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Politik der Feindschaft

(Autor)

Buch | Hardcover
235 Seiten
2017
Suhrkamp (Verlag)
978-3-518-58708-9 (ISBN)
CHF 39,20 inkl. MwSt
Die obsessive Suche nach einem Feind.
In seinem neuen Buch untersucht Achille Mbembe ein Phänomen, das sich in unserem globalen Zeitalter ständig rekonfiguriert: die Feindschaft. Ausgehend von den psychiatrischen und politischen Einsichten Frantz Fanons, zeigt Mbembe, wie als Folge der Konflikte um die Entkolonialisierung des 20. Jahrhunderts der Krieg – in Gestalt von Eroberung und Besatzung, von Terror und Revolte – zur Signatur unserer Zeit geworden ist. Als auf Dauer gestellter Ausnahmezustand führt er zur Erosion der liberalen Demokratie.

Mbembes hochaktueller Essay spürt der Konsequenz dieser Erosion nach: der Ausbreitung autoritärer Regierungsformen. Er beschreibt die Bedingungen, unter denen heute die Fragen zum Verhältnis von Recht und Gewalt, Normalität und Ausnahmezustand, Sicherheit und Freiheit gestellt werden.

Mit Blick auf die globalen Migrationsströme und das damit einhergehende unvermeidliche Zusammenwachsen der Welt formuliert er eine scharfe Kritik am atavistischen Nationalismus und plädiert für eine neue Politik der Humanität.

Achille Mbembe, geboren 1957, ist ein kamerunischer Historiker und politischer Philosoph. Er zählt zu den Vordenkern des Postkolonialismus. Mbembe lehrt nach Stationen an der Columbia University, der University of California in Berkeley, der Yale University und der Duke University heute an der University of the Witwatersrand in Johannesburg. Für sein Buch Kritik der schwarzen Vernunft wurde Mbembe 2015 mit dem 36. Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet.

Einleitung: Die Welt auf dem Prüfstand
Erstes Kapitel: Das Ende der Demokratie
Umkehrung, Inversion und Beschleunigung
Der dunkle Körper der Demokratie
Mythen
Die Zerstörung des Göttlichen
Nekropolitik und Beziehung ohne Begehren
Zweites Kapitel: Die Gesellschaft der Feindschaft
Das beängstigende Objekt
Der Feind, dieser Andere, der ich bin
Die zum Glauben Verdammten
Der Unsicherheitsstaat
Nanorassismus und Narkotherapie
Drittes Kapitel: Fanons Apotheke
Das Zerstörungsprinzip
Gesellschaft von Objekten und Metaphysik der Zerstörung
Rassistische Ängste
Radikale Dekolonisierung und Fest der Phantasie
Die Pflegebeziehung
Der unverschämte Doppelgänger
Das Leben, das wegfließt
Viertes Kapitel: Dieser nervtötende Süden
Die Sackgassen des Humanismus
Das Andere des Menschlichen und Genealogien des Objekts
Die Nullwelt
Antimuseum
Autophagie
Kapitalismus und Animismus
Emanzipation des Lebendigen
Schluss: Ethik des Passanten

»Politik der Feindschaft ist Pflichtlektüre und das Buch der Stunde: Es bohrt sich tief in die Eingeweide des eigenen Denkens.« Claudia Kramatschek Deutschlandfunk Kultur 20171025

Über dieses Buch möge bitte intensiv diskutiert werden. Dirk Pilz, Frankfurter Rundschau

In einem Europa der Angst können wir das subversive Potenzial von Mbembes Denken gut gebrauchen. Sein neuestes Buch zeichnet ein wenig freundliches Bild eines Kontinents mit dem ›Wunsch nach Apartheid‹, getrieben von der obsessiven Suche nach einem Feind. Libération

Erscheinungsdatum
Übersetzer Michael Bischoff
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Original-Titel Politiques de l'inimitié
Maße 122 x 204 mm
Gewicht 375 g
Einbandart gebunden
Themenwelt Geisteswissenschaften Philosophie
Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung Politische Theorie
Schlagworte Afrika • Entkolonialisierung • Ernst-Bloch-Preis 2018 • Feindschaft • Frankreich • Gerda-Henkel-Preis 2018 • Geschwister-Scholl-Preis 2015 • Holberg-Preis 2024 • Kolonialisierung • Migration • Politikwissenschaft • Politiques de l'inimitié deutsch • Spinoza-Preis 2024 • Westeuropa
ISBN-10 3-518-58708-0 / 3518587080
ISBN-13 978-3-518-58708-9 / 9783518587089
Zustand Neuware
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