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Christliche Armenfürsorge (eBook)

Von den Anfängen bis zum Ende des Mittelalters
eBook Download: PDF
2017 | 1. Auflage
480 Seiten
Verlag Herder GmbH
978-3-451-83518-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Christliche Armenfürsorge -  Prof. Dr. Bernhard Schneider
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In Zeiten der Kirchen- und Glaubenskrise sind die sozialen Leistungen der Kirchen weiterhin anerkannt und finden viel Zuspruch. Caritas, Diakonisches Werk, Misereor, Brot für die Welt - das alles sind Großorganisationen des Helfens mit Spenden in Millionenhöhe. Das hat eine Vorgeschichte, die auf der Botschaft Jesu an die Armen gründet. Er predigt im Gleichnis vom Barmherzigen Samariter Nächstenliebe und identifiziert sich mit Armen, Kranken und Ausgegrenzten. Seitdem ringen einzelne Christen, christliche Gemeinden und Gemeinschaften, Theologen und Theologinnen und kirchliche Amtsträger darum, wie das Gebot der Nächstenliebe zu verstehen ist und wie sie dieser Botschaft am besten gerecht werden. Wer sind die Armen, denen man helfen soll? Ist ihnen bedingungslos zu helfen oder gibt es vielleicht auch Arme, denen Hilfe zu verweigern ist? In welchen Formen ist die Hilfe zu praktizieren? Wer ist für sie und Einrichtungen der Hilfe zuständig? Im Durchgang durch die Geschichte von den Anfängen des Christentums bis zum Ausgang des Mittelalters beschreibt und erläutert das Buch auf aktuellem Forschungsstand die theologische Reflexion über Armut und Reichtum, Arbeit und Betteln und stellt dar, wie sich die mannigfaltige Praxis des Helfens und die Einrichtungen der Hilfe wandelten. Beeindruckende Zeugnisse der Nächstenliebe zeigen sich ebenso wie die Grenzen des Helfens. Es begegnen Retter der Armen und Reiche und Mächtige, die Arme unterdrückten und ausbeuteten.

Bernhard Schneider, Dr. theol., geb. 1959, Professor für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit an der Theologischen Fakultät Trier. Im Trierer Sonderforschungsbereich 'Fremdheit und Armut' beschäftigte er sich seit 2005 mit einem eigenen Forschungsprojekt und in kooperativen Arbeitsprojekten mit der Geschichte der christlichen Armenfürsorge. In verschiedenen Funktionen hat er auch an der Gestaltung großer Ausstellungen zur Geschichte von Armut und Caritas in Trier und Paderborn mitgewirkt.

Bernhard Schneider, Dr. theol., geb. 1959, Professor für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit an der Theologischen Fakultät Trier. Im Trierer Sonderforschungsbereich "Fremdheit und Armut" beschäftigte er sich seit 2005 mit einem eigenen Forschungsprojekt und in kooperativen Arbeitsprojekten mit der Geschichte der christlichen Armenfürsorge. In verschiedenen Funktionen hat er auch an der Gestaltung großer Ausstellungen zur Geschichte von Armut und Caritas in Trier und Paderborn mitgewirkt.

Christliche Armenfürsorge 1
Über das Buch 482
Vorwort 10
Einleitung 12
1. Vorgehensweise und Schwerpunktsetzung 14
2. Anmerkungen zum Forschungsstand 20
3. Terminologie 21
I. Biblische Basis 26
1. Altes Testament 27
2. Neues Testament 32
II. „Seht, wie sie sich lieben“:Die Entfaltung der christlichenArmenfürsorge in Theologie undPraxis der frühen Kirche 46
1. Diskurse um Arme und Reiche, Armut und Reichtum und die Pflichten der Liebe 51
2. Diskurse um Kranke und Krankheit 56
3. Inklusion und Exklusion oder der Diskurs über mögliche Grenzen der Hilfe 60
4. Praktiken der Armen- und Krankenfürsorge und ihre Institutionalisierung 65
5. Zwischenbilanz 80
III. Armut und Armenfürsorgein der frühmittelalterlichen Welt(des lateinischen Westens) 82
1. Begriffe und theologische Diskurse 84
a) Arme, Armut und Armengut 85
b) Kranke und Krankheit 102
c) Problem Inklusion?/?Exklusion 105
2. Normen und Praktiken der Armenfürsorge undihre Institutionalisierung 107
a) Der Bischof als Leiter der karitativen Diakonie und die Frage der „Pfarrcaritas“ 108
b) Herrschaftliche Wohltätigkeit und Ansätze einer Armenfürsorgepolitik 115
c) Bruderschaften und Gilden 120
3. Institutionen der Armen- und Krankenfürsorge 121
a) Armenmatrikeln 122
b) Xenodochien?/?Hospitäler 124
c) Klösterliche Gastfreundschaft, das Hospital und die übrigemonastische Armen- und Krankenfürsorge 129
d) Diakonien 135
e) Leprosorien 136
IV. Gelobte Armut: Hochmittelalterliche Armutsbewegungen und die Realität(en) der Armen 139
1. Begriffe und theologische Diskurse 141
a) Begriffe und Diskurse in den kirchlichen Reformbewegungen des11. und 12. Jahrhunderts 141
b) Zwischenüberlegung: Apostolische Armut und die unfreiwillig Armen im 11. und 12. Jahrhundert 164
c) Begriffe und Diskurse im Kontext der Bettelorden 169
d) Krankheit und Krankheitsdeutung 206
2. Neue und alte Träger der Sorge um Arme und Kranke 212
a) Der Bischof und die kirchlichen Würdenträger 212
b) Herrscher und Herren 221
c) Die Orden und die Armenfürsorge 231
d) Semireligiöse Gemeinschaften 257
e) Bruderschaften 262
3. Einrichtungen der Hilfeleistung 272
a) Hospitäler 274
b) Leprosorien 299
c) Armentafeln und „charités“ 305
V. Starke Arme, verfluchte Bettler und die würdigen Hausarmen: Der Umbruch im Spätmittelalter 309
1. Gute Arme – schlechte Arme: Diskurse über Arbeit und Betteln und die Normierungen in Armen- und Bettelordnungen 310
a) Den Richtigen richtig helfen: Von „starken Bettlern“, braven „Hausarmen“, faulen Mönchen und reichen Emporkömmlingen 313
b) Das wachsende Lob der Arbeit 324
c) Die gute Ordnung sichern 326
d) Grenzziehungen und ihre Grenzen 332
2. Kirche, Kommunalisierung und die Frage einerSäkularisierung der Armenfürsorge 337
a) Kirche und Armenfürsorge 337
b) Die religiöse Dimension in spätmittelalterlichen Stiftungen 341
c) Wachsende Bedeutung der kommunalen Instanzen ohne Säkularisierung der Armenfürsorge 347
3. Veränderungen im Hospitalwesen 360
4. Armut und Armenfürsorge im humanistischen Kontext – eine Annäherung 368
VI. Einige bilanzierende (Zwischen-)Überlegungen 375
Anmerkungen 382
Verzeichnis der gedruckten Quellen und der Literatur 434
Bildnachweis 470
Register 472
Personen 472
Orte 475
Sachen 477

Erscheint lt. Verlag 20.2.2017
Verlagsort München
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften Religion / Theologie Christentum
Schlagworte Anfängen • Armenfürsorge • Christentum • Christliche • Ende • Kirchengeschichte • mittelalters • Nächstenliebe • Theologie
ISBN-10 3-451-83518-5 / 3451835185
ISBN-13 978-3-451-83518-6 / 9783451835186
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