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Der längste Winter

Die vergessene Geschichte der Juden im besetzten Rom 1943/44

(Autor)

Buch | Hardcover
464 Seiten
2017
Theiss in Herder (Verlag)
978-3-8062-3622-4 (ISBN)
CHF 20,95 inkl. MwSt
  • Titel ist leider vergriffen;
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Andrea Riccardi erzählt die fast vergessene Geschichte der Judenverfolgung in Rom im 'langen Winter' der deutschen Besatzung 1943/44 - und die Geschichte einer bemerkenswerten Rettungsaktion: Mutige Privatleute verbargen Juden in ihren Wohnungen, mehr als 4000 Juden fanden Unterschlupf in katholischen Klöstern und kirchlichen Einrichtungen.
Nachdem die Herrschaft Mussolinis in Italien zusammengebrochen war, besetzten deutsche Truppen im September 1943 die Hauptstadt Rom. Für die römischen Juden begann nun ein schrecklicher, bis zur Befreiung im Juni 1944 dauernder 'langer Winter', während dessen die Besatzer die Politik der 'Endlösung' auch in Rom durchzusetzen versuchten. Zwischen zwei- und dreitausend römische Juden, die in dieser Zeit verhaftet wurden, fielen der Vernichtungspolitik der Nazis zum Opfer. Die Besatzer stießen aber auch auf Widerstand. Mehr als 10.000 römische Juden überlebten - vor allem dank der Hilfe couragierter römischer Bürger und Kirchenleute. Mehr als viertausend Juden fanden Schutz in Klöstern, Pfarreien und Liegenschaften des Vatikanstaats. Riccardi erzählt die Geschichte der kurialen Politik unter der Besatzung, vor allem aber die bewegende Geschichte der verfolgten Juden, ihrer kirchlichen Helfer und einer heute fast vergessenen, mutigen Rettungsaktion.

Professor Dr. Andrea Riccardi (geb. 1950) lehrt Zeitgeschichte an der Università degli Studi Roma Tre. Er ist der Gründer der katholischen Laiengemeinschaft Sant'Egidio, die sich weltweit für die Armen, für den Frieden und für die Weitergabe des Evangeliums engagiert. 2009 wurde Riccardi mit dem Aachener Karlspreis ausgezeichnet.

»Es kommt vor, dass ein Journalist es unternimmt, sich zum Historiker zu wandeln, manchmal auch mit Erfolg; sehr viel weniger häufig geschieht es, dass ein namhafter Historiker sich entschließt, ein historisches Ereignis im Stil und mit dem Duktus des Journalisten zu erzählen.« La Stampa »Der Autor entfaltet eine historische Topographie Roms, in der sich die Gassen und Plätze von Denunziation, Razzien, Folter, Inhaftierung und Verschleppung ebenso finden wie die Orte der kleinen, alltäglichen Gesten der Mitmenschlichkeit.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Es kommt vor, dass ein Journalist es unternimmt, sich zum Historiker zu wandeln, manchmal auch mit Erfolg; sehr viel weniger häufig geschieht es, dass ein namhafter Historiker sich entschließt, ein historisches Ereignis im Stil und mit dem Duktus des Journalisten zu erzählen.« La Stampa

»Der Autor entfaltet eine historische Topographie Roms, in der sich die Gassen und Plätze von Denunziation, Razzien, Folter, Inhaftierung und Verschleppung ebenso finden wie die Orte der kleinen, alltäglichen Gesten der Mitmenschlichkeit.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

Erscheinungsdatum
Übersetzer Elisabeth-Marie Richter
Verlagsort Darmstadt
Sprache deutsch
Original-Titel L'inverno più lungo
Maße 165 x 235 mm
Gewicht 802 g
Themenwelt Sachbuch/Ratgeber Geschichte / Politik 20. Jahrhundert bis 1945
Geschichte Allgemeine Geschichte 1918 bis 1945
Schlagworte Deutsche Besatzung • Holocaust • Italien • Juden • Judenrettung (Nationalsozialismus) • Judenverfolgung (Nationalsozialismus) • Katholische Kirche • Kirchenstaat • Nationalsozialismus • Rom • Rom (Stadt), Geschichte • Vatikan • Wissen Sachbuch • Zweiter Weltkrieg
ISBN-10 3-8062-3622-4 / 3806236224
ISBN-13 978-3-8062-3622-4 / 9783806236224
Zustand Neuware
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