Soteriologie Zwinglis 163
4. „Wenn wir Gottes Kinder sind, müssen wir auch seine Nachahmer sein“ Die imitatio Christi bei Johannes Calvin 165
5. „Das Geschenk der Freiheit“ Ein Ausblick in die Neuzeit unter besonderer Berück-sichtigung von Karl Barth 170
5.1 Das Schicksal von sacramentum et exemplum in der Neuzeit 170
5.2 „Kommunikative Freiheit“ Karl Barth und die Neuzeit 172
5.3 Schlussbemerkung 177
B. Studien zur Wirtschaftsethik 15
V. Ethik der Erinnerung oder: „Von göttlicher und menschlicher Gerechtigkeit“ Der Einfluss der Sozialethik Huldrych Zwinglis auf Arthur Richs „Wirtschaftsethik“ 180
1. Einleitung: Ethik der Erinnerung und Arthur Richs Vergegenwärtigung von Zwinglis Leitdifferenz 180
2. Der dialektisch-dynamische Zusammenhang „Von göttlicher und menschlicher Gerechtigkeit“ bei Zwingli 183
3. Arthur Richs Zwingli-Interpretation im Kontext seiner Sozialethik 187
4. Der Einfluss der Sozialethik Huldrych Zwinglis auf Arthur Richs „Wirtschaftsethik“ 192
5. Fazit: Ethik als Reich-Gottes-Erinnerung 197
VI. Ein „Vaterschaftstest“ Die Weber-These und der sog. „urchristliche Kommunismus“ bei Johannes Calvin 199
1. Einleitung: Calvin, Calvinismus und die sog. Weber-These 199
2. Die lukanischen Summarien von der Gütergemeinschaft der Urgemeinde 204
3. Zwischen den Extremen Calvins Beurteilung des Eigentumverkaufs und der Gütergemeinschaft der Urgemeinde 205
4. Calvins projektierte „Ordnung“ der „offenen Hand“ für die Notleidenden 210
5. Calvins Abgrenzung gegenüber Wiedertäufern bzw. Libertines 212
6. „Haben als hätte man nicht“ Der Umgang mit Eigentum nach Calvin 216
7. Gemeindediakonie Impulse Calvins 218
8. Schlussbemerkung 222
VII. Processus und/oder status confessionis? Oder: Kann die Struktur der globalen Ökonomie Anlass eines Bekenntnisses sein? 228
1. Einleitung: Streit um den status confessionis 228
2. Die Möller-Duchrow-Kontroverse im Zusammenhang der Accra-Erklärung (2004) 233
3. „Sorget nicht!“ Die Accra-Erklärung, der Mammondienst, Gottes Ökonomie und die theologische Wirtschaftsethik 244
4. Fazit: Die viatorische Pointe der Rede vom processus confessionis 250
C. Studien zur politischen Ethik 16
VIII. Friedenstheologie treiben, als wäre nichts geschehen? Resonanzen reformierter Friedensethik nach dem Ersten Weltkrieg 255
1. Einführung 255
2. „Ordnungsrufe“ Über die Formierung reformierter Friedensethik nach dem Ersten Weltkrieg 258
2.1 „Deichbewachung“ Emil Brunners Friedensethik im Bann der Ordnungen 258
2.2 Frieden, Recht und Schöpfungsordnung Karl Barths „Münsteraner Ethik“ auf Entdeckungsreise 262
2.3 Reinhold Niebuhrs „Christian Realism“ in einer entzauberten Welt torquierter Moral 268
3. Fazit: Resonanzen hinkender Friedensethik „after World War 1“ 277
3.1 Nachhinkende Formierung der Friedensethik, wurzelnd in einer erschütterten Theologie 277
3.2 Die Entdeckung der Friedensethik als Themenfeld der Sozialethik 278
3.3 Das Auffinden des (Völker-)Rechtsbezugs der Friedensethik 279
3.4 Konzeptionelle Ingebrauchnahme der Schöpfungsordnung 280
3.5 „Pazifistische“ Zielsetzung der friedensethischen Ausführungen 281
IX. Platzanweisung Reinhold Niebuhrs Umgang mit dem Friedenszeugnis der Historischen Friedenskirchen 282
1. Einführung: Zur Frage nach dem Umgang mit den Historischen Friedenskirchen 282
2. Entwicklungslinien im Denken Niebuhrs: Vom liberalen Pazifismus zum christlichen Realismus 285
3. Christologische Prämissen der politischen Ethik R. Niebuhrs 287
4. „Rest upon illusions about the goodness of man“ Niebuhrs Klassifikation von Pazifismus-Typen 289
5. Normkritik Die normative Funktion des Liebesgebotes Jesu und die internationale Politik als tragischer Handlungskontext 292
6. Selbst- oder Fremdghettoisierung? R. Niebuhr und das Sektenethos der Gewaltlosigkeit 296
7. „Is there or isn’t there a place?“ Zur „Würdigung“ des Friedenszeugnisses der Historischen Friedenskirchen bei R. Niebuhr 300
8. Abschließende Beurteilung von Niebuhrs Umgang mit dem Friedenszeugnis der Historischen Friedenskirchen: Sic et non 301
X. De munere prophetico Variationen reformierter Auslegung des prophetischen Amtes Zur theologiegeschichtlichen Entwicklung eines dogmati-schen Topos vor der „Lessingzeit“ (von Zwingli bis Lampe) 307
1. Einleitung 307
2. Das prophetische Amt in der Zürcher Tradition 311
3. Lösungsmodelle 368
3.1 Das Genfer bzw. „altreformierte“ Modell Johannes Calvins (1509–1564): Selbständige kirchliche Ordnungen zur Entflechtung von Kirche und Staat 369
3.2 Abraham Kuypers (1837–1920) neocalvinistisches Modell der Sphärensouveränität: Die christliche Durchdringung des Staates 375
3.3 Das Modell „Christengemeinde und Bürger-gemeinde“: Karl Barths (1886–1968) säkulares Staatsverständnis 381
4. Schlussbemerkung 387
D. Ausblick 18
XII. Post Barth locutum Reformierte Ethik und ihre Rezeption reformiert-reformatorischer Grundentscheidungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts 389
1. Einführung: Reformierte Ethik als Ethik der Erinnerung 389
2. „Jesus Christus als das eine Gebot Gottes“ Die Rezeption der reformiert-reformatorischen Tradition in Walter Krecks „Grundfragen christlicher Ethik“ 392
2.1 Indikativ und Imperativ 392
2.2 Rechtfertigung und Heiligung 397
2.3 Lehre von der Königsherrschaft Christi 400
3. Reich-Gottes-Ethik Die Rezeption der reformiert-reformatorischen Tradition in Jürgen Moltmanns „Ethik der Hoffnung“ 402
3.1 Ethik der Hoffnung als politische Reich-Gottes- Theologie 402
3.2 Historische Perspektivierung reformierter Reich-Gottes-Theologie 404
3.3 J. Moltmanns Theokratieverständnis 405
4. „Von göttlicher und menschlicher Gerechtigkeit“ Arthur Richs Rezeption der reformiert-reformatorischen Tradition in seiner „Wirtschaftsethik“ 408
4.1 A. Richs Ansatz und Orientierung 408
4.2 Zwinglis Dialektik von „göttlicher und menschlicher Gerechtigkeit“ nach A. Rich 410
4.3 Die Prägekraft der Zwinglischen Dialektik von „göttlicher und menschlicher Gerechtigkeit“ für den Gang von A. Richs wirtschaftsethischer Untersuchung 414
5. Fazit: Reformierte Ethik – post Barth locutum 416
Nachweis der Erstveröffentlichungen 420
Abkürzungsverzeichnis 422
Personenregister 424
Bibelstellenregister 432
Sachregister 435
| Erscheint lt. Verlag | 11.9.2017 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Forschungen zur Reformierten Theologie | Forschungen zur Reformierten Theologie |
| Mitarbeit |
Herausgeber (Serie): Marco Hofheinz, Michael Weinrich, Georg Plasger |
| Zusatzinfo | mit 6 Grafiken |
| Verlagsort | Göttingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie ► Christentum |
| Schlagworte | Friedensethik • Politische Ethik • Reformierter Protestantismus • Reformierte Theologie • Theologische Ethik |
| ISBN-10 | 3-7887-3150-8 / 3788731508 |
| ISBN-13 | 978-3-7887-3150-2 / 9783788731502 |
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