Handbook of Mereology
Philosophia Verlag
978-3-88405-090-3 (ISBN)
The editors trust that the variety of contributions collected here will bring into view the fundamental significance of mereology for philosophy – not only for logic or ontology, but also for philosophy of biology, chemistry, and quantum physics, for a philosophy of nature that can accommodate chaos and emergence, for philosophy of art, for ethics, and for philosophy of cognition. The Handbook is not only addressed to philosophers, however. The included domain-specific investigations of part-whole relations can provide useful heuristics for researchers in various scientific disciplines (e.g., linguistics, cognitive science, psychology, biology, or chemistry). There are of course a good many entries exploring and explaining the meta-mathematical interest of formal mereology. But the Handbook also features several contributions that convey the richness and complexity of linguistic encodings of part-whole relations, as well as where and how our common sense reasoning departs from the classical formalizations of part-whole relationships that influence much of the contemporary ontological discussion. A considerable portion of the historical dimension of mereology could be documented, especially with respect to the medieval period. Finally, the editors also would like to stress that many entries in the Handbook not only report the state of the art but present new original research.
___________ Dieses Handbuch der Mereologie ist der erste umfassende Referenzband für Forschungen zum Thema Teil-Ganzes -Beziehungen – oder besser gesagt, es ist ein substantieller Teil eines solchen Projekts. Die Leitidee war es, zeitgenössischen Forschungen zum Thema von Teil-Ganzes-Beziehungen, breit angelegt und umfassend gedacht, zu präsentieren, um so die systematischen, historischen und interdisziplinären Trajektorien herauszuarbeiten, die Fruchtbarkeit des Themas zu belegen und zu weiteren Untersuchungen zu inspirieren. Besonders sollte vermittelt werden, dass Mereologie viel mehr ist als das Studium von axiomatischen Systemen. Die Beziehung zwischen Teil und Ganzem ist eines der grundsätzlichen Schemata kognitiver Organisation; es ist nicht nur auf der Ebene der Sprache und des propositionalen Denkens ein Phänomen, sondern auch auf der Ebene der Verarbeitung von Sinneseindrücken, insbesondere bei visuellen und auditorischen Sinneseindrücken. In den Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften organisieren Teil-Ganzes-Beziehungen die Grundmenge der Daten, die Methoden und die Theorien. Kurz gesagt, Teil-Ganzes-Beziehungen spielen eine fundamentale Rolle dabei, wie wir die Natur wahrnehmen und mit ihr interagieren und dabei, wie wir über die Welt und uns selbst sprechen und nachdenken – sowohl als Gesellschaften wie auch als Individuen. Aus diesem Grund beginnt das Studium von Teil-Ganzes-Beziehungen – sowohl innerhalb wie auch zwischen Bereichen – lange vor den metamathematisch motivierten Untersuchungen von Logikern am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts und geht weit über diese hinaus.
Die Herausgeber sind sich sicher, dass die hier gesammelte Vielzahl der Beiträge die fundamentale Bedeutung der Mereologie deutlich machen wird – wobei Mereologie weit verstanden wird, und damit nicht nur für die Logik und die Ontologie relevant ist, sondern auch für die Philosophie der Biologie, der Chemie und der Quantenphysik, für eine Naturphilosophie, die mit Chaos und Emergenz umgehen kann, für die Philosophie der Kunst, für die Ethik und für die Philosophie der Kognition. Das Handbuch ist aber nicht nur an Philosophen adressiert. Die bereichsspezifischen Untersuchungen von Teil-Ganzes-Beziehungen z.B. können für Forscher in verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen nützliche Heuristiken darstellen (z.B. für die Kognitionswissenschaft, die Psychologie, die Biologie oder die Chemie). Natürlich gibt es viele Beiträge, die erklären, warum die formale Mereologie aus metamathematischer Sicht von großem Interesse ist. Aber das Handbuch enthält auch eine Vielzahl von Beiträgen, die die Reichhaltigkeit und Komplexität der sprachlichen Kodierung von Teil-Ganzes-Beziehungen vermitteln, und die aufzeigen, wo und wie unser gesunder Menschenverstand sich abhebt von den klassischen Formalisierungen der Teil-Ganzes-Beziehungen, die viel der gegenwärtigen ontologischen Diskussion beeinflussen. Ein beachtlicher Teil der historischen Dimension der Mereologie konnte in diesem Band dokumentiert werden, insbesondere das Mittelalter betreffend. Abschließend wollen die Herausgeber betonen, dass viele der Beiträge nicht nur den Stand der Forschung wiedergeben, sondern auch neue Ergebnisse präsentieren.
Professor Dr. med. Dr. phil. habil. Hans Burkhardt *22.06.1936 Zwiesel/Bayern † 02.05 2015 Ettal Wissenschaftliche Laufbahn 1954-61 Studium der Medizin an den Universitäten München und Wien 1961 Medizinisches Staatsexamen an der Universität München 1965 Promotion zum Doktor der Medizin 1966 Bestallung als Arzt 1961-72 Studium der Philosophie an der Universität Fribourg (Schweiz) 1972 Promotion zum Doktor der Philosophie (summa cum laude bei Professor J.M.Bocheński) 1972-80 Zusammenarbeit mit Professor P. Lorenzen an der Universität Erlangen 1977-80 Lehraufträge für Philosophie an der Universität Erlangen 1980-81 Wissenschaftlicher Angestellter am Philosophischen Institut der Universität Erlangen 1982-83 Vertreter einer C2-Professur am Interdisziplinären Institut für Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte (IIWW) der Universität Erlangen 1984-85 Vertreter einer C4-Professur für Philosophie an der Universität Erlangen 1985-87 Zwei Jahre Vertreter einer C4-Professur für Philosophie Universität Osnabrück-Vechta 1987-88 Vertreter einer C3 Professur für Philosophie an der Universität München 1990-91 Gastprofessor an der Universität Fribourg 1993-96 Lehrbeauftragter an der Universität München 1994 Habilitation für Philosophie an der Universität Erlangen-Nürnberg 1995 Gastprofessor am Institute for Advanced Studies an der Hebräischen Universität Jerusalem 1996 Privatdozent an der Universität München 2002-2015 Professor für Philosophie an der Universität München Stipendien: Zweitstudienstipendium der Stiftung Volkswagenwerk . Habilitandenstipendium der DFG Verzeichnete wissenschaftliche Veröffentlichungen: 59 Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Geschichte der Logik, Modallogik und Ontologie, Philosophie des 17. Jahrhunderts; gegenwärtige analytische Philosophie, Philosophie der Biologie und Medizin . Philosophen: Aristoteles, Thomas von Aquin, Leibniz, Bolzano, Brentano und seine Schule, Meinong, Husserl Kompetenzbereiche: Ontologie, Metaphysik, Logik, Sprachphilosophie, Philosophie der Psychologie und des Rechts, Anthropologie, mittelalterliche Philosophie Sprachkenntnisse: Fließend Deutsch, Englisch, Französisch und Latein, Lesefähigkeit in Italienisch und Spanisch Praktische Tätigkeit Vertreter praktischer Ärzte und Internisten Begründer und geschäftsführender Herausgeber der Reihen Analytica, Introductiones und Basic Philosophical Concepts (BPC) im Philosophia Verlag MünchenPräsident der Gesellschaft zur Förderung wissenschaftlicher Philosophie (Philosophia Scientifica) mit Sitz in München Organisation wissenschaftlicher Tagungen Member of the Editorial Board: Logic and Logical Philosophy. University of Torun, Poland Lehrtätigkeit an der Bayerischen Eliteakademie in München Mitherausgeber der Zeitschrift Metaphysica Herausgeber der Ergänzungsbände (Special Issues) zur Zeitschrift Metaphysica Vertragsarzt bei der Bundeswehr in Mittenwald Festschrift zum 70. Geburtsta
Prof. Dr. JOHANNA SEIBT received her PhD in philosophy at the University of Pittsburgh, USA, and her Habilitation at the University of Konstanz, Germany. After teaching at the University of Texas at Austin (1990-2000), she took up a position at Aarhus University where she currently holds a special chair in philosophy of robotics and applied process ontology. She specializes in analytical ontology, the history of ontology and metaphysics, and philosophy of technology. She is internationally known for her interpretations of the philosophy of Wilfrid Sellars, for her contributions to the development of non-Whiteheadian process ontology (and process mereology), and for her critical reflections on the “myth of substance” in Western ontology. She has over 100 publications and has been Principal Investigator of several large research projects. filseibt@cas.au.dk
GUIDO IMAGUIRE (PhD. LMU, Munich) is Professor of Philosophy and Logic of the Philosophy Department at Federal University of Rio de Janeiro. He specializes in the Philosophy of Mathematics, Philosophy of Language and Metaphysics, topics on which he has published numerous articles in academic jornals. He has authored or edited several books including Russell’s Frühphilosophie, On Denoting (1905-2005) (with B. Linsky), Untersuchungen zur Ontologie (with C. Schneider) and Possible Worlds (with D. Jacquette) guido_imaguire@yahoo.com
STAMATIOS GEROGIORGAKIS (PhD. LMU Munich, Dr. phil. habil. University of Erfurt) is Privatdozent at the University of Erfurt. His work ranges from the history of logic to the philosophy of religion and from metaphysics to semantical paradoxes. He blogs at: www.philori.de
Table of Entries
Verzeichnis der Beiträge
Abelard
Abstract
Act, Action
Activity
Albert of Saxony
Animal
Anselm
Aristotle’s Theory of Parts
Aristotle’s Theory of Wholes
Art
Artifact
Atomism
in Ancient Greek Philosophy
Atomism, Logical
Atomism, Medieval
Atomism, Metaphysical
Axiomatic Method
Bergmann, Gustav
Biological Parts
Body
Boethius
Bolzano, Bernard
Boolean Algebras
Brentano, Franz
Carnap, Rudolf
Category
Causation
Chaos
Chemistry
Coincidence
Collectives and Compounds
Common Sense Reasoning
About Parts and Wholes
Conscious Experience
Cosmology
Deontic modalities
Descartes
Dispositions
Dynamical Systems
Elements
Emergence
Ethics
Experience
Facts
Fiction
Fractals
Frege
Fusion
Gestalt
God
Good Life, The
Goodman, Nelson
Grammar
Granularity
Holes
Homeomerous
and automerous
Husserl, Edmund
Intentionality
Language
Linguistic Structures
Mally, Ernst
Material constitution
Medicine
Medieval Discussions
of Temporal Parts and Wholes
Medieval Mereology
Meinong, Alexius
Mereological Essentialism
Mereotopology
Metamathematics of Mereology
Metonymical Part-Whole Relations
Naïve Mereology
Nominalism
Non-Wellfounded Mereology
Ontological Dependence
Order
Paradoxes
Parmenides
Part-Whole Relations
in the Juridical Topics
Part-Whole Relations
inTheoretical Mereology
Perceptual Whole
Persistence
Philosophy of Mathematics
Phonology
Piece
Plato
Points
Possession and Partitives
Powers
Praedicabilia
Privation
Propositions
Quantum Mechanics
Radulphus Brito
Raimundus Lullus
and Lullism
Reduplication
Russell, Bertrand
Scherzer, Johann Adam
Segelberg, Ivar
Shadows
Society, individualism
and holism (collectivism)
in the study of,
Stoics
Subject
Substance
Substrate
Sum
Structure
Structure of Appearance, Goodman’s
Stumpf, Carl
Syllogism
Syntax
Tarski, Alfred
Temporal Parts
Thomas Aquinas
Topology
Totum potentiale
Transitivity
Tropes
Twardowski, Kazimierz
Universal
World, Actual
| Erscheinungsdatum | 20.10.2017 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Analytica |
| Verlagsort | München |
| Sprache | englisch |
| Maße | 150 x 240 mm |
| Gewicht | 896 g |
| Einbandart | Leinen |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Philosophie |
| Schlagworte | Handbook • Lexikon • Logik • Mereology • Nachschlagwerk • Natural Philosophy • Ontology • Philosophy • Philosophy of Biology • philosophy of chemistry • philosophy of psychology • Philosophy of quantum physics |
| ISBN-10 | 3-88405-090-7 / 3884050907 |
| ISBN-13 | 978-3-88405-090-3 / 9783884050903 |
| Zustand | Neuware |
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