Der längste Winter
Theiss in Herder (Verlag)
978-3-8062-3622-4 (ISBN)
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Nachdem die Herrschaft Mussolinis in Italien zusammengebrochen war, besetzten deutsche Truppen im September 1943 die Hauptstadt Rom. Für die römischen Juden begann nun ein schrecklicher, bis zur Befreiung im Juni 1944 dauernder 'langer Winter', während dessen die Besatzer die Politik der 'Endlösung' auch in Rom durchzusetzen versuchten. Zwischen zwei- und dreitausend römische Juden, die in dieser Zeit verhaftet wurden, fielen der Vernichtungspolitik der Nazis zum Opfer. Die Besatzer stießen aber auch auf Widerstand. Mehr als 10.000 römische Juden überlebten - vor allem dank der Hilfe couragierter römischer Bürger und Kirchenleute. Mehr als viertausend Juden fanden Schutz in Klöstern, Pfarreien und Liegenschaften des Vatikanstaats. Riccardi erzählt die Geschichte der kurialen Politik unter der Besatzung, vor allem aber die bewegende Geschichte der verfolgten Juden, ihrer kirchlichen Helfer und einer heute fast vergessenen, mutigen Rettungsaktion.
Professor Dr. Andrea Riccardi (geb. 1950) lehrt Zeitgeschichte an der Università degli Studi Roma Tre. Er ist der Gründer der katholischen Laiengemeinschaft Sant'Egidio, die sich weltweit für die Armen, für den Frieden und für die Weitergabe des Evangeliums engagiert. 2009 wurde Riccardi mit dem Aachener Karlspreis ausgezeichnet.
»Es kommt vor, dass ein Journalist es unternimmt, sich zum Historiker zu wandeln, manchmal auch mit Erfolg; sehr viel weniger häufig geschieht es, dass ein namhafter Historiker sich entschließt, ein historisches Ereignis im Stil und mit dem Duktus des Journalisten zu erzählen.« La Stampa »Der Autor entfaltet eine historische Topographie Roms, in der sich die Gassen und Plätze von Denunziation, Razzien, Folter, Inhaftierung und Verschleppung ebenso finden wie die Orte der kleinen, alltäglichen Gesten der Mitmenschlichkeit.« Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Es kommt vor, dass ein Journalist es unternimmt, sich zum Historiker zu wandeln, manchmal auch mit Erfolg; sehr viel weniger häufig geschieht es, dass ein namhafter Historiker sich entschließt, ein historisches Ereignis im Stil und mit dem Duktus des Journalisten zu erzählen.« La Stampa
»Der Autor entfaltet eine historische Topographie Roms, in der sich die Gassen und Plätze von Denunziation, Razzien, Folter, Inhaftierung und Verschleppung ebenso finden wie die Orte der kleinen, alltäglichen Gesten der Mitmenschlichkeit.« Frankfurter Allgemeine Zeitung
| Erscheinungsdatum | 30.10.2017 |
|---|---|
| Übersetzer | Elisabeth-Marie Richter |
| Verlagsort | Darmstadt |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | L'inverno più lungo |
| Maße | 165 x 235 mm |
| Gewicht | 802 g |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Geschichte / Politik ► 20. Jahrhundert bis 1945 |
| Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► 1918 bis 1945 | |
| Schlagworte | Deutsche Besatzung • Holocaust • Italien • Juden • Judenrettung (Nationalsozialismus) • Judenverfolgung (Nationalsozialismus) • Katholische Kirche • Kirchenstaat • Nationalsozialismus • Rom • Rom (Stadt), Geschichte • Vatikan • Wissen Sachbuch • Zweiter Weltkrieg |
| ISBN-10 | 3-8062-3622-4 / 3806236224 |
| ISBN-13 | 978-3-8062-3622-4 / 9783806236224 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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